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Kulturnachrichten

Samstag, 3. Januar 2015

Soziologe Ulrich Beck gestorben

Er prägte den Begriff der Risikogesellschaft.

Wie heute bekannt wurde, starb Ulrich Beck am 1. Januar im Alter von 70 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Er galt als einer der meistzitierten und bekanntesten Soziologen Deutschlands. In seinem Bestseller "Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne" aus dem Jahr 1986 thematisierte er Bedrohungen der modernen Gesellschaft, auf die der Staat bisher keine Antwort hat. Beck wuchs in Hannover auf. Nach Professuren in Münster und Bamberg, folgte er 1992 einem Ruf an die Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Forschungsinteresse galt dem Grundlagenwandel moderner Gesellschaften und der Frage, welche Konsequenzen sich daraus für Wirtschaft, Politik und Kultur ergeben. Zahlreiche Universitäten im Ausland verliehen ihm die Ehrendoktorwürde.

Monika Grütters: Humboldtforum soll bald Intendanten bekommen

"Wir brauchen jemanden, der schon deutlich vor der Eröffnung im Jahr 2019 mit seinen Ideen ein sichtbares Zeichen setzt", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters der Deutschen Presse-Agentur.

Ob der jetzige Direktor des British Museums in London, Neil MacGregor, für den Posten infrage käme, ließ Grütters offen. Über ihn war in den vergangenen Wochen immer wieder als Kandidat spekuliert worden. "Er ist ein genialer Ausstellungsmacher", sagte Grütters dazu lediglich. "Es wäre gut, wenn wir früher oder später mit einer überzeugenden Personalentscheidung aufwarten würden, aber es braucht dafür eine ruhige Hand." Ein Intendant könnte stärker als bisher mit der Ursprungsidee des Humboldtforums im Geiste des "Kosmos", dem Hauptwerk des Forschers Alexander von Humboldt (1769-1859), in der Öffentlichkeit werben. Sie könne sich vorstellen, dass sich eine Intendanz vor dem Richtfest des wiederaufgebauten Berliner Schlosses im Sommer 2015 abzeichnet, so die Ministerin. Für eine Intendanz seien bereits erste Gelder festgeschrieben.

Erster Kirchenneubau in der Türkei seit mehr als 90 Jahren genehmigt

Es ist die erste Baugenehmigung für eine Kirche seit der Gründung der Türkischen Republik im Jahr 1923.

Das Gotteshaus der christlichen syrischen Minderheit solle im Istanbuler Stadtteil Yesilköy am Marmarameer auf städtischen Boden entstehen. Bislang seien in der modernen Türkei nur Kirchen saniert oder wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, hieß es aus Regierungskreisen in Ankara. Ein Neubau sei aber nie genehmigt worden. Mit dem Bau der neuen Kirche soll demnach in den kommenden Monaten begonnen werden. Der christlichen syrischen Minderheit in der Türkei gehören etwa 20.000 Menschen an. Es handelt sich um orthodoxe und katholische Christen, die vor allem im Südosten des Landes leben.

Anne-Sophie Mutter fordert neues Münchner Konzerthaus

Sowohl die Philharmonie am Gasteig als auch der Herkulessaal seien nicht mehr zeitgemäß und wettbewerbsfähig, so die Star-Geigerin.

"Es ist jetzt wirklich die Zeit gekommen, etwas Neues zu bauen, damit wir nicht international den Anschluss verpassen", sagte die 51-Jährige der Süddeutschen Zeitung. "Viele international renommierte Orchester kommen nicht mehr nach München, weil ihnen diese Räume fehlen." Seit mehr als zehn Jahren wird über den Bau eines neuen Konzertsaals für die BR-Symphoniker und die Münchner Philharmoniker diskutiert. Ministerpräsident Horst Seehofer hatte einen Neubau versprochen, zuletzt aber auch eine Kooperation zwischen Stadt und Freistaat bei der Sanierung der Philharmonie im Gasteig-Kulturzentrum und eine Erweiterung des Herkulessaals der Residenz nicht ausgeschlossen.

Shermin Langhoff setzt auf politisches Theater und Zivilcourage

In der Migrationsdebatte schreibt die Berliner Intendantin Shermin Langhoff den Theatern eine politische Rolle zu.

"30 000 Menschen sterben vor den Grenzen der Europäischen Union. Die Zivilgesellschaft muss einschreiten gegen die Europa einmauernden Eliten", sagte die 1969 in der Türkei geborene Leiterin des Maxim Gorki Theaters in einem Interview der "Berliner Zeitung". Benötigt werde politisches Theater und Zivilcourage, auch von den Intendanzen. "Wir hatten einmal ein Asylrecht, weil Deutschland wusste, dass es Zeiten gibt, in denen Menschen darauf angewiesen sind, irgendwohin fliehen zu können", so Langhoff. "Heute werden an Europas Grenzen Kriege geführt. Es gibt Menschen, die vor ihnen fliehen. Wir stellen uns hin und knallen ihnen die Tür vor der Nase zu, schicken sie zurück in den Tod."

Thomas Krüger: Politische Bildung darf nicht mit Propaganda verwechselt werden

Thomas Krüger, Präsident der BpB, wies im Deutschlandradio Kultur auf die Grenzen der politischen Bildung im Zusammenhang mit den Pegida-Demonstrationen hin.

"Politische Bildung darf nicht verwechselt werden mit Agitation oder Propaganda", erklärte Krüger. Bildung sei ein offener Lernprozess und da habe jeder Klient die Möglichkeit zu sagen, er interessiere sich nicht für diese Angebote. "Man muss aufpassen, politische Bildung für all das verantwortlich zu machen, was Politik und Gesellschaft insgesamt versäumen." Außerdem kritisierte Krüger unter anderem den Abbau des Politikunterrichtes in den Schulen aufgrund des Verzichtes der 13.Schuljahres. "Gerade junge Leute mit Migrationshintergrund könnten sehr gut politische Bildung gebrauchen".

US-Countrylegende Little Jimmy Dickens gestorben

Er starb nach einem Schlaganfall im Alter von 94 Jahren in einer Klinik nahe Nashville, sagte Jessie Smith, Sprecher der Radioshow Grand Ole Opry.

In der Kultsendung war der nur 1,50 Meter große Dickens seit 1948 aufgetreten. Damit war er das älteste aktive Ensemblemitglied des Grand Ole Opry. Sein letzter Auftritt in der Radioshow war am 20. Dezember im Rahmen seiner Geburtstagsfeier. Zu Dickens bekanntesten Songs zählte "May The Bird of Paradise Fly Up Your Nose." 1983 wurde er in die Hall of Fame der Countrymusik aufgenommen.

Madrids Hauptmuseen freuen sich über mehr Besucher

Zwei der wichtigsten Museen Madrids, das Museo Nacional del Prado und das Thyssen-Bornemisza, freuen sich nach einem schwachen 2013 über steigende Besucherzahlen.

Die Zahl der Gäste des Prado stieg im vergangenen Jahr nach Medienberichten um 7,6 Prozent auf 2,54 Millionen. Das Thyssen-Bornemisza verbuchte einen Anstieg von 5,7 Prozent auf rund 999 000 Besucher. Das 1819 eröffnete Museo del Prado und das Thyssen bilden zusammen mit dem Museum Reina Sofía die Eckpunkte des "Triángulo de Oro" des sogenannten Goldenen Kunstdreiecks in der spanischen Hauptstadt.

USA verschärfen Nordkorea-Sanktionen wegen Hackerangriff auf Sony

US-Präsident Barack Obama hat mit einer Verschärfung der amerikanischen Nordkorea-Sanktionen auf die Cyberattacke gegen das Sony-Filmstudio reagiert.

Betroffen sind unter anderem zehn nordkoreanische Regierungsvertreter, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Die USA haben bereits eine ganze Reihe von Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, etwa wegen des Atomprogramms des international abgeschotteten Landes. Bei der Cyberattacke auf Sony Pictures Entertainment wurden im November massenhaft Firmendaten entwendet und im Internet veröffentlicht. Es ist der bislang schwerste Hackerangriff auf eine Firma in den USA. Die Regierung in Washington wirft Nordkorea vor, die Attacke aus Rache wegen des Sony-Films "The Interview" verübt zu haben.

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