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Kulturnachrichten

Freitag, 31. Januar 2014

Bildungsministerin Wanka kündigt "nationalen Zukunftspakt" für Hochschulen an

In einem reichen Land wie Deutschland muss es für jeden Lebenschancen durch Bildung geben.

Das hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka im Bundestag erklärt, wo sie ihr Programm für die kommenden Jahre vorstellte. Die Bildungsgerechtigkeit soll dabei nach den Worten der CDU-Politikerin ein wichtiger Schwerpunkt sein. Zudem kündigte Wanka einen "nationalen Zukunftspakt" für die Hochschulen an. Ein solches Programm müsse aber in Verhandlungen mit den Ländern entwickelt und beschlossen werden. Stärken will Wanka die Position der Forschung an den Hochschulen gegenüber der außeruniversitären Forschung.

Die Linken-Politikerin Nicole Gohlke kritisierte, die Länder erhielten zu wenig Geld für Schulen und Hochschulen - und das komme einer unterlassenen Hilfeleistung gleich. Gohlke forderte außerdem, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern aufzuheben.

Debatte über "Heilungsseminare" für Homosexuelle im Magdeburger Landtag

Im Landtag von Sachsen-Anhalt ging es heute um einen Verein, der Homosexualität als Krankheit ansieht und "Heilungsseminare" anbietet.

CDU-Fraktionschef André Schröder distanzierte sich von diesen Thesen. Er hatte zunächst zugesagt, den Verein als Kuratoriumsmitglied zu unterstützen - seine Zustimmung nach massiver Kritik aber zurückgezogen. Die Linksfraktion warf der Union vor, aus Kalkül zu handeln, um konservative Wählerkreise nicht zu verprellen. Grünen-Fraktionschefin Claudia Dalbert erklärte, die Debatte, ob Homosexualität eine Krankheit sei, habe man im vergangenen Jahrhundert geführt und beendet.

Bundesregierung schafft umstrittene Extremismusklausel ab

Die umstrittene Extremismusklausel wird abgeschafft.

Darauf haben sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU) geeinigt. Wie beide Ministerien bekanntgaben, müssen Vereine, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren und mit Fördergeldern unterstützt werden, künftig kein schriftliches Bekenntnis zur Verfassung mehr unterschreiben. Stattdessen soll in einem Begleitschreiben darauf aufmerksam gemacht werden, dass keine Steuergelder an extremistische Organisationen oder Personen gehen dürfen.

Die Extremismusklausel hatte die damalige Familienministerin Kristina Schröder (CDU) 2011 eingeführt. Viele Organisationen hatten die Regelung als Ausdruck eines Generalverdachts verstanden.

Letztes Fassadenelement eingesetzt - Elbphilharmonie ist zumindest von außen fertig

Die Elbphilharmonie ist fertig - zumindest von außen.

Arbeiter haben das letzte von rund 1.100 Fassadenelementen an dem Hamburger Konzerthaus eingesetzt. Mittlerweile gehen die Bauarbeiten auf der Großbaustelle sogar schneller vonstatten als nach den letzten Planungen vorgesehen. Jan-Christoph Lindert, Projektleiter des Architekturbüros Herzog & De Meuron, zeigte sich fast schon euophorisch: Die Motivation sei kurz vor dem Siedepunkt und man arbeite mit Spaß zusammen, sagte er. Ursprünglich sollte der Bau 2010 fertig sein. Jetzt ist die Eröffnung der Elbphilharmonie für 2017 geplant.

Ungarischer Regisseur Miklos Jancso gestorben

Der ungarische Regisseur Miklos Jancso ist tot.

Wie die Nachrichtenagentur MTI berichtet, starb er heute im Alter von 92 Jahren. Jancso war einer der bekanntesten Vertreter der ungarischen "Nouvelle Vague" der 60er-Jahre. Seine frühen Filme waren geprägt von langen Einstellungen, langsamen Kamerabewegungen und streng durchkomponierten, melancholischen Bildern und Szenen. Häufig zeigte Jancso die ungarische Puszta. Seine bekanntesten Filme sind "Die Hoffnungslosen", "Sterne an den Mützen", "Stille und Schrei" sowie "Roter Psalm", für den er 1972 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für die beste Regie erhielt.

Stiftung sucht Erben der Besitzer einer über 300 Jahre alten Geige

Wem gehört diese Geige?

Eine Nürnberger Stiftung sucht seit Jahren nach den Nachfahren der Besitzer einer Violine von Giuseppe Guarneri. Jetzt wendet sich die Stiftung an die Öffentlichkeit. Man wolle die Besitzer-Historie lückenlos aufklären, bevor man eine teure Restaurierung des Instruments in Auftrag gebe, sagte Vorstandsmitglied Martin Ullrich, Rektor der Nürnberger Musikhochschule. Die 1706 gebaute Violine soll zuletzt dem jüdischen Musikalienhändler Felix Hildesheimer gehört haben. Er nahm sich 1939 das Leben; seine Ehefrau und seine Töchter flohen vor den Nazis in die USA. Die Suche nach der Familie oder den Nachfahren war jedoch bislang erfolglos.

Fall Gurlitt: Presse hat Anrecht auf vollständige Liste der beschlagnahmten Bilder

Pressefreiheit schlägt Steuergeheimnis.

Nach diesem Grundsatz hat das Augsburger Verwaltungsgericht angeordnet, dass die Staatsanwaltschaft der Presse eine Liste aller Bilder aus der Wohnung von Cornelius Gurlitt überlassen muss. Geklagt hatte der Reporter einer Münchner Tageszeitung. Von den mehr als 1.000 beschlagnahmten Kunstwerken ist bislang erst ein Teil bekannt. Der Kläger hat nach Ansicht der Richter außerdem Anspruch darauf zu erfahren, bei welchen Bildern potenzielle Eigentümer ermittelt und kontaktiert wurden. Den Antrag, auch deren Namen bekanntzugeben, lehnte das Gericht ab. Die einstweilige Anordnung ist noch nicht rechtskräftig; die Augsburger Staatsanwaltschaft legte umgehend Beschwerde ein. Jetzt muss der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entscheiden.

Pläne für Bonner Festspielhaus: Stadtrat erwägt kleinere und günstigere Lösung

Statt eines teuren Neubaus könnte auch ein günstigerer Anbau ausreichen.

Die Stadt Bonn fasst für das geplante Beethoven-Festspielhaus jetzt offenbar eine kleinere und günstigere Lösung ins Auge. Statt eines neuen Konzertsaals soll geprüft werden, ob die denkmalgeschützte Beethoven-Halle erweitert werden kann. Der Vorstoß von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) fand laut Agenturberichten breite Zustimmung im Stadtrat. Auch die Deutsche Post, einer der Hauptsponsoren, begrüßte den Vorschlag. - Die Finanzierbarkeit eines Neubaus galt zuletzt als fraglich. Zudem wurden Zweifel laut, ob der neue Konzertsaal rechtzeitig bis zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens fertiggestellt werden könnte.

"Lindenstraße" läuft weiter - ARD verlängert Vertrag bis 2016

Für Fans der "Lindenstraße" ist der frühe Sonntagabend gerettet.

Die Serie soll mindestens bis Ende 2016 im ARD-Fernsehen zu sehen sein. Dafür haben sich laut dem WDR die Programmdirektoren des Senderverbunds ausgesprochen. Der aktuelle Vertrag mit dem Produzenten läuft Ende dieses Jahres ab. Der Verlängerung müssen jetzt noch die ARD-Gremien zustimmen. 2015 würde die Lindenstraße 30-jähriges Jubiläum feiern. Die Serie zeigt das alltägliche Leben in einer fiktiven Münchner Straße - wird aber in Köln produziert.

Miley Cyrus erklärt, warum sie auf Fotos so oft die Zunge rausstreckt

"Ich strecke meine Zunge heraus, weil ich nicht wirklich weiß, was ich sonst tun soll."

So begründet die amerikanische Sängerin Miley Cyrus ihren Hang, auf Fotos ständig Dinge oder Menschen anzulecken. In der Show von Talkmaster Jay Leno sagte die 21-Jährige, es sei einfach ein nervöser Reflex, eine Reaktion auf das Geschrei der Fotografen am Roten Teppich. Fotos zeigen die Sängerin, die wahlweise Preise, andere Promis oder schwere Metallgegenstände abschleckt - oder die Zunge einfach so herausstreckt.

Film Nymphomaniac Vol. II darf doch in Rumänien gezeigt werden

Es hat geholfen, den Film ein zweites Mal zu prüfen.

Die rumänische Filmbehörde CNC will jetzt doch den Streifen "Nymphomaniac Vol. II" für öffentliche Vorführungen zulassen. Wie die rumänische Tageszeitung "Adevarul" berichtet, wird die Produktion des dänischen Regisseurs Lars von Trier für Erwachsene freigegeben. Die Behörde hatte den Film über eine Sexsüchtige am Dienstag als einziges Land in Europa verboten. Dagegen hatte die rumänische Verleihfirma "Independenta Film" geklagt - mit Erfolg. Die Kommission sah ihn sich ein zweites Mal an und erlaubte ihn in den Kinos. Der Streifen soll nächsten Freitag anlaufen.

Den ersten Teil Films hatten die rumänischen Behörden noch genehmigt. Das Verbot des zweiten Teils löste in dieser Woche eine Welle der Entrüstung in Rumänien aus.

Käßmann: Frauen gehören ins kirchliche Amt

Ich glaube, Frauen gehören ins kirchliche Amt.

Das sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, in Erfurt. Dort diskutierte sie auf dem 12. Petersberger Disput mit ihrem katholischen Kontrahenten, dem Erfurter Domkapitular, Gregor Arndt. Käßmann erklärte, die Frauenordination sei eine Konsequenz aus der reformatorischen Tauftheologie. Trotzdem hätten sich Frauen im Amt nur langsam etablieren können. Oft seien sie durch nicht-theologische Fragen gehindert worden.

Der Erfurter Domkapitular Arndt wies darauf hin, dass die Gesellschaft insgesamt noch keine Balance zwischen Männern und Frauen gefunden habe.

Militärbischof fordert Zurückhaltung bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr

Der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann hat Zurückhaltung bei Auslandseinsätzen angemahnt.

Er sagte dem Evangelischen Pressedienst, bei jedem Einsatz müsse sorgfältig geprüft werden, welchen konkreten Auftrag die Bundeswehr dort übernehmen solle und wie ihre Mission wieder beendet werden könne. Das sei in Afghanistan nur teilweise gelungen und müsse für weitere Missionen anders gehandhabt werden. Dutzmann reist in den kommenden Tagen nach Mali zu den deutschen Truppen. Dem Institut Infratest zufolge sind gut 60 Prozent der Deutschen gegen eine Ausweitung der Bundeswehreinsätze im Ausland, 30 Prozent befürworten sie.

Hochhaus voller studentischer Graffitis wird in Frankfurt gesprengt

Es wird als größtes inoffizielles Graffiti-Archiv in Deutschland bezeichnet: das Hochhaus der Universität in Frankfurt am Main.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wurde der sogenannte AfE-Turm von Studentengenerationen bemalt, verziert und beschmiert. Alle Wände, alle Gänge, alle Toiletten in dem Hochhaus seien mit Sprüchen, Parolen und Kritzeleien übersäht. Einige belanglos, andere politisch - zum Beispiel mit Solidaritätsbekundungen für die RAF. Wie der Sozialpsychologe Robert Haubl erklärte, ist der Turm über die Jahre zu einem Symbol für kritisches Denken geworden. Doch am Wochenende soll er gesprengt werden. Viele Menschen befürchten laut Haubl, dass Frankfurt damit ein Mahnmal für andere Sichtweisen jenseits von Banken und Versicherungen verlieren werde.

FAZ: Französische Juden wandern nach Israel aus

Viele Juden fühlen sich in Frankreich einem wachsenden Antisemitismus ausgesetzt.

Das schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Immer mehr jüdischstämmige Franzosen wanderten deshalb nach Israel aus. Der F.A.Z. zufolge sorgen sich französische Juden vor einem stärker werdenden Einfluss einer islamisch geprägten Lobby und fühlen sich im Alltag oft diskriminiert. Laut Bericht entschieden sich noch nie so viele französiche Juden nach Israel zu gehen wie jetzt. Im vergangenen Jahr seien es 3.200 gewesen, was einen Anstieg von 60 Prozent bedeute.

Ein Wissenschaftler der israelischen Bar-Ilan-Universität befragte laut der Zeitung französische Juden zwischen 18 und 40 Jahren. Vierzig Prozent möchten später gerne in einem anderen Land leben. Und dreißig Prozent berichteten von antisemitischen Diskriminierungen und gaben an, sich in Frankreich nicht mehr willkommen zu fühlen.

Unicef fordert mehr Datensammlungen für bessere Kinderhilfe

Es kann nur einen Fortschritt geben, wenn wir wissen, wo Mädchen und Jungen nicht zur Schule gehen, wo Krankheiten grassieren und wo es an grundlegender Hygiene fehlt.

Das sagte die Leiterin der Daten- und Analyseabteilung des Kinderhilfswerks Unicef, Tessa Wardlaw in New York. Dort ist der Jahresbericht zur Lage von Kindern in aller Welt vorgestellt worden. Unicef-Vertreter waren sich darüber einig, dass mehr Daten erhoben werden müssten, um die Lebensbedingungen von Kindern verbessern zu können. Allerdings habe es in den vergangenen Jahren auch Fortschritte gegeben. So sei die Kindersterblichkeitsrate deutlich gesunken.

Der Jahresbericht zur Lage von Kindern wird seit den 80er Jahren jährlich vorgelegt. Er basiert nach Angaben der Organisation auf mehr als 650.000 Interviews in 50 Ländern.

Debatte um Meinungsfreiheit für Olympia-Sportler geht weiter

Wann und wo dürfen Sportler ihre Meinung zu politischen Themen äußern?

Kurz vor Beginn der olympischen Winterspiele im russischen Sotschi wird das weiter diskutiert. IOC-Präsident Thomas Bach hatte kürzlich betont, natürlich dürften sich die Athleten bei Pressekonferenzen äußern. Nur bei den Wettbewerben und Medaillenvergaben müssten sie sich zurückhalten. Der Chef des russischen Olympischen Komitees, Dimitri Tschernyschenko, sieht das anders: Die Olympia-Teilnehmer sollten bei Bedarf doch bitte die eigens eingerichtete Protestzone aufsuchen, die 18 Kilometer von Sotschi entfernt liegt. Gestern Abend hieß es dann, auch bei Pressekonferenzen bestehe Redefreiheit - sie sollten aber nicht für Proteste genutzt werden.

Bei so viel Klarstellungsbedarf ist wohl eher mit Politik-freien Statements der Sportler zu rechnen.

Statistik: Russland und Türkei zählen meiste Menschenrechtsverletzungen

In Russland und in der Türkei hat es im vergangenen Jahr die meisten Menschenrechtsverletzungen gegeben.

Zu diesem Ergebnis kommt der Europäische Menschengerichtshof in Straßburg. In einer aktuellen Statistik wurden in Russland 119 Verstöße gezählt, in der Türkei 118. Nach Angaben der Richter ist das Grundrecht auf Leben und Sicherheit am häufigsten missachtet worden. Andere Vergehen betrafen das Recht auf einen fairen Gerichtsprozess, zu lange Verfahrendsdauern und Mängel bei den Ermittlungen.

Dem Euroäischen Menschengerichtshof verurteilte Deutschland wegen drei Menschenrechtsverstößen.

Blutsreliquie gestohlen: Jugendliche warfen sie ins Gebüsch

Sie waren betrunken und haben den Wert des Stoffes nicht einschätzen können.

Drei Jugendliche haben die Blutsreliquie von Papst Johannes Paul II. in Italien gestohlen und das Tuch mit den Blutstropfen in ein Gebüsch geworfen. Das meldete die italienische Polizei in der Stadt L'Aquila. Dort haben Polizisten das Reliquienbehältnis in einem Drogenzentrum gefunden - allerdings ohne Inhalt. Die Verdächtigen sagten, sie hätten mit dem Tuch nichts anfangen können und es deshalb entsorgt. Wo genau, daran könnten sie sich aber nicht erinnern. Die Reliquie war ein Geschenk an ein kleines Dorf in den italienischen Abruzzen. Der Papst hatte sich in den 90er Jahren in den Ort zurückgezogen, um sich von einer Erkrankung zu erholen. Seitdem fühlte er sich mit dem Ort eng verbunden.

"Victoria and Albert Museum:" klärt demnächst Online über Schicksal "entarteter Kunst" auf

Was ist aus den Werken geworden, die von den Nationalsozialisten als sogenannte "entartete Kunst" konfisziert wurden?

Die ein oder andere Antwort dazu kann man demnächst auf der Homepage des Londoner "Victoria and Albert Museum" finden. Das Haus will Ende des Monats im Internet zwei Bände veröffentlichen, die protokollieren, was mit konfiszierten Stücken passiert ist.

Die Daten beruhen auf einer Bestandsaufnahme aus den frühen 40er Jahren. Diese Datensammlung wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Forschern weltweit genutzt. So ist dort zum Beispiel aufgeführt, ob die Werke verkauft oder zerstört wurden und wem sie ursprünglich gehört haben.

Weiterführende Informationen:
http://www.vam.ac.uk/b/blog/network/history-page-va-publish-german-1941-1942-list-degenerate-art-online

US-Regierung protestiert gegen Ausweisung von "NYT"-Journalist aus China

Die USA sind "sehr enttäuscht".

Mit diesen Worten hat ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington die Ausweisung eines weiteren "New York Times"-Journalisten aus China kritisiert. Der Korrespondent Austin Ramzy hatte das Land gestern verlassen müssen, nachdem sein Visum nicht verlängert worden war. Der Regierungssprecher forderte die chinesischen Behörden auf, Restriktionen gegen Journalisten einzustellen. Außerdem müsse das Land den Zugang zu US-Medienwebseiten wieder erlauben, die seit einigen Tagen blockiert sind.

Malala Yousafzai erneut für Nobelpreis nominiert

"Malala verdient den Friedensnobelpreis für ihr furchtloses Engagement für das Recht der Mädchen auf Bildung."

Mit dieser Begründung ist die 16-jährige Malala Yousafzai erneut für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB meldete, kommt der Vorschlag von zwei norwegischen Abgeordneten der Arbeiterpartei. Das Mädchen aus Pakistan wurde 2012 in einem Schulbus von Taliban beinahe getötet. Sie galt bereits im letzten Jahr als Favoritin für den Preis. Am Ende ging die Auszeichnung an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen OPCW.

Am Montag war auch der US-Informant Edward Snowden von zwei norwegischen Abgeordneten der Sozialistischen Linkspartei nominiert worden. Der Friedensnobelpreis wird jedes Jahr am 10. Dezember in der norwegischen Hauptstadt Oslo verliehen.

Syrisch-katholischer Patriarch: Westen trägt Mitschuld an arabischer Misere

Die Nahostpolitik des Westens spiele eine verhängnisvolle Rolle in der Entwicklung der arabischen Länder, sagte der syrisch-katholische Patriarch Yunan der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der Westen habe den politischen Islam toleriert und ihn damit gestärkt. Damit wolle er dem Islam keineswegs das Existenzrecht absprechen. Er stelle aber keine politische Lösung dar. Vielmehr habe er dazu geführt, dass Christen in mehrheitlich muslischen Ländern nicht mehr in Sicherheit leben könnten.

Spanische Zeitung "El Mundo" löst Chefredakteur nach 24 Jahren ab

Nach 24 Jahren an der Spitze von "El Mundo" ist Schluss.

Die spanische Zeitung löst ihren Chefredakteur Pedro Ramírez ab. Wie der Verlag mitteilte, wird sein bisheriger Stellvertreter Casimiro García-Abadillo Nachfolger des 61-Jährigen. Ramírez war 1989 einer der Mitbegründer von "El Mundo". Unter seiner Führung stieg das rechtsliberale Blatt zur zweitgrößten Tageszeitung Spaniens hinter "El País" auf. Er verfolgte eine kritische Linie gegen Sozialisten, Gewerkschaften und die Regierung von Ministerpräsident Rajoy. Spanische Medien spekulieren, bei Ramírez Absetzung könnten politische Faktoren eine Rolle gespielt haben. Allerdings hat "El Mundo" auch wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Schriftstellerin Cristoff: Zu viel Selbstdarstellung in der Kunst

"Zuviel Marketing, zu viel Selbstdarstellung und zu wenig Substanz."

So lautet das Urteil der argentinischen Schriftstellerin María Sonia Cristoff, wenn sie über den modernen Kunstbetrieb spricht. Sie sagte der "Neuen Zürcher Zeitung", es gebe viele Blender, besonders im Bereich der visuellen Künste. Das sei auch ein Grund, warum Cristoff in Buenos Aires nur noch selten auf Vernissagen gehe. In ihrem Roman "Unter Einfluss" sei sie der Frage nachgegangen, was ein Künstler heute noch für eine Bedeutung habe. Die Schweizer Zeitung bezeichnet ihr Buch als eine Satire auf den Kunstbetrieb, mit autobiografischen Reminiszenzen. Denn auch Cristoffs Freunde und ihr Ehemann sind in der künstlerischen Szene aktiv.

Burda stellt Magazin "Cover" ein

Es sollte das Magazin für selbstbewusste weltoffene Frauen sein.

Nach anderthalb Jahren nimmt der Burda Verlag die Zeitschrift "Cover" mit der März-Ausgabe wieder vom Markt. Das berichtet der Mediendienst Kress. Als Grund nennt das Unternehmen die Umsatzentwicklung, die hinter den Erwartungen zurück geblieben sei.

Von der Einstellung sind laut Kress 13 Arbeitsplätze betroffen. Es werde geprüft, für die Mitarbeiter neue Beschäftigungen innerhalb des Unternehmens zu finden.

Cirque du Soleil gastiert mit "Kooza" in München

Fliegende Körper, Menschenpyramiden und Einrad-Duo: der kanadische Cirque de Soleil zieht mit seiner Show "Kooza" durch Europa.

Das Programm feiert heute in München Premiere. Der Artistic Director Michael Smith sagte in Paris, in der Schau kehre man wieder mehr zu den Wurzeln des traditionellen Zirkus zurück. Es werde mehr akrobatische Darbietungen und Clown-Nummern geben. "Kooza" wurde schon 2007 in Montréal uraufgeführt und tourte seitdem durch mehr als 30 Städte. Bisher haben rund vier Millionen Zuschauer die Show gesehen. Der Cirque du Soleil gastiert noch bis Ende Februar in München.

Kubas Bürgerrechtler enttäuscht von Staatengipfel

Kubas Bürgerrechtler sind enttäuscht.

Sie hätten sich gewünscht, dass auf dem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Länder mehr über Menschenrecht gesprochen worden wäre. Das sagte die Anführerin der Oppositionsgruppe "Damas de Blanco", Berta Soler, in Havanna. Die ausländischen Delegationen hätten aber ein Treffen mit der kubanischen Opposition abgelehnt. Lediglich Chiles scheidender Präsident Sebastián Pinera informierte sich bei Soler über die Lage politischer Häftlinge.

Bei dem zweitägigen Gipfeltreffen der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten waren 33 Länder vertreten.

Muslimbrüder in Ägypten wegen Facebook-Seiten festgenommen

Weil sie auf Facebook Aufrufe gestartet haben sollen, sind in Ägypten mehrere Mitglieder der Muslimbruderschaft festgenommen worden.

Das Innenministerium teilte mit, sie hätten in dem sozialen Medium zu Gewalt angestachelt. Die Übergangsregierung geht seit Monaten gegen die Muslimbruderschaft vor und hat sämtliche Anführer inzwischen festgenommen. Kritiker befürchten in diesem Zusammenhang, dass die Übergangsregierung die Meinungsfreiheit im Netz einschränken könnte, um unliebsame Stimmen zu unterdrücken.

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