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Kulturnachrichten

Sonntag, 1. Januar 2017

Chefdirigent der Symphoniker Hamburg wird zum Ritter geschlagen

Jeffrey Philip Tate darf den Titel "Sir" tragen

Der Chefdirigent der Symphoniker Hamburg, Jeffrey Philip Tate, wird von der britischen Queen zum Ritter geschlagen. Einen Termin für den Ritterschlag gebe es bisher nicht, Tate dürfe den Titel "Sir" aber schon jetzt tragen, teilte die britische Regierung mit. Der 73-Jährige soll mit der Auszeichnung für seine Verdienste um die britische Musik in der Welt geehrt werden. Zum neuen Jahr werden mehr als 1000 Briten für persönliche Leistungen und zivilgesellschaftliches Engagement von der Queen geehrt. Den Ritterschlag erhalten aber nur wenige. Der Intendant der Symphoniker Hamburg, Daniel Kühnel, sagte, mit Tate werde ein Mann geehrt, der sich seit vielen Jahrzehnten auf der ganzen Welt mit größter Kraft und aus vollem Herzen für die Musik einsetze. Ein Chefdirigent wie Tate, "der immer wieder für tief berührende und wahrlich berauschende Neuentdeckungen sorgt", sei ein "unermessliches Glück" für das Residenzorchester der Laeiszhalle sowie für die gesamte Musikstadt Hamburg.

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

Gustavo Dudamel ist der bisher jüngste Dirigent

Die Wiener Philharmoniker haben das Jahr 2017 mit ihrem traditionellen Neujahrskonzert eingeläutet. Zum ersten Mal stand der 35-jährige Venezolaner Gustavo Dudamel am Pult des Orchesters im Großen Saal des Wiener Musikvereins - als bisher jüngster Dirigent in der über 75-jährigen Geschichte des Konzerts. Auf dem Programm standen erneut rund 20 Walzer und Polkas vor allem aus der österreichischen Musiker-Dynastie Strauß. Einlagen gab es vom Wiener Staatsballett, das nach einer Choreographie von Renato Zanella tanzte. Neben den 2000 Zuhörern, die die heiß begehrte Karten für das Konzert ergattern konnten, verfolgten zig Millionen Zuschauer in 90 Ländern die Live-Übertragung. Das nächste Neujahrskonzert soll Riccardo Muti dirigieren. Das Orchester würdige damit die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem 75-jährigen Italiener. "Als Zeichen dieser tiefen künstlerischen Verbundenheit bitten wir ihn am 1. Jänner 2018 zum fünften Mal an das Pult", teilte der Vorstand der Philharmoniker, Andreas Großbauer, mit.

Papst beklagt "spirituelle Verwaisung"

Neujahrsmesse im Vatikan

Papst Franziskus hat in seiner Neujahrsmesse vor Egoismus und "spiritueller Verwaisung" gewarnt. Diese Verwaisung gewinne in einem "narzisstischen Herzen Raum, das nur auf sich selbst und auf die eigenen Interessen zu schauen weiß", sagte das Oberhaupt der Katholiken im Petersdom. Diese Haltung sei "ein
Krebsgeschwür, das leise die Seele zerfrisst". Franziskus sprach von einem Gefühl der Leere und Einsamkeit, das in einer zersplitterten und gespaltenen Kultur und mit dem Verlust der Familienbande zunehme.

Aarhus und Paphos neue Kulturhauptstädte Europas

Themen der beiden Städte sind "Umdenken" und "Freiluftfabrik"

Aarhus in Dänemark und Paphos auf Zypern sind die Kulturhauptstädte Europas 2017. Thema in Aarhus ist "Umdenken". Es gehe darum, heute offen, anders und besser zu handeln und zu denken, als wir es gestern getan haben, so die Veranstalter. Geplant sind Filmvorführungen, Kunstausstellungen und eine große Klangkomposition. Das Motto von Paphos lautet "Freiluftfabrik". Das Programm soll sich in Paphos, einem der wärmsten Orte Europas, hauptsächlich unter freiem Himmel abspielen. Paphos möchte besonders lokale Artisten miteinbeziehen und plant ein Fest, das Grenzen überwinden soll. Die EU-Initiative der Kulturhauptstädte Europas gibt es seit 1985. Die erste Hauptstadt war Athen. Mit dem Programm sollen der Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa hervorgehoben werden. Für 2025 wird Deutschland wieder eine Kulturhauptstadt küren. Kandidaten unter anderen sind Dresden, Magdeburg, Nürnberg und Stralsund.

Bereits 50.000 Besucher bei Luther-Panorama in Wittenberg

Yadegar Asisi schuf das Werk zum Reformations-Jubiläum

Das Panoramabild "Luther 1517" in Wittenberg hat in den ersten zwei Monaten schon 50.000 Besucher angezogen. Damit sind die Erwartungen des Veranstalters übertroffen worden. Das Kunstwerk von Yadegar Asisi stellt den Alltag in Wittenberg zur Zeit der Reformation dar. Es ist Teil der zahlreichen Veranstaltungen zum 500jährigen Reformationsjubiläum.

"Bambi"-Zeichner gestorben

Tyrus Wong wurde 106 Jahre alt

Disney-Zeichner Tyrus Wong ist im Alter von 106 Jahren gestorben. Das teilte das Walt Disney Museum in San Francisco mit. Der aus China stammende Künstler hatte die ersten Skizzen für den Zeichentrick-Film "Bambi" geliefert. Außerdem fertigte er hunderte Mickey-Mouse-Zeichnungen für Disney. In einer Mitteilung des Museums hieß es: "Obwohl Tyrus nur drei Jahre zwischen 1938 und 1941 bei den Walt Disney Studios arbeitete, kann sein Einfluss auf die künstlerische Gestaltung des Zeichentrickfilms Bambi nicht überbewertet werden".

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