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Kulturnachrichten

Freitag, 16. Januar 2015

US-Filmkritiker-Preise für "Birdman" und "Boyhood"

Filme gelten auch als "Oscar"-Favoriten

Außerdem zählte die in Deutschland gedrehte Komödie "Grand Budapest Hotel" zu den großen Gewinnern der diesjährigen "Critics' Choice Awards". Der Film von Wes Anderson bekam drei, der Golden-Globe-Gewinner "Boyhood" vier und die Tragikkomödie "Birdman" sieben Auszeichnungen. "Boyhood" wurde von den Filmkritikern zum besten Film gewählt. Die Broadcast Film Critics Association (BFCA) verleiht die Critics' Choice Awards jährlich. Ihr gehören nach eigenen Angaben rund 300 Filmkritiker an.

Skandalroman verkauft sich auch in Deutschland gut

100.000 Startauflage für Michel Houellebecqs "Unterwerfung"

Die deutsche Ausgabe von Michel Houellebecqs «Unterwerfung» verkauft sich gut. Der Skandalroman steht bei Amazon und im iBookstore an der Spitze der Bestsellerliste, auch Buchhandelsketten meldeten guten bis sehr guten Absatz. Die gesamten 100.000 Exemplare der deutschen Erstauflage von „Unterwerfung" sind bereits vorbestellt, so dass der Verlag 50.000 weitere Exemplare nachdruckt.
In Frankreich erschien Houellebecqs Szenario einer islamisierten Republik ausgerechnet am Tag des Attentats auf das Satire-Magazin „Charlie Hebdo. Daraufhin hatte der Prix-Goncourt-Preisträger alle Werbeauftritte abgesagt, dennoch wird er sein Buch am Montag in Köln vorstellen.

Online-Ausstellung über "Charlie Hebdo" geplant

Mehrere Karikaturen-Museen schließen sich zusammen

Anlässlich der Terroranschläge auf das französische Satire-Magazin "Charlie Hebdo" planen deutsche, österreichische und schweizerische Karikaturen-Museen eine Online-Ausstellung. "Das ist eine sinnvolle Möglichkeit, relativ zeitnah auf das Thema zu reagieren", sagte die Leiterin des Wilhelm Busch Museums in Hannover, Gisela Vetter-Liebenow.
Die Karikatur-Museen in Frankfurt, Kassel, Krems und Basel wollen gemeinsam die Frage "Was darf Satire?" digital bearbeiten. Die Ausstellung soll von März oder April an in Internet zugänglich sein und weiter ergänzt werden. Neben Karikaturen sollen auch Hintergrundtexte, Biografien und Pressestimmen abrufbar sein.

Peitschenhiebe für saudischen Blogger ausgesetzt

Raif Badawi nach ersten 50 Schlägen in schlechter Verfassung.

Ein saudi-arabisches Gericht hat die für heute geplante zweite öffentliche Auspeitschung des Bloggers Raif Badawi verschoben. Das berichten die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und die Agentur Reuters. Die Behörden sollen medizinische Gründe angegeben haben.
Der Blogger Raif Badawi hatte vor einer Woche die ersten 50 Stockschläge erhalten. Insgesamt soll er zwanzig Mal öffentlich gefoltert werden. Außerdem ist er zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von fast 200.000 Euro verurteilt worden. Der offizielle Grund: Beleidigung des Islam. Badawi hatte die Website "Saudi-Arabische Liberale" gegründet, eine Plattform zum öffentlichen Meinungsaustausch.

Vorsitzender der Heidegger-Gesellschaft tritt zurück

Grund sind antisemitische Äußerungen des Philosophen

Der Freiburger Philosoph Günter Figal ist als Vorsitzender der Martin-Heidegger-Gesellschaft zurückgetreten. Grund sind im Vorjahr veröffentlichte antisemitischen Äußerungen Heideggers. Im Südwestrundfunk sagte Figal, dass er sich nach Lektüre der "Schwarzen Hefte" nicht mehr in der Lage sieht, die Gesellschaft zu vertreten.
Figal rief dazu auf, Heideggers Philosophie in der NS-Zeit gründlich zu erforschen. Die Forschung werde dadurch behindert, dass die Heidegger-Erben den Zugriff auf Tausende Manuskriptseiten im Deutschen Literaturarchiv in Marbach verhinderten.

NRW-Ministerpräsidentin schaltet sich in Streit um Kunst-Verkauf ein

Kritik aus Kulturkreisen reißt nicht ab

Im Streit um den weiteren Millionenverkauf von Kunst aus indirektem Besitz Nordrhein-Westfalens hat sich erstmals auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) geäußert.
Grundsätzlich wolle niemand die Kunstwerke im Besitz der WestLB-Nachfolgegesellschaft Portigon veräußern. Aber die EU-Kommission habe Vorgaben gemacht, sagte Kraft. Die Portigon AG müsse abgewickelt und ihr Besitz verwertet werden.
Derweil reißt die Kritik an dem geplanten Kunstverkauf nicht ab. Der Deutsche Künstlerbund bezeichnete ihn in einem offenen Brief an Hannelore Kraft als "skandalösen Vorgang". Der Vorsitzende der Wuppertaler Else-Lasker-Schüler-Gesellschft, Hajo Jahn, startete eine Petition im Internet zum Erhalt der Kunstwerke.

Schloss Doberlug soll Dauerausstellung bekommen

Preußen-Sachsen-Schau lockte 100 000 Besucher an

Nach dem Erfolg der ersten Landesausstellung Brandenburgs im vergangenen Jahr ist für 2016 eine Dauerausstellung in dem Renaissance-Schloss geplant. Derzeit werde ein Ausstellungskonzept erarbeitet, teilte der Landkreis Elbe-Elster mit. Ein Schwerpunkt werde die Kloster- und Siedlungsgeschichte des südbrandenburgischen Standorts sein. Auch die Entwicklungsgeschichte des Schlosses werde dargestellt. Für das Ausstellungskonzept soll auch ein neues Museum gegründet werden. Das im 17. Jahrhundert fertiggestellte Schloss in Doberlug-Kirchhain war in den vergangenen Jahren aufwendig renoviert worden.

Leiter des Thomaner-Chores gibt Amt auf

Thomaskantor Biller führte Leipziger Knabenchor an die Weltspitze

Georg Christoph Biller habe Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) um Auflösung seines Vertrages zum Monatsende gebeten, teilte die Stadt gestern mit. Jung habe in Absprache mit der Kirchgemeinde St. Thomas dem Wunsch des 59jährigen entsprochen. Der Thomanerchor wird von der Stadt Leipzig getragen, ist aber der Chor der Leipziger Thomaskirche. Biller nannte als Grund für seinen Rückzug nach 22 Jahren gesundheitliche Gründe. Sie ließen die lückenlose Erfüllung der vielfältigen Aufgaben des Amtes nicht mehr zu. Schon im vorigen Jahr war er etliche Monate in einer Klinik behandelt worden. Biller war der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach.

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