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Kulturnachrichten

Samstag, 25. Januar 2014

Die Welt: Hunderte Briefe von SS-Chef Himmler aufgetaucht

In Israel sollen hunderte persönliche Briefe Heinrich Himmlers aufgetaucht sein.

Einem Bericht der Zeitung "Die Welt" zufolge befinden sie sich im Besitz eines Privatarchivs. Die Dokumente seien bereits vom Bundesarchiv begutachtet worden. Behördenpräsident Hollmann wird mit den Worten zitiert, man sei sich sicher, was die Echtheit der Unterlagen anbetreffe. SS-Chef Himmler habe die Briefe zwischen 1927 und 1945 verfasst. Der letzte soll fünf Wochen vor seinem Suizid entstanden sein. In den Texten, zu denen auch Liebesbriefe an seine Frau zählten, trete schon früh Himmlers "hemmungsloser Antisemitismus" hervor. Zu den Dokumenten gehören auch zahlreiche bisher unbekannte Fotografien.

http://www.welt.de/geschichte/himmler/article124171985/Verschollene-Briefe-Heinrich-Himmlers-aufgetaucht.html

Deutsche Welle: Bonner Bundestagsabgeordnete befürchten Stellenabbau

Der geplante Programmumbau bei der Deutschen Welle alarmiert die Bonner Bundestagsabgeordneten.

Claudia Lücking-Michels, CDU, der SPD-Politiker Ulrich Kelber und Katja Dörner von den Grünen befürchten eine Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Berlin. Dort habe die Zahl der Beschäftigten bei der Deutschen Welle in den vergangenen Jahren bereits zugenommen, erklärten sie. Am Standort Bonn dagegen seien Arbeitsplätze abgebaut worden. Ein Sprecher des Senders verwies auf laufende Planungen. Er wollte nicht ausschließen, das der Personalbedarf sinken könnte. Der Auslandssender will acht Fernseh-Magazine streichen, die bisher auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch ausgestrahlt wurden.

Löhrmann wirbt für Geschichtsunterricht: Aktive Demokratiearbeit

Sylvia Löhrmann sieht in gutem Geschichtsunterricht die beste Versicherung für Demokratie.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz sagte bei einer Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, eine wache Erinnerungskultur mache sensibel für die Vergangenheit. Zugleich schärfe sie das Bewusstsein dafür, dass Menschenrechte und demokratische Teilhabe keine Selbstverständlichkeit seien. Die Ministerin warb mehr für Geschichts- und Politikunterricht außerhalb der Schulen. Lehrer sollten mit ihren Schülern etwa Exkursionen zu Gedenkstätten unternehmen, um Geschichte greifbarer zu machen, betonte Löhrmann.

Neue Potsdamer Synagoge: Noch Streitpunkte offen

Seit Jahren wird über den Bau der neuen Potsdamer Synagoge gestritten.

Und ein Ende zeichnet sich noch nicht ab. Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst antwortete auf eine parlamentarische Anfrage, weiterhin offen seien die Raumaufteilung, die Fassadengestaltung und die Trägerstruktur. Trotz der Meinungsverschiedenheiten zwischen den drei jüdischen Gemeinden sieht die parteilose Politikerin aber eine Chance dafür, dass die Fragen geklärt und das Projekt realisiert werden kann. Der Baubeginn ist demnach für das Frühjahr oder den Frühsommer geplant - falls bis Ende Januar eine Einigung erzielt wird.

Kunstmuseum Stuttgart zeigt Kunst zum Ersten Weltkrieg

Auch in der Kunst war der Erste Weltkrieg eine Zäsur.

Das will die Ausstellung "100 Jahre Erster Weltkrieg" im Kunstmuseum Stuttgart deutlich machen. Zu sehen sind ab heute rund 75 Arbeiten von Otto Dix und weiteren Künstlern. Kurator Sven Beckstetter erläutert, Otto Dix zeichnete um Gesehenes zu verarbeiten. Auf 50 Radierungen werden Körperteile, Verstümmelte oder ein Meer von Leichen gezeigt. Ausgestellt werden zudem Werke von Hermann Scherer oder Oskar Schlemmer.

Vor Treffen zu Islamkonferenz: Türkische Gemeinde will Muslimfeiertag

Die Einführung eines gesetzlichen muslimischen Feiertags in Deutschland wäre ein wichtiges Signal.

Das meint der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat,
Als Beispiel nannte er das Opferfest, eines der wichtigsten islamischen Feste. Über solche gesellschaftlichen Themen sollte künftig auch die Islamkonferenz beraten. Bundesinnenminister Thomas de Maizière will am Montag mit Vertretern muslimischer Verbände über die Zukunft der Konferenz sprechen.

Wien: Ausschreitungen bei Akademikerball

Sperrzone um die Wiener Hofburg und Vermummungsverbot - so präsentierte sich gestern Abend die österreichische Hauptstadt.

Anlass war der sogenannte Akademikerball der rechtspopulistischen FPÖ. Ein Großaufgebot der Polizei schützte die Feiernden vor den tausenden Demonstranten, die auch aus Deutschland angereist waren. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden mehr als 20 Personen verletzt. - Der Akademikerball ist die Nachfolge-Veranstaltung des Balls der Burschenschaften. Dieser durfte nicht mehr in der Hofburg stattfinden.

Bascha Mika: Ältere Frauen im Fernsehen benachteiligt

Es ist der "Fluch des Verschwindens", der älteren Frauen im deutschen Fernsehen den Garaus macht.

Davon ist die Feministin und Journalistin Bascha Mika überzeugt. Sie sagte der "Süddeutschen Zeitung", im Alter würden deutsche Frauen systematisch abgewertet und beruflich benachteiligt. Es gebe nur eine Handvoll Journalistinnen über 50 oder gar über 60 im Fernsehen. Eine Ausnahme sei Christine Westermann im WDR. Mika fordert, die Politik in den Sendern müsse sich ändern. Es müsse klare Signale von der Führungsebene geben, dass eine Frau vor der Kamera aufgrund ihrer Alters nicht abgewertet werde.

New Yorker 9/11-Museum eröffnet im Mai

Nach jahrelanger Verzögerung soll im Mai das New Yorker 9/11-Museum eröffnet werden.

Das teilte der Leiter der Gedenkstätte und des Museums mit. Es erinnert an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 und ist auf dem Gelände untergebracht, auf dem früher das World Trade Center stand. Die Eröffnung hatte sich unter anderem wegen des Streits um die Finanzierung und einer Überschwemmung immer wieder verzögert. Für Kritik sorgt der geplante Eintrittspreis von 24 US-Dollar. Angehörige der Opfer argumentieren, für einen Durschnittsamerikaner sei das unerschwinglich. Bürgermeister Bill de Blasio sieht das ähnlich. Er erklärte, es könne für die Nation keine wichtigere Stätte geben als diese.

Lang Lang: Metallica und Liszt sind sich ähnlich

Die Heavy Metal-Band Metallica und Franz Liszt haben einige Gemeinsamkeiten.

Davon ist der chinesische Pianist Lang Lang überzeugt. Franz Liszt oder auch Sergei Prokofjew hätten beide sehr modern für Klavier komponiert und gleichzeitig romantische Elemente integriert, sagte 31-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. Lang Lang wird bei der Grammy-Verleihung in der Nacht zum Montag in Los Angeles gemeinsam mit Metallica auftreten. Eine musikalische Brücke zwischen den beiden Genres zu entwickeln, sei für ihn künstlerisch eine große Herausforderung.

Spanien senkt Steuersatz für Kunst von 21 auf 10 Prozent

Es ist ein erster Schritt zur Förderung der Kultur in Spanien.

Zur Wiederbelebung des Kunsthandels hat die Regierung in Madrid den Mehrwertsteuersatz für die Branche wieder von 21 auf 10 Prozent herabgesetzt. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Sáez de Santamaria stellte für Kinos, Theater und Musik ähnliche Maßnahmen in Aussicht. - Nachdem die Regierung den Mehrwertsteuersatz für den Kunsthandel von acht auf 21 Prozent angehoben hatte, mussten zahlreiche Galerien schließen und Museen ihren Etats kürzen.

Valparaíso könnte UNESCO-Welterbetitel verlieren

Die chilenische Hafenstadt Valparaíso wurde in Liedern besungen und in vielen Romanen erwähnt.

Vor elf Jahren erklärte die UNESCO die historische Altstadt mit ihrer Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert und den vielen Treppen zum Weltkulturerbe. Doch der Erhalt des Titels ist bedroht durch den Bau eines Einkaufszentrums. Gestern stoppte ein Gericht die Arbeiten. Zur Begründung erklärten die Richter, im Vorfeld seien keine archäologischen Studien an dem Baugrundstück gemacht worden. - Vor der Kolonialisierung durch die Spanier im 16. Jahrhundert lebte in der Bucht um Valparaíso das Volk der Changos, das sich von der Fischerei und Landwirtschaft ernährte.

Schauspielerin Sarah Marshall gestorben

In zahlreichen Fernsehserien wie "Raumschiff Enterprise", "Perry Mason" oder "Miss Minslow and Son" spielte Sarah Marshall mit.

Wie jetzt erst bekannt wurde, starb die britische Schauspielerin bereits vor einer Woche in Los Angeles im Alter von 80 Jahren. Marshall hatte auch Rollen in Filmen wie "Der lange heiße Sommer" an der Seite von Paul Newman oder in "Dangerous Minds".

Leipzig: Theaterwissenschaftler wehren sich gegen Schließung

Die Schließungspläne der Universität Leipzig haben die Mitarbeiter auf den Plan gerufen.

Sie wollen nicht hinnehemen, dass die Institute für Theaterwissenschaft und Archäologie dem vom Sächsischen Wissenschaftsministerium geforderten Stellenabbau zum Opfer fallen. Mitarbeiter und Studierende kritisieren das Vorgehen der Uni-Leitung und werfen ihr Intransparenz vor.

Deutscher Bühnenverein beklagt Kürzungen bei Theatern

Der Deutsche Bühnenverein macht sich große Sorgen um die Theater in Dessau, Halle und Eisleben.

Der geschäftsführende Direktor Rolf Bolwin sagte der Deutschen Presse-Agentur, angesichts der Kürzungen durch die Regierung von Sachsen-Anhalt drohe den Häusern die Insolvenz. Besonders schwierig sei die Situation in Halle, weil es sich bei dem Theater um eine GmbH handele. Sachsen-Anhalt hat seine Zuschüsse für die Theater und Orchester im Land von 36 Millionen auf 30 Millionen Euro pro Jahr gekürzt.

Lang Lang: Metallica und Liszt sind sich ähnlich

Die Heavy Metal-Band Metallica und Franz Liszt haben einige Gemeinsamkeiten.

Davon ist der chinesische Pianist Lang Lang überzeugt. Franz Liszt oder auch Sergei Prokofjew hätten beide sehr modern für Klavier komponiert und gleichzeitig romantische Elemente integriert, sagte 31-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. Lang Lang wird bei der Grammy-Verleihung in der Nacht zum Montag in Los Angeles gemeinsam mit Metallica auftreten. Eine musikalische Brücke zwischen den beiden Genres zu entwickeln, sei für ihn künstlerisch eine große Herausforderung.

Siegfried Lenz: Kann Bücher nicht mit Computer schreiben

Siegfried Lenz schreibt seine Bücher mit einem einfachen Kugelschreiber.

Der 87-jährige Schriftsteller sagte dem Radiosender "hr1", einen Computer habe er für seine Arbeit noch nie benutzt. Es verlange ihm zu viel ab, seine Fantasie in dieses technische Gerät zu transportieren. Lenz berichtete außerdem über seine Freundschaft zu Marcel Reich-Ranicki, der im September starb. Er habe den Literaturkritiker zwar stets respektiert, sei aber mit seinen Rezensionen nicht immer einverstanden gewesen. Wörtlich sagte Lenz: "Ich habe ihn manchmal in Gedanken zurechtgewiesen und ihm gesagt, das ist Quatsch, was du gesagt hast."

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Fazit

Fotografien von Susan MeiselasAnsichten eines Genozids
Auf diesem Bild sind Menschen zu sehen, die einer Exhumierung beiwohnen. (Susan Meiselas)

Zerfetzte Kleidungsstücke, Trümmer auf einem Hügel, Massengräber: Susan Meiselas zeigt in ihren Fotografien Spuren des Völkermords an den irakischen Kurden aus dem Jahr 1991. Ihre eindringlichen Bilder sind jetzt in Frankfurt am Main zu sehen.Mehr

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