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Kulturnachrichten

Mittwoch, 28. Januar 2015

Sony ersetzt hauseigenen Musikdienst

Das Unternehmen will mit Spotify kooperieren

Sony gibt sein bislang in Eigenregie betriebenes Musikangebot auf und setzt dafür künftig auf eine Kooperation mit dem Streaming-Dienst Spotifyf. Ab Frühjahr werde Spotify hinter dem neuen Service "Playstation Music" stehen, der auf Sonys Spielekonsolen sowie auf Sonys Smartphones und Tablets laufen soll. Allein das Playstation-Netzwerk hat laut Sony 64 Millionen aktive Kunden. Der bisherige hauseigene Musikdienst "Music Unlimited" werde zum 29. März eingestellt, kündigte Sony heute an. Spotify gilt als der Marktführer bei Streaming-Diensten, bei denen die Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird. Das schwedische Startup hat 60 Millionen Nutzer, von denen ein Viertel zahlende Abo-Kunden sind.

Flick schenkt Berliner Nationalgalerie Kunst

Museum für Gegenwart bekommt 104 zeitgenössische Werke

Das Berliner Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof erhält als Schenkung 104 Werke zeitgenössischer Künstler. Es handelt sich dabei um die mittlerweile zweite Schenkung des Unternehmers und Kunstsammlers Friedrich Christian Flick, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz heute in Berlin mit. Bereits 2008 hatte Flick der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof 166 Werke überlassen. Anlass für die neue Schenkung sei der 70. Geburtstag Flicks im vergangenen Jahr. Darunter sind Werke von 50 internationalen Künstlern, darunter von Cindy Sherman, Brian O'Doherty, Absalon, Stan Douglas, Dan Graham, Paul McCarthy und Pipilotti Rist. Die Sammlung der Nationalgalerie verfüge damit über ganze Werkgruppen einiger zeitgenössischer Künstler. Die Schenkung soll im Herbst 2015 in einer umfassenden Ausstellung im Hamburger Bahnhof vorgestellt werden. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, nannte die Schenkung außerordentlich. Sie stehe für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Sammler Flick und dem Museum. Die Friedrich Christian Flick Collection gilt weltweit als herausragende Privatsammlung zeitgenössischer Kunst.

Weiter Unklarheit über Hanauer Karikaturen-Ausstellung

Nowendige Sicherheitsvorkehrungen zu teuer

Nach dem Hickhack um eine Karikaturen-Ausstellung in Hanau ist weiter unklar, wo in Hessen die religionskritische Schau der Zeichner Achim Greser und Heribert Lenz gezeigt werden soll. Die Stadt Hanau will die Wanderausstellung zwar präsentieren, weiß aber nach Angaben ihres Oberbürgermeisters Claus Kaminsky, nicht, wie sie die nach den Anschlägen von Paris notwendigen Sicherheitsvorkehrungen bezahlen soll. Das Land hat seine Bereitschaft signalisiert, die Arbeiten des Aschaffenburger Duos auszustellen - lässt aber der klammen Kommune den Vortritt. "Wenn die Ausstellung in Hanau nicht zustande kommt, stellen wir eine unserer Liegenschaften zur Verfügung", sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums heute. Lenz bestätigte, dass es entsprechende Verhandlungen mit dem Ministerium gebe. Ein konkreter Ausstellungsort sei jedoch noch nicht im Gespräch. Kaminsky hatte nach dem Attentat auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" vor drei Wochen die Ausstellung zunächst abgesagt, dann seine Entscheidung jedoch rückgängig gemacht. Er geht nach eigener Darstellung fest davon aus, dass die Karikaturen-Schau wie ursprünglich geplant ab dem 14. März im städtischen Museum Schloss Philippsruhe gezeigt werden kann. Er werde das Land bitten, sich an den Kosten für die höheren Sicherheitsvorkehrungen zu beteiligen. Das lehnte das Wissenschaftsministerium aber bereits im Vorfeld ab. Die Wanderausstellung war bereits in Friedrichshafen zu sehen. Mohammed-Karikaturen zeigt sie nicht.

Weniger Besucher in Berliner Museen

Ein Rückgang um zehn Prozent

Die Staatlichen Museen zu Berlin haben im vergangenen Jahr einen Besucherrückgang um zehn Prozent verkraften müssen.
Betroffen waren vor allem das Pergamonmuseum, dessen Herzstück, der Altarsaal seit Ende September geschlossen ist, das Neue Museum, das Berggruen Museum und der Hamburger Bahnhof. Das sagte Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen, heute in Berlin bei der Jahrespressekonferenz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Insgesamt fanden rund 3,9 Millionen Besucher den Weg in die rund 20 Museumsgebäude mit ihren zahlreichen Sammlungen. 2013 waren es noch 4,3 Millionen Besucher. Grund für den Rückgang sei neben Bautätigkeiten in einzelnen Häusern auch eine Verlagerung von Sonderausstellungsflächen in andere Museen gewesen.

Demonstration für Erhalt des Volkstheaters in Rostock

Die "Initiative Volkstheater" will alle vier Sparten retten

Rund 300 Unterstützer des Volkstheaters Rostock haben heute für den kompletten Erhalt des Hauses demonstriert. Hintergrund war eine Sitzung der Bürgerschaft, bei der es um die Schließung der Sparten Tanz und Musiktheater gehen sollte. Seit Monaten wird um die Zukunft des Volkstheaters gerungen. Die Stadtspitze und Mecklenburg-Vorpommerns Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) wollen die Sparten schließen, um das Theater bei sinkenden Zuschüssen halten zu können. Das Theater bekommt pro Jahr 16,6 Millionen Euro von Stadt und Land.

Jüdische Kulturtage im Rheinland

Kommunen wollen ihr Leben in der Region zeigen

Mit 360 Veranstaltungen im ganzen Rheinland wollen Kommunen und jüdische Gemeinden zeigen, wie das Leben von Juden in der Region aussieht. Vom 22. Februar an gibt es im Rahmen der Jüdischen Kulturtage in 15 Städten Angebote mit jüdischen Tänzen, Musik, Film, Theater oder Kunst. Ziel sei es, den Austausch verschiedener Religionen und Kulturen sowie von Gläubigen und Nichtgläubigen zu fördern, teilten die Veranstalter heute mit. Das Motto "angekommen - jüdisches (er)leben" bezieht sich auf das Jahr 1945, als viele Überlebende des Holocausts wieder im Rheinland angekommen sind und einen Neuanfang gewagt haben.

Tutanchamuns Totenmaske schlecht restauriert

Leiter der Restaurationsabteilung strafversetzt

Zuerst wollte das ägyptische Antikenministerium von den Gerüchten um die notdürftig restaurierte Totenmaske des Tutanchamun im Ägyptischen Museum nichts wissen - nun hat sie den Leiter der Restaurationsabteilung strafversetzt. Ilham Abdel Rahman müsse fortan seinen Dienst im Streitwagenmuseum verrichten, gab das Ministerium bekannt. Er werde durch einen Kollegen des Koptischen Museums ersetzt. Weitere Verantwortliche des Museums müssten sich einer Untersuchung stellen. Die Maßnahme kommt eine Woche, nachdem Medien über einen missglückten Reparaturversuch an der berühmten goldenen Maske von Pharao Tutanchamun berichtet hatten. Der Bart der Maske war beim Reinigen abgebrochen und eilig mit Epoxidkleber wieder befestigt worden. Ägyptische Offizielle hatten die Berichte zunächst dementiert, am Wochenende jedoch Fehler zugegeben. Der auf Metall spezialisierte deutsche Konservator Christian Eckmann ist nun mit der Aufgabe betraut worden, die Schäden zu beseitigen.

Dirigent Jonathan Nott wechselt von Bamberg nach Genf

Neuer Chefdirigent und Musikdirektor beim Orchestre de la Suisse Romande

Zur Saison 2016/2017 wird der 52-Jährige Jonathan Nott Chefdirigent und Musikdirektor in Genf, das teilte ein Sprecher der Symphoniker am Mittwoch mit. Dass Nott sein Engagement in Bamberg im Sommer 2016 beenden wird, war schon seit längerem klar. Ein Nachfolger in Bamberg ist noch nicht gefunden.
Nott wurde im Jahr 2000 Chefdirigent bei den Bamberger Symphonikern. In den vergangenen Jahren beschäftigten sich der aus England stammende Dirigent und das Orchester ausführlich mit den Werken Gustav Mahlers. Die CD-Einspielung sämtlicher Mahler-Symphonien fand große Beachtung.

Kunstexperten prüfen Portigon-Sammlung

Kulturministerin Ute Schäfer beruft Auschuss

Die millionenschwere Kunstsammlung der WestLB-Nachfolgerin Portigon wird von fünf Kunstexperten unter die Lupe genommen. Sie prüfen, ob es sich um national wertvolles Kulturgut handelt.
Zum Ausschuss gehören nach dpa-Informationen der ehemalige
Kunstsammlungsdirektor Armin Zweite, der frühere Leiter des Kölner Wallraf-Richartz-Museums, Rainer Budde, die Bonner Professorin für Kunstgeschichte, Anne-Marie Bonnet, der Kunstsammler Heiner Wemhöner und der Galerist Hans Strelow.
Bis zum Ende des Verfahrens gilt eine Ausfuhrsperre für alle 400 Werke der ehemaligen WestLB-Kollektion. Sie umfasst Arbeiten von August Macke und Pablo Picasso bis Joseph Beuys und Sigmar Polke. Die landeseigene WestLB-Nachfolgerin Portigon hatte angekündigt, die Sammlung im Zuge der von der EU angeordneten Abwicklung zu verkaufen und damit Proteste von Museen und Kulturinstitutionen ausgelöst.

Papst kritisiert "vaterlose Gesellschaft"

Franziskus warnt westliche Länder

Viele Väter nähmen ihre Erziehungsverantwortung nicht wahr und machten ihre Kinder faktisch zu Waisen, sagte der Papst heute bei seiner Generalaudienz im Vatikan. Dies sei auch eine Ursache für Verhaltensauffälligkeiten. Väter fehlten den Heranwachsenden als Vorbilder und Vermittler von Werten und Zielen. Ihre Abwesenheit könne im Leben von Kindern und Jugendlichen schwere "Lücken und Verletzungen" verursachen, so der Papst. Oft seien Väter zwar anwesend, aber ohne ihrer erzieherischen Aufgabe nachzukommen. Sie zögen sich in ihr Berufsleben zurück oder seien unfähig, mit ihrer Verantwortung richtig umzugehen.

Bill Gates kritisiert Management der Welt

Es fehle eine globale Regierung

Nach Ansicht des Milliardärs und Microsoft-Gründers Bill Gates wird die Welt nicht effizient genug gemanaget. Beim Umgang mit Klimawandel und Seuchen etwa, fehle eine globale Koordination, sagte Gates der "Süddeutschen Zeitung" . Die "Bill und Melinda Gates Stiftung" investiert jährlich Milliarden Dollar in den Kampf gegen Kindersterblichkeit, Aids, Armut oder auch Medikamentenforschung. Er habe schon früh gewusst, nicht "ewig mit Microsoft arbeiten" zu wollen, erklärte Gates sein soziales Engagement. Er zeigte sich überzeugt, dass sich vieles schon verändert habe, Millionen von Kindern gehe es heute besser als früher. Der Philanthrop sieht aber besonders beim Klimawandel und in der Landwirtschaft noch viel Handlungsbedarf. In Afrika lebten 70 Prozent der Menschen von Landwirtschaft, in den USA nur zwei Prozent, dennoch importierten afrikanische Länder Lebensmittel.

Bekanntgabe der internationalen Berlinale-Jury

Ein siebenköpfiges Gremium wird über die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden

Unter Vorsitz von US-Regisseur Darren Aronofsky sitzen der deutsche Schauspieler Daniel Brühl, die französische Schaupielerin Audrey Tautou, sowie der US-amerikanische Autor, Regisseur und Produzent Matthew Weiner, US-Produzentin Martha De Laurentiis und der koreanische Regisseur Bong Joon-ho in der Jury der 65. internationalen Filmfestspiele. Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa, die mit ihrem Film "Eine Perle Ewigkeit" 2009 den Goldenen Bären gewann, ist ebenfalls in dem Auswahlgremium, wie das Festival mitteilte. Rund 400 Filme aus aller Welt werden vom 5. bis 15. Februar gezeigt. Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 19 Filme um die Trophäen. Darunter sind drei Regiearbeiten aus Deutschland: Nicole Kidman spielt die Hauptrolle in Werner Herzogs Historiendrama "Queen of the Desert". Andreas Dresen geht mit der Romanverfilmung "Als wir träumten" an den Start. Sebastian Schipper schickt den Thriller "Victoria" ins Rennen. Den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk wird Wim Wenders bekommen, dem auch die diesjährige Hommage gewidmet ist.

In Frankfurt startet "Ustinov Theatre School"

Neue Theaterschule für benachteiligte Jugendliche

Die "Ustinov Theatre School" bereitet ab dem 1. Februar zehn Schüler zwischen 15 und 18 Jahre auf eine spätere Bühnenkarriere vor. Die Ausbildung läuft maximal drei Jahre parallel zur Schule und ist kostenlos. Das Kursangebot in englischer Sprache umfasst Stimmbildung, Tanz, Improvisation, Bewegung und Rollenarbeit, wie die Projektpartner - die Sir Peter Ustinov-Stiftung und das English Theatre Frankfurt - berichteten. Der 2004 verstorbene britische Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Peter Ustinov hatte die Stiftung 1999 zusammen mit seinem Sohn Igor gegründet. Sie fördert mit verschiedenen Projekten künstlerischen Nachwuchs, dessen Eltern sich Gesangsstunden, Balletttraining oder Schauspielunterricht nicht leisten können.

Neuer künstlerischer Leiter des Heidelberger Musikfestivals

Michael Gassmann leitet ab Februar das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling |

Der Kirchenmusiker und promovierte Musikwissenschaftler Michael Gassmann wechselt nach Heidelberg. Er arbeitete zuvor unter anderem als Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", als Geschäftsführer des Musik Podium Stuttgart und zuletzt als Chefdramaturg und Wissenschaftlicher Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Seit 2007 ist Gassmann zudem Jurymitglied beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Gassmann folgt auf Dominik Winterling, der ab Februar Geschäftsführer der Stiftung Elbphilharmonie und Leiter des Development der Hamburg Musik gGmbH wird.
Das Heidelberger Klassikfestival steht unter dem Motto «Freiheit wagen» und findet vom 21. März bis 25. April statt. Auf dem Programm stehen unter anderem Konzerte mit dem Pianisten András Schiff, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Cellisten Gautier Capuçon.

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