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Kulturnachrichten

Montag, 2. Januar 2017

Durch Verkauf soll sich für "Tolino"-Leser nichts ändern

Das teilten die beteiligten Verlage in einer Konferenzschaltung mit

Wenn das Bundeskartellamt dem Verkauf des E-Book-Readers "Tolino" an den das Unternehmen "Rakuten" zustimmt, wird sich für die Nutzer nichts ändern. Darauf haben die Gesellschafter hingewiesen. Der japanische Internetriese hat der deutschen Telekom die Kindl-Konkurrenz abgekauft, deren Wert mit 15 Milliarden US-Dollar taxiert wird. Die Telekom hatte "Tolino" maßgeblich entwickelt. Er wird auch in den Niederlanden, Belgien, Österreich, Schweiz und Italien angeboten.

Schlappe für Bundesregierung beim Böhmermann-Gedicht

Gerichtliche Eilentscheidung ist bestätigt worden

Das Auswärtige Amt muss einem Journalisten Auskunft geben, warum Jan Böhmermanns Spottgedicht auf den türkischen Präsidenten als rechtlich bedenklich bewertet wurde. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg und bestätigte damit eine Eilentscheidung aus erster Instanz. Demnach kann die Bundesregierung ihr Schweigen nicht mit möglichen nachteilige Auswirkungen auf die diplomatischen Beziehungen zur Türkei begründen. Hierzu, so das OVG, habe das Auswärtige Amt "keine tragfähigen Anhaltspunkte vorgetragen". Erdogan hatte gegen Böhmermann Anzeige wegen Beleidigung erstattet und Bundeskanzlerin Merkel die Ermittlungen zugelassen.

Neuer Besucherrekord in Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Über zwei Millionen Menschen besichtigten 2016 das einstige KZ-Gelände

2016 haben 2.053.000 Menschen die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen besucht. Das teilte das staatliche Museum mit. Im vorvergangenen Jahr waren über 1.700.000 Gäste gezählt worden. Fast drei Viertel der Besucher kam aus dem Ausland. Deutsche stehen in der Statistik nach Polen, Briten, US-Amerikanern, Italienern, Spaniern und Israelis an siebter Stelle. Aus der Bundesrepublik reisten den Angaben zufolge 92.000 Menschen an. Aus Polen kamen 424.000 Besucher, aus Großbritannien 271.000, aus den USA 215.000. Zu dem Besucherrekord trug nach Museumsangaben der katholische Weltjugendtag im Juli in Krakau bei. Mehr als 155.000 Weltjugendtag-Pilger hätten binnen zwölf Tagen die Gedenkstätte besichtigt. Noch bis 2001 besichtigten jedes Jahr weniger als eine halbe Million Menschen das Museum. 2007 überschritt die Besucherzahl erstmals die Millionenmarke.

Facebook löscht Bild der nackten Neptunstatue in Bologna

Wahrzeichen der Stadt sei "sexuell explizit"

Facebook hat ein Bild der Neptunstatue in Bologna gelöscht, das die Italienerin Elisa Barbari als Werbung für ihre Webseite nutzt. "Unser Neptun ist zu nackt? Verrückt!", kommentierte die Schriftstellerin. Ihren Angaben zufolge wurde die Zensurmaßnahme für den im 16. Jahrhundert errichteten Brunnen, der von einer über 3 Meter hohen Bronzestatue Neptuns, Sirenen und Delfinen geschmückt wird, mit der "eindeutig" sexuellen Darstellung begründet. Bologneser Bürger sollen empört sein.

Sonderbriefmarke Elbphilharmonie

Das Motiv ist ein Foto in der Abenddämmerung

Gut eine Woche vor der offiziellen Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie hat die Deutsche Post ihre Sonderbriefmarke vorgestellt. "Das Motiv zeigt besonders gut, wie ikonographisch die Elbphilharmonie Stadt, Hafen und maritime Aspekte miteinander verbindet", hieß es bei der Präsentation. Um die "herausragende architektonische
Qualität des Gebäudes" möglichst unverfälscht darzustellen, sei die als stilistisches Medium eine Fotografie gewählt worden. Entworfen wurde die 145 Cent-Marke von Thomas Steinacker. Das ist allerdings schon Jahre her. Wegen der Querelen um Bauverzögerungen und Kostensteigerungen hatte sich die Eröffnung immer wieder verschoben - und damit die Herausgabe der Sonderbriefmarke. Gestern hatte die Choreographin Sasha Waltz die Foyers des Konzerthauses mit der Performance "Figure
Humaine - Menschliches Antlitz" künstlerisch eingeweiht. Zu Klängen von Poulenc, Bach und Lachenmann waren die Zuschauer - darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) - den Tänzern durch die Gänge und in den großen Saal der Elbphilharmonie gefolgt.

Jiri Belohlavek bleibt Chef der Tschechischen Philharmonie

Das teilte das Orchester in Prag mit

Jiri Belohlavek bleibt Chefdirigent und künstlerische Leiter der Tschechischen Philharmonie. Der 70jährige unterzeichnete einen Vertrag für die nächsten sechs Jahre, heißt es. Seine weitere Arbeit werde nicht weniger anspruchsvoll sein als die bisher geleistete, sagte Belohlavek, der die Tschechische Philharmonie seit 2012 führt. Belohlavek hatte vor seiner Rückkehr nach Prag von 2006 bis 2012 das BBC-Symphonie-Orchester geleitet.

Grütters: DHM muss nach innen befriedet werden

Kulturstaatsministerin über Aufgaben des neuen Museumsleiters Gross

Das Deutsche Historische Museumsollte soll sich unter der Leitung des Schweizer Historikers Raphael Gross zu einem "aktuellen Debattenort" entwickeln. Das sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters der Deutschen Presseagentur. Das nach Ansicht der Christdemokratin "wichtigste Geschichtsmuseum Deutschlands" müsse "aktuelle Entwicklungen aus der Geschichte heraus verständlich machen." Dies leisten zu können, habe der im November bestimmte Gross "in seiner bisherigen Museumsarbeit bewiesen", s Grütters. Aufgabe von Gross sei es aber nicht nur, "öffentliche Diskurse und gesellschaftliche Debatten anzustoßen", sondern "das Haus nach innen zu befrieden." Der Leiter der jüdischen Museen in Leipzig und Frankfurt am Main ist Nachfolger von Alexander Koch, der im Mai nach Differenzen mit der von Bund und Ländern getragenen Museumsstiftung zurückgetreten war. Wann Gross sein neues Amt offiziell übernimmt, ist derzeit noch nicht bekannt.

Josef Haslinger: Kultur "Guckloch in die freie Welt"

Das sagte der Präsident des deutschen PEN dem Wiener "Standard"

Mit Blick auf die rechtskonservativen Regierungen in der Europäischen Union, hat Josef Haslinger, Präsident des deutschen Schriftstellerverbandes an den Kalten Krieg erinnert. Damals waren die "Kulturforen der Botschaften kleine Gucklöcher in die freie Welt", sagte der Österreicher dem "Standard". "Diese Funktion könnten sie wieder bekommen", erläuterte er. Zu wünschen sei zudem die "Entwicklung eines europäisch gesinnten Islam", so Haslinger, damit "Schiiten und Sunniten ihre Energien nicht in die Kriegsführung, sondern in die Spiritualität stecken". Je stärker der Islam pauschal angegriffen werde, desto mehr Menschen treibe man seinen radikalen Gruppen zu.

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