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Kulturnachrichten

Sonntag, 5. Januar 2014

Dessauer Meisterhaussiedlung wieder vollständig

Das Dessauer Meisterhausensemble ist wieder komplett.

Im Zweiten Weltkrieg waren Teile der Siedlung zerstört worden. Jetzt besteht das Unesco-Welterbe wieder aus dem einstigen Haus des Bauhausgründers Walter Gropius und drei Doppelhäusern, in denen Bauhauslehrer gewohnt hatten. Die leuchtend weiße Siedlung in der Nähe des Bauhauses stach in den 20er Jahren mit viel Glas und dem Zusammenspiel von Möbeln, Farbe und Licht aus dem bis dahin üblichen baustil hervor. Die Einweihung des restaurierten Meisterhausensembles ist für Mitte Mai vorgesehen.

Iranische Behörden wollen Smartphone-Apps verbieten

Das Internet sorgt im Iran immer wieder für Uneinigkeit.

Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sind aus Angst vor Spionage gesperrt - eine Mitgliedschaft hält das islamische Establishment für eine Sünde. Jetzt will der Leiter der Behörde für Internetkriminalität noch etwas verbieten: Viber und Tango sind im Iran sehr beliebte Kommunikationsprogramme für das Smartphone. Doch die Behörde sieht darin für das Land eine große Gefahr, weil durch die Informationen im Ausland landen könnten. Die Regierung von Präsident Hassan Rohani geht mit dem Thema Internet lockerer um. Jeden Tag nutzen mehr als 20 Millionen Iraner die verbotenen Netzwerke über einen Datentunnel.

Komikerin Kebekus: Joseph Ratzinger als Papst war ein Geschenk

Für Carolin Kebekus war Joseph Ratzinger als Papst ein Geschenk.

Seine Ablösung durch den Argentinier Jorge Mario Bergoglio war für die Komikerin dagegen "blöd". Dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte sie, über Papst Franziskus lasse sich nur schwer spotten. In dem "Spiegel"-Gespräch wirft Kebekus den privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Angst vor kritischer Satire vor. Eines ihrer Videos war nicht bei Einsfestival gesendet worden, weil Kebekus darin unter anderem als Nonne verkleidet an einem Kreuz leckt. Das folgende Rechtsverfahren wurde aber von der Kölner Staatsanwaltschaft mit Verweis auf die grundgesetzlich garantierte Kunstfreiheit eingestellt.

Libanon: Proteste gegen Brandstiftung in Saeh-Bibliothek

In der nordlibanesischen Stadt Tripoli haben sich mehrere hundert Menschen mit dem Besitzer der Saeh-Bibliothek solidarisiert.

Sie protestierten auf den Straßen der Stadt gegen das Niederbrennen der christlichen Bibliothek am Freitagabend. Dabei waren nach Angaben von Sicherheitskräften zwei Drittel der etwa 80.000 Bücher und Manuskripte vernichtet worden, darunter alte Koranausgaben, seltene wissenschaftliche Abhandlungen sowie Dokumente über die Geschichte von Tripoli und das Judentum. Laut Sicherheitskreisen hatten einige Jugendliche die Saeh-Bibliothek angezündet - aus Ärger über ein Manuskript, das nach ihrer Auffassung den Islam und den Propheten Mohammed beleidigt. Der griechisch-orthodoxe Priester, dem die Bibliothek gehört, sagte im libanesischen Fernsehen, er verzeihe den Brandstiftern.

Robert Redford lernt gerne dazu

Die Dreharbeiten zu "All Is Lost" haben Robert Redford gezeigt, wozu er in seinem Alter noch in der Lage ist.

Das sagte der 77-jährige Schauspieler der "Welt am Sonntag". Regisseur J.C. Chandor habe die Umgebung so real geschaffen, dass Redford sich tatsächlich ziemlich verloren fühlte und exakt nachvollziehen konnte, was seine Figur fühlte. Redford sagte, er arbeite grundsätzlich gerne mit jungen Kollegen zusammen: Ihre neuen, ganz anderen Ideen, inspirierten ihn. Außerdem könne es nie schaden, sich selbst zu hinterfragen.

Sizilien: Museen bleiben bis auf weiteres sonntags geschlossen

Auf Sizilien müssen die Behörden in Sachen Kultur sparen.

Deshalb bleiben einige Museen und archäologische Stätten im Süden der Insel ab sofort an Sonntagen geschlossen - mindestens bis Ende März. Das berichten örtliche Zeitungen. Grund für die Einsparungen sind demnach finanzielle Engpässe. Es sei nicht genügend Geld vorhanden, um die Feiertagszuschläge der Angestellten zu bezahlen. Die Region Sizilien gibt aktuell jedes Jahr 67 Millionen Euro für die Gehälter der Angestellten der Kulturerbestätten aus. Manchmal übersteigen diese Kosten die Einnahmen aus dem Ticketverkauf.

Caroline Link über ihr Leben als Kind des Jahres 1964

Caroline Link ist froh, im Babyboom-Jahr 1964 geboren zu sein.

Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte die Regisseurin, sie habe als Kind und Jugendliche immer ein Gefühl der Geborgenheit gehabt - vielleicht auch, weil alles immer ziemlich voll war: die Schulklasse, das Sommerzeltlager, der Konfirmandenunterricht. Im Vergleich zu heute hat Link diese Zeit trotz der globalen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Anfang der 70er Jahre als laut und bunt in Erinnerung. Die junge Generation wirke auf sie viel verunsicherter, obwohl sie so wenige seien.

Falsche Abzweigungen sind nichts für Leonardo DiCaprio

"Hollywood war ein Spaziergang für mich."

Das meint der Schauspieler Leonardo DiCaprio. Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte er, er habe alle falschen Abzweigungen schon mit sieben Jahren an seienr Straßenecke gesehen: Kriminalität, Drogendeals, Prostitution. Und er habe früh entschieden, dass das nichts für ihn sei. Von den Dreharbeiten zu seinem neuesten Film, Martin Scorseses "The Wolf of Wall Street" war DiCaprio sogar teilweise angewidert. Darin spielt er den Aktienbetrüger Jordan Belfort, der seine Zeit unter anderem mit Sexorgien verbringt.

Filmproduzent Saul Zaentz ist tot

Er produzierte insgesamt nur zehn Filme - von denen drei mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet wurden.

Am Freitag ist Saul Zaentz im Alter von 92 Jahren in seiner Wohnung in San Francisco gestorben. Das teilte sein Neffe mit. Zaentz hatte sich auf komplizierte Literaturverfilmungen spezialisiert, die viele andere scheuten. Die Oscars erhielten seine Werke "Einer flog über das Kuckucksnest", "Amadeus" und "Der englische Patient". In einer ersten Karriere als Musikproduzent konnte Zaentz unter anderem die Rockgruppe Creedence Clearwater Revival für sein Plattenlabel gewinnen.

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Kompressor

70 Jahre FSK Was Kinder sehen dürfen
Ein Filmausschnitt aus "Gier nach Liebe" (1955), mit dem "zu" tiefen Dekolletee von Brigit Bardot und der dazugehörigen Zurückweisung der FSK (Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Aufgenommen am 10.09.2011 im Deutschen Filmhaus in Wiesbaden. Das Deutsche Filmhaus in Wiesbaden zeigte vom 20. September bis zum 31. Oktober 2011 unter dem Motto "Die erotischen 50er" Filmplakate, Ausschnitte und Werbematerial von "Skandalfilmen" aus den 50er Jahren. Viele der Filme lösten zum Teil politische Debatten über Erotik und Moral aus.  (dpa / Fredrik von Erichsen)

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, die Altersempfehlungen für Filme vergibt, feiert Geburtstag. Als erstes prüfte die FSK vor genau 70 Jahren den Film "Intimitäten". Wie der Prüfalltag heute aussieht, berichtet die Gutachterin Annette Lohse.Mehr

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