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Kulturnachrichten

Sonntag, 11. Januar 2015

Verleger Hans Wilhelm Baur gestorben

Wie heute bekannt wurde, starb der Verleger der "Badischen Neuesten Nachrichten" am Samstag im Alter von 88 Jahren.

BNN-Herausgeber und Chefredakteur Klaus Michael Baur nannte den Verstorbenen ein "wahres Urgestein der Zeitungsbranche". "Instinktsicher", so heißt es im BNN-Leitartikel von Montag, habe Hans Wilhelm Baur die Prinzipien von Meinungs- und Pressefreiheit vorgelebt. Hans Wilhelm Baur hatte die Verlagsleitung 1973 in der Nachfolge des Gründungsverlegers Wilhelm Baur übernommen. Mit seiner Frau Brunhilde brachte er 1994 die Mehrheit seiner Anteile an dem Familienunternehmen in eine Stiftung ein.

Kabarettist Nuhr befürchtet Selbstzensur der Humoristen

Kabarettist Dieter Nuhr befürchtet nach dem Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" eine stärkere Selbstzensur in der deutschen Unterhaltungsindustrie.

"Sie können über Jesus Witze machen oder über den Papst oder sogar Helene Fischer, aber wenn man nicht suizidgefährdet ist, lässt man den Propheten aus", sagte Nuhr der "Rheinischen Post".Der Islamismus müsse aber weiterhin in den Programmen von Kabarettisten vorkommen. Im vergangenen Herbst war Dieter Nuhr von einem Muslim aus Osnabrück angezeigt worden, der Nuhr vorwirft, mit seinen Witzen über die Religion Islamfeindlichkeit zu schüren.

Schauspielerin Anita Ekberg gestorben

Die schwedische Schauspielerin wurde durch ihre Rolle in "La Dolce Vita" zur Leinwand-Ikone.

Sie starb heute in einem Krankenhaus bei Rom im Alter von 83 Jahren. Ekberg war in den 50er Jahren ein Sexsymbol.1960 wurde die ehemalige Miss Schweden mit dem Film "La Dolce Vita" von Federico Fellini weltberühmt. Die Szene, in der sie ein Bad im Trevi-Brunnen in Rom nimmt, gehört zu den Klassikern der Kinogeschichte. Ekberg wurde am 29. September 1931 als Kerstin Anita Marianne Ekberg im südschwedischen Malmö als sechstes von acht Kindern eines Hafenarbeiters geboren. Nach der Wahl zur Miss Schweden 1950 reiste sie zur Wahl der Miss Universum in die USA, wo ihr John Wayne ihre erste Rolle anbot. 1955 erhielt sie für ihre Rolle in "Der gelbe Strom" von Regisseur William Wellmann den Golden Globe für die beste Nachwuchsdarstellerin. Einen weiteren Erfolg feierte sie 1956 mit "Krieg und Frieden".

Cohn-Bendit: Islamischer Staat muss zerschlagen werden

Der Grünen-Politiker Cohn-Bendit hat dazu aufgerufen, mit aller Härte gegen islamistische Extremisten vorzugehen.

Es gebe Faschisten aus dem linken und rechten Politikspektrum, die sich auf den Islam beriefen, sagte der ehemalige Europa-Parlamentarier dem Deutschlandfunk. Dagegen müsse man radikal kämpfen. Insbesondere der so genannte Islamische Staat müsse militärisch zerschlagen werden. Zugleich warnte Cohn-Bendit davor, den IS mit der Religion des Islam gleichzusetzen.

Nach Brandanschlag auf "Hamburger Morgenpost" - Solidarität im Netz

Auf das Gebäude der "Hamburger Morgenpost" war in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag verübt worden.

Einige Akten verbrannten, Menschen kamen nicht zu Schaden. Die "Morgenpost" hatte nach dem Terroranschlag in Paris Karikaturen des Satiremagazins "Charlie Hebdo" vom Propheten Mohammed auf ihrer Titelseite nachgedruckt. Über das Motiv der Täter gibt es aber laut Polizei noch keine Erkentnisse. Zahlreiche Menschen - auch aus dem Ausland - bekundeten via Facebook und Twitter ihre Solidarität mit der Zeitung. So twitterte etwa der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs: "was für eine schandtat! vielen dank an die mopo für ihre klare haltung! jetzt zusammenstehen! gemeinsam sind wir stark!" Die Hamburger Grünen-Chefin Katharina Fegebank schrieb: "Was ist bloß mit der Welt los? Brandanschlag auf @mopo. Kann es nicht glauben. Bleibt stark!"

Kabarettist Rogler will sich nicht den Mund verbieten lassen

Richard Rogler will auch nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" weitermachen wie bisher.

Er werde sich nicht anders verhalten als bisher, obwohl er in der Vergangenheit schon öfter von verschiedene Seiten bedroht und beschimpft worden sei, sagte der 65-Jährige in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Man muss sich politisch hart und klar äußern, damit es im Publikum auch mal Widerspruch gibt." Auch der Islam sei für ihn dabei kein Tabu-Thema. "Im Moment frage ich mich allerdings oft, ob ich Extremisten damit nicht ein Forum liefere", sagte Rogler.

Arne Quinze: "Es ist, als ob ich ein Kind verliere"

Seine Installation "The Passenger" in der Kulturhauptstadt Mons in Belgien wird abgebaut.

Das etwa 400.000 teure Freiluft-Kunstwerk war eine der Hauptattraktionen und sollte eigentlich fünf Jahre stehen bleiben. Nachdem die Konstruktion aus tausenden Holzbrettern an Heiligabend eingestürzt war, war sie zunächst wieder aufgebaut worden. Doch nun hat sich die Stadt aus Sicherheitsgründen doch für den vollständigen Abbau entschieden. Arne Quinze zeigte sich schockiert: "Mir fehlen fast die Worte, es ist, als ob ich ein Kind verliere", sagte er der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Er wolle das zusammengesunkene Werk nicht sehen. "Das tut mir zu weh."

Den Abbau hält auch er für unvermeidlich, eine Reparatur hätte zu lange gedauert. Quinze führte die Probleme auf einen nachgebenden Stützpfeiler zurück, der eine Kettenreaktion ausgelöst habe. Die Struktur selbst sei solide gewesen. "Leute, die Dinge machen, riskieren Unfälle", sagte der Künstler. Der Kurator der Kulturhauptstadt, Yves Vasseur, war um Schadensbegrenzung bemüht: "Mons 2015, das sind 300 Projekte. Für einen Erfolg bleiben noch 299 übrig."

Berlinale-Direktor Kosslick hat keinen Computer

Die völlige Vernetzung hetze die Menschen in zum Teil sinnlose Kommunikation, sagte Dieter Kosslick der Deutschen Presseagentur.

"Ich habe keinen Computer - auch Zuhause nicht, also kann ich auch nicht gehackt werden, aber natürlich haben meine Mitarbeiter Computer", erzählte der Festivalchef. "Durch den Verzicht auf den Computer habe ich mich erheblich entschleunigt", so Kosslick. "Ich spare übrigens extrem viel Zeit und kann mich konzentrieren und guter Dinge sein", meinte er. Zur 65. Berlinale werden vom 5. bis 15. Februar Stars wie Cate Blanchett, Natalie Portman, Charlotte Rampling, Christian Bale und Juliette Binoche erwartet. Rund 400 Filme aus aller Welt zeigt das Festival.

Deutscher Kabarett-Preis ehrt "Kanzlersouffleuse" Solga

Der Hauptpreis wurde Simone Solga am Samstag Abend verliehen.

Die 51-jährige Kabarettistin nimmt gerne als "Kanzlersouffleuse" den Berliner Politikbetrieb aufs Korn. "Politisches Kabarett, wie man es sich wünscht: erfindungsreich, frisch, kompromisslos und bissig", urteilte die Jury des Nürnberger Burgtheaters.

Der Förderpreis ging an den Slam-Poeten Till Reiners. "Seine hellwachen, originellen Gedanken verpackt er in intelligente und dabei immer unterhaltsame Geschichten. Hinter seiner entlarvenden Offenheit und der Bereitschaft, explizit Stellung zu beziehen, steckt ein kluger Kopf", erläuterte die Jury. Der Sonderpreis - wie die beiden anderen von der Stadt Nürnberg gestiftet - ging an das Duo "Zärtlichkeiten mit Freunden".

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