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Kulturnachrichten

Sonntag, 12. Januar 2014

Open Doors: Mehr als 1.000 Menschen bei Flashmob gegen Christenverfolgung

Sie haben stumm ihre Stimme erhoben.

Mit einem bundesweiten Flashmob haben Aktionisten auf die Christenverfolgung in aller Welt aufmerksam gemacht. Sie versammelten sich unter anderem in Köln, Frankfurt am Main, Bremen und Berlin. Nach Angaben der Veranstalter "Open Doors" beteiligten sich rund 1.000 Menschen am Flashmob. Zusammen knieten sie auf der Straße nieder und verschränkten ihre Arme hinter dem Rücken - während ein Aktivist per Megaphon über die Verfolgungen berichtete. Ein Mitorganisator sagte, jedes Jahr würden 100.000 bis 150.000 Christen ihr Leben verlieren. Besonders prekär sei die Lage in Nordkorea, Syrien oder Afghanistan. Diese Zustände seien in Deutschland allerdings wenig bekannt.

Anwesen der Star-Fotografin Annie Leibovitz versteigert

Die Star-Fotografin Annie Leibovitz hatte Persönlichkeiten wie Demi Moore, Brad Pitt oder Johnny Depp vor der Kamera.

Viele Jahre lang lebte die Künstlerin in einem riesigen Anwesen in New York. Zu dem Komplex gehören mehrere Häuser mit insgesamt 16 Zimmern, davon allein sieben Schlafräume. Jetzt wurde ihr Anwesen versteigert. Wie die "New York Times" berichtet, kam es für umgerechnet rund 21 Millionen Euro unter den Hammer. Wer der Käufer ist, ist allerdings nicht bekannt. Leibovitz hatte Fotografie in San Francisco studiert. Zu ihren bekanntesten Aufnahmen gehören die Bilder von John Lennon und Yoko Ono wenige Stunden vor Lennons Ermordung. In Erinnerung blieben auch die Aktfotos der hochschwangeren Demi Moore.

Streit über Ausstellung mit Hitler-Porträts im Brandenburgischen Landtag

Im Brandenburgischen Landtag soll in ein paar Tagen eine Ausstellung eröffnet werden - aber schon jetzt sorgt sie für Aufregung.

Gezeigt werden mehr als 100 Arbeiten des Berliner Künstlers Lutz Friedel. Er hat unter anderem verfremdete Porträts geschaffen, zum Beispiel von Altkanzler Helmut Schmidt und Konrad Adenauer, aber auch von Adolf Hitler und NS-Propagandaminister Joseph Goebbels. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Ingo Senftleben, sagte, über Kunst lasse sich immer streiten. Aber Bilder von Hitler oder Stalin im Landtag seien unerträglich. Der Vorsitzende der Kunstkommission des Landtags, Gerrit Große, verteidigte die Ausstellung. Man habe lange über die Konzeption debattiert und sei zu dem Schluss gekommen, dass man Kunstwerke hinterfragen und sich mit ihnen auseinandersetzen müsse.

"Wir sind Kirche" fordert Transparenz zur Weltbild-Pleite

Warum ist es nicht geglückt, den Weltbild-Verlag in eine Stiftung umzuwandeln?

Darüber fordert die Laienbewegung "Wir sind Kirche" vollständige Transparenz. Sprecher Christian Weisner sagte in Augsburg, es sei sehr bedauerlich, dass die vorliegenden Sanierungskonzepte nicht konsequent umgesetzt oder weiterentwickelt worden seien. Weisner vermutet, dass interne Differenzen zwischen den kirchlichen Gesellschaftern daran Schuld gewesen seien. Viele Christen fragten sich außerdem, warum es trotz erheblicher kirchlicher Unterstützung nicht gelungen sei, ein Wirtschaftsunternehmen nach ethischen Grundsätzen zu führen. Weltbild hätte laut Weisner "ein positives Gegenmodell zu rein profitorientierten und ausbeuterischen Geschäftsmodellen" bieten können. Der Verlag hatte am Freitag Insolvenz angemeldet.

Er beschäftigt mehr als 6.000 Menschen und ist einer der größten Buchhändler in Deutschland.

Mann gewinnt Preisrätsel 40 Jahre später

Eine Postkarte aus der DDR schreibt gerade Geschichte.

Vor 40 Jahren wollte ein Oberschüler aus Waren an der Müritz bei einem Preisrätsel des Saarländischen Rundfunks mitmachen. Über Mittelwelle hörte der damals 18-Jährige das Programm mit der Kultsendung "Hallo Twen" und versuchte sein Glück. Auf einer Postkarte notierte er des Rätsels Lösung und schickte sie nach Saarbrücken - dort kam sie allerdings nicht an. Sie wurde von der Staatssicherheit aus dem Verkehr gezogen. Die Karte tauchte erst wieder auf, als der Mann vor kurzem in seine Stasi-Akte blickte. In den Unterlagen entdeckte er die Postkarte und schickte sie erneute an den Saarländischen Rundfunk. Die Platte "Painter Man", die er damals nicht gewann, soll er nun nächste Woche erhalten.

Andreas Thiel erhält Deutschen Kabarett-Preis

Er erzählt Geschichten, die scheinbar ins Absurde driften - aber auf den zweiten Blick überraschende Hintergründe und Zusammenhänge offenbaren.

Mit dieser Begründung ist der Schweizer Kabarettist Andreas Thiel mit dem Deutschen Kabarett-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury in Nürnberg würdigte ihn als "freien Denker und eleganten Sprachvirtuosen". Bei seinen Auftritten lote er mit scharfen Provokationen Toleranzgrenzen seines Publikums aus. Der Deutsche Kabarett-Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Er wird von der Stadt Nürnberg gestiftet und gilt als einer der wichtigsten Kleinkunstpreise in Deutschland.

Komiker Dieudonné verzichtet nach Auftrittsverboten auf umstrittene Show

Erst ist seine Show im französischen Nantes verboten worden, dann in Paris.

Jetzt sagte der französische Komiker Dieudonné seine Tour "Die Mauer" komplett ab. Er plane aber ein neues Bühnenprogramm. Dieudonnés Anwalt erklärte, in der neuen Show gehe es um "überlieferte Mythen und primitiven Volksglauben". Damit wolle der Künstler schon bald in Paris auftreten. Dieudonnés abgesetzte Show "Die Mauer" war von der französischen Justiz als eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit angesehen worden. Innenminister Manuel Valls sagte, das Programm enthalte - Zitat - "schändliche und antisemitische Worte" gegen Juden sowie "schockierende Angriffe auf das Gedächtnis an die Opfer des Holocaust."

Diendonné wurde bereits mehrfach wegen Antisemitismus und Anstachelung zu religiösem Hass verurteilt.

Stiftung: DDR-Geschichte wird zunehmend gesamtdeutsch wahrgenommen

Die DDR-Vergangenheit wird nicht mehr nur als ostdeutsche Regionalgeschichte verstanden, sondern mehr und mehr als "gemeinsame deutsche Geschichte".

Dieser Ansicht ist die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anna Kaminsky. Sie sagte dem Evangelischen Pressedienst, im Westen gebe es ein wachsendes Interesse an der DDR-Vergangenheit. Die von der Bundesstiftung angebotenen Veranstaltungen würden von Westdeutschen sehr gut angenommen. Auch auf der jährlichen Geschichtsmesse im thüringischen Suhl sei das Besucherverhältnis mittlerweile halb Ost, halb West.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde 1998 gegründet. Sie fördert Projekte und Initiativen in mehreren ostdeutschen Städten.

Weißes Haus nimmt zu Wirbel um "Jimmy Kimmel Show" Stellung

Wie können die USA ihre Schulden an China zurückzahlen?

Das wurden mehrere Kinder in der amerikanischen "Jimmy Kimmel Show" gefragt. Ein Junge antwortete darauf, man sollte jeden in China umbringen. Damit löste er in den USA einen Sturm der Entrüstung aus. Nach der Fernsehshow unterschrieben mehr als 100.000 Menschen eine Petition an die US-Regierung, in der sie die sofortige Einstellung der Sendung forderten. Jetzt nahm das Weiße Haus dazu Stellung. In einer Erklärung hieß es, die Verfassung schütze die Redefreiheit. Außerdem habe die Regierung nicht die Befugnis, die Show abzusetzen. Kimmel und sein Sender ABC hätten sich zudem entschuldigt und den umstrittenen Teil der Show gelöscht. Er sei damit in der Mediathek des Senders nicht mehr verfügbar.

Papst lobt akademische Zusammenarbeit mit orthodoxen Kirchen

Papst Franziskus hat die akademische Zusammenarbeit der katholischen Kirche mit den Orthodoxen als ein Zeichen der Freundschaft und Versöhnung gewürdigt.

Die Freundschaft gründe auf einem besseren Wissen voneinander, sagte Franziskus. Anlass war eine Audienz bei den Mitgliedern des "Katholischen Rates für die kulturelle Zusammenarbeit mit den orthodoxen Kirchen und den orthodoxen Kirchen des Orients". Der katholische Rat besteht mittlerweile seit 50 Jahren und will die Verbindungen unter den beiden Konfessionen stärken. Dazu vergibt er zum Beispiel Stipendien an orthodoxe Theologiestudenten, um an katholischen Universitäten zu studieren.

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