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Kulturnachrichten

Dienstag, 13. Januar 2015

Posaunist Clifford Adams gestorben

Der Solist der US-Funkband "Kool and the Gang" erlag im Alter von 62 Jahren seinem Leberkrebs-Leiden

Die Direktorin des Musikvereins Jazz Bridge bestätigte US-Medienberichte. Jazz Bridge habe zuvor Geld für eine Lebertransplantation für Adams gesammelt, doch er sei gestorben, bevor es zu einer entsprechenden Operation kommen konnte. Den Berichten zufolge war Adams nicht krankenversichert und konnte sich eine Transplantation nicht leisten.

Der Musiker war in den 1970er Jahren zu "Kool and the Gang" dazugestoßen und hatte mit der Band große Erfolge gefeiert.

Michel Houellebecq hält an Buchvorstellung in Köln fest

"Unterwerfung" erscheint am Freitag (16.1.) in Deutschland - die Lesung soll am Montag (19.1.) stattfinden.

Der französische Autor will trotz seines Rückzugs aus Paris nach dem Terroranschlag auf das
Satiremagazin «Charlie Hebdo» seinen islamkritischen Roman "Unterwerfung" auf einer einzigen Veranstaltung in Deutschland präsentieren, teilte der Dumont-Verlag mit.

Blogger begleiten Leipziger Buchmesse-Preis

Die Beiträge werden auf der Website des Preises der Leipziger Buchmesse sowie auf Facebook veröffentlicht

Bloggerinnen und Blogger können sich bis zum 9. Februar für die Aktion bewerben. Eine Jury sucht den Angaben zufolge 15 «Bloggerpaten» aus, denen die nominierten Bücher jeweils zugeteilt werden. Deren Rezensionen müssen dann bis zum 7. März auf ihren Blogs veröffentlicht werden.

Mit der Plattform «buchmesse:blogger» gebe es zugleich einen Treffpunkt für deutschsprachige Literaturblogger zur Vernetzung mit Vertretern aus der Branche, Autoren, anderen Bloggern, Verlegern und Literaturvermittlern. Die Buchblogger-Szene werde jedes Jahr größer, vielfältiger, und vor allem professioneller. Ihre Relevanz für die Branche steige stetig. Zum Austausch steht auf der Buchmesse auch erstmals eine eigene Lounge für Blogger bereit.

Die Leipziger Buchmesse findet vom 12. bis 15. März statt.

Exklusiv für Amazon: Woody Allen dreht seine erste TV-Serie

Das Filmstudio des weltgrößten Online- Einzelhändlers hat eine komplette Staffel bei dem Regisseur in Auftrag gegeben

Woody Allen werde dabei Autor und Regisseur zugleich sein. Amazon-Prime-Kunden in Deutschland, Österreich, Großbritannien und den USA sollen die 30-minütigen Episoden zunächst exklusiv sehen können. Worum es gehen wird, ist noch nicht bekannt. "Ich weiß nicht, wie ich da hineingeraten bin", zitiert Amazon den Star-Regisseur. "Ich habe keine Ideen, und ich bin nicht sicher, wo ich anfangen soll." Amazon Studios-Chef Roy Price werde das noch bereuen, wird Allen zitiert.

Brandenburger Ökofilmtour 2015 beginnt

Schweizer Dokumentarfilm "Die Reise zum sichersten Ort der Erde" macht am Mittwoch den Auftakt im Potsdamer Filmmuseum

"Der Schweizer Dokumentarfilmer Edgar Hagen ist mit einem Wissenschaftler zu vielen entlegenen Orten in der Welt gereist, die als mögliche Endlagerstätten für Atommüll vorgesehen sind", so Festivalleiter Ernst-Alfred Müller über den Eröffnungsfilm der Ökofilmtour. "Die Reise endet mit der Feststellung, dass es den sichersten Ort nicht gibt."

Der Filmemacher Edgar Hagen wird im Anschluss an die Vorführung in einer Videokonferenz aus Zürich zu einem Filmgespräch zugeschaltet. Mit ihm diskutieren Landesumweltminister Jörg Vogelsänger (SPD), die Greenpeace-Mitbegründerin Monika Griefahn (SPD) und die Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl (Grüne).

Bis zum 15. April zeigt das Brandenburger Wanderfestival in seiner zehnten Auflage an knapp 70 Orten im Land mehr als 50 Filme, die sich vor allem den Themen Umwelt und Naturschutz widmen.

Weitere Themen sind die Auseinandersetzungen um das Braunkohlerevier in der Lausitz im Film "Brückenjahre" von Peter Bendix. "Wildes Köln" beobachtet Tiere in der Großstadt. Darüber hinaus geht es aber auch um soziale Themen wie Asylpolitik und das Dorfleben im ländlichen Osten.

Finnland schafft die Schreibschrift-Pflicht ab

Ab Herbst 2016 ist das Erlernen freiwillig

Finnische Schülerinnen und Schüler sollen künftig mehr Zeit darauf verwenden, das fehlerfreie Tippen auf Tablet- und Computertastaturen zu lernen. "Dafür brauchen sie Zeit", sagte Irmeli Halinen, Leiterin der Lehrplan-Entwicklung im finnischen Bildungsministerium. Viele Lehrer hätten beklagt, dass gerade Jungen motorische Schwierigkeiten mit dem Erlernen der Schreibschrift hätten.

An der Blockschrift wollen die Finnen aber auch nach der Schulreform festhalten. "Wir geben das Schreiben mit den Händen nicht auf", sagte Halinen. "Finnische Kinder werden auch weiterhin lernen, mit einem Stift zu schreiben."

Berlinale ehrt verstorbenen Regisseur Francesco Rosi

Internationale Filmfestspiele Berlin zeigen seinen Anti-Kriegs-Film "Bataillon der Verdammten"

"Mit Francesco Rosi haben wir einen herausragenden Filmemacher verloren", erklärte
Festivaldirektor Dieter Kosslick. "Rosis Filme überzeugen bis heute mit ihrer explosiven Kraft und gehören zu den Klassikern des politisch engagierten Kinos."

Der gebürtige Neapolitaner Rosi war am Samstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Im Jahr 2008 hatte ihm die Berlinale den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk verliehen.

"Lügenpresse" ist das "Unwort des Jahres 2014"

"Pegida"-Schlagwort hat Ursprung im Ersten Weltkrieg

Mit "Lügenpresse" hätten später auch die Nationalsozialisten unabhängige Medien pauschal diffamiert, teilte die "Unwort"-Jury unter Vorsitz der Sprachwissenschaftlerin Nina Janich in Darmstadt mit.
Zum "Unwort des Jahres 2013" war "Sozialtourismus" gewählt worden, 2012 "Opfer-Abo", 2011 "Döner-Morde". Das "Unwort" wird seit 1991 ermittelt.

Buchhandel im Minus

Belletristik verliert - Sachbücher liegen im Trend

2014 verzeichnet die Buchbranche weitere Einbußen. Die Umsätze gingen um 2,1 Prozent zurück, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt berichtete.

Mit einem Minus von 1,2 Prozent hielt sich der traditionelle Einzelhandel im vergangenen Jahr noch vergleichsweise gut. Dagegen zeichne sich beim erfolgsverwöhnten Internethandel im zweiten Jahr hintereinander ein Rückgang ab.

Besonders gut haben sich im vergangenen Jahr Sachbücher verkauft. Top-Seller im Publikumsbereich war «Darm mit Charme» der Frankfurter Medizinstudentin Giulia Enders. Dahinter landeten gleich zwei Romane der britischen Bestsellerautorin Jojo Moyes («Weit weg und ganz nah» sowie «Ein ganzes halbes Jahr».) Auf Platz vier und fünf folgten «Morgen kommt ein neuer Himmel» von Lori Nelson Spielmann und Hape Kerkelings Autobiografie «Der Junge muss an die frische Luft».

Genaue Zahlen will der Börsenverein erst Mitte des Jahres vorlegen.

Theaterintendanten warnen vor Selbstzensur

Freiheit der Kunst muss verteidigt werden

Nach dem Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» erklärte die Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein am Dienstag in Berlin: «Wir müssen auf der Hut sein vor der Schere im eigenen Kopf. Wo unsere Kunst religiöse Gefühle verletzt, sollten wir Widerspruch und Kritik aushalten und ihr begegnen, aber die Freiheit dazu uns nicht ausreden oder nehmen lassen.»

Die Attacke auf «Charlie Hebdo» sei von unfassbarer Unmenschlichkeit und darüber hinaus ein Anschlag auf die Freiheit der Meinung und der Kunst. «Er erinnert uns daran, uns zu fragen, wie mutig wir diese Freiheit nutzen; er mahnt uns aber auch, auf dieser Freiheit zu bestehen», so Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters Berlin und Vorsitzender der Intendantengruppe.

"Charlie Hebdo" meldet sich mit Mohammed-Karikatur zurück

Erstmals Millionenauflage de Satiremagazins

Genau eine Woche nach dem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins wird morgen eine Ausgabe mit einer Mohammed-Karikatur erscheinen: Unter der Überschrift "Alles vergeben" zeigt das Titelblatt den Propheten mit Träne im Auge und einem Blatt mit den Worten "Je suis Charlie" in Händen.
Die neue Ausgabe wird in 16 Sprachen und in einer Stückzahl von drei Millionen Exemplaren aufgelegt; üblicherweise sind es 60.000. Die Zeitung "Liberation" hatte die Redaktion von "Charlie Hebdo" in ihren Räumen aufgenommen, damit sie das aktuelle Heft produzieren konnte.
Bei dem Anschlag am vergangenen Mittwoch waren fünf Karikaturisten der Zeitschrift getötet worden, unter ihnen der Herausgeber Stephane Charbonnier.

Letztes Kraftwerk-Konzert in Berlins Neuer Nationalgalerie

Bau von Mies van der Rohe wird anschließend saniert

Die legendäre Band Kraftwerk beendet am Abend ihre Konzertreihe in der Neuen Nationalgalerie. Die wohl einflussreichste Band der deutschen Popgeschichte hatte an acht Abenden ihre acht großen Alben vorgestellt. Nach dem Auftakt mit "Autobahn" schließt heute die bisher letzte CD "Tour de France" von 2003 den Reigen.
Morgen beginnen die Vorarbeiten für die Sanierung der fast 50 Jahre alten Architektur-Ikone von Mies van der Rohe. Verantwortlich für das auf mehrere Jahre geplante Projekt ist der britische Stararchitekt David Chipperfield.

Dialektforscher fordert Nachsynchronisierung der "Tannbach"-Saga

Darsteller der fränkischen Bewohner mussten oberbairisch sprechen

Was bereits nach der Ausstrahlung Zuschauer kritisierten, ärgert auch den Dialektforscher Ludwig Zehetner. Er forderte in der "Passauer Neuen Presse", die Fernseh-Saga neu zu synchronisieren - und zwar "mit stimmiger oberfränkisch-thüringischer Lautung und Klangfärbung". Es sei fatal, wenn alles, was in Bayern spiele, mit einem geglätteten Bairisch unterlegt werde, sagte der Regensburger Honorarprofessor für bairische Dialektologie. Rüdiger Harnisch, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft der Universität Passau, übte scharfe Kritik am ZDF: Drehbuch, Regie, Produktion, Sender und seine Sprecherin seien Ignoranten der sprachlandschaftlichen Vielfalt Deutschlands. Eine Nachsynchronisation hält Harnisch allerdings für wenig sinnvoll. Viel wichtiger sei es, die nächsten Folgen mit authentischem Dialekt zu drehen. Eine ZDF-Sprecherin hatte erklärt, dass die Dialektfrage eingehend erörtert worden sei: "Es sollte auf jeden Fall eine ländliche Dialektfärbung sein", die von möglichst vielen TV-Zuschauern verstanden werden sollte.

Museum gibt antike Funde nach Italien zurück

6000 Jahre alter Grabfund stammt aus Apulien

Er soll bei einer Feierstunde am 22. Januar an Italiens Generalkonsul übergeben werden, teilte das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz mit. Die italienischen Behörden hatten bereits vor Jahren über Interpol die Rückgabe der Objekte gefordert.
Nach Angaben des Archäologen Michael Müller-Karpe sind die 1978 von Grabräubern entdeckten Funde über einen Antikenhändler in den Besitz des Museums gelangt. In der Vergangenheit hätten sich nicht nur Privatsammler, sondern auch Museen an der "Hehlerei" mit antiken Objekten beteiligt, sagte er. Weitere Rückgabeforderungen zu den Mainzer Beständen seien ihm derzeit allerdings nicht bekannt. Die Grabfunde seien nicht in der ständigen Museumsausstellung gezeigt worden.

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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