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Kulturnachrichten

Freitag, 3. Januar 2014

Gedenkstättendirektor Knabe fordert erneut Verbot von DDR-Symbolen

Der Historiker Hubertus Knabe beklagt, dass im Koalitionsvertrag kein Verbot von DDR-Symbolen vereinbart wurde.

Der Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sagte dem Evangelischen Pressedienst, es sei bedauerlich, dass sich die ostdeutschen CDU-Abgeordneten nicht mit ihrer Forderung hätten durchsetzen können. Für die Opfer der SED-Diktatur sei es schwer verständlich, warum ihr Leiden straffrei geleugnet werden könne. Knabe erklärte, für Unmut sorgten unter anderem als DDR-Grenzer Uniformierte am Checkpoint Charly. So etwas werfe kein gutes Licht auf Deutschlands Umgang mit der Vergangenheit. Schließlich sei es in vielen früheren kommunistischen Ländern verboten, Verbrechen des Kommunismus zu leugnen und zu rechtfertigen. Daran könne sich Deutschland orientieren, meinte Knabe.

Türkisches Gericht hebt Verbot für Journalisten im Polizeipräsidium auf

Türkische Journalisten dürfen das Istanbuler Polizeipräsidium wieder frei betreten.

Das war vor Weihnachten verboten worden, und der Türkische Journalistenverband hatte dagegen geklagt. Nun hat ein Gericht das Verbot kassiert. In einer Erklärung des Journalistenverbandes heißt es dazu, das Gericht habe von der Polizei eine Erklärung für den Anlass und die gesetzliche Grundlage innerhalb von sieben Tagen verlangt. Außerdem verstieß das Verbot nach Ansicht der Richter gegen die Presse- und Informationsfreiheit. - Als Grund für das Verbot wurden Presseberichte über Korruption in der Regierung vermutet.

"Focus": Behörden gelang noch kein Treffen mit Gurlitt

"Bitte nicht!"

So soll der Kunstsammler Cornelius Gurlitt auf die bisher einzige telefonische Kontaktaufnahme durch die Kanzleramts-Mitarbeiterin Ingeborg Berggreen-Merkel reagiert haben. Das berichtet das Magazin "Focus" und erklärt weiter, die Behörden hätten immer noch kein Treffen mit dem 81-Jährigen zum Münchner Kunstfund vereinbaren können. Berggreen-Merkel leitet ein Expertengremium, das die Herkunft der bei Gurlitt gefundenen Bilder klären soll. Der "Focus" schreibt außerdem, dass die Augsburger Staatsanwaltschaft inzwischen ermittelt, ob der Kunstsammler beim Verkauf einzelner Bilder Helfer hatte. Die sollen die Werke bei Auktionshäusern und Galerien angeboten haben.

- Vor knapp zwei Jahren hatten Fahnder in Gurlitts Münchner Wohnung mehr als tausend Kunstwerke gefunden, darunter auch bislang unbekannte Meisterwerke, die zum Teil aus NS-Raubkunst stammen sollen. Gurlitt wird inzwischen vorläufig amtlich betreut. Hier lesen Sie den Focus-Artikel.

ARD-aktuell-Chefredakteur zur Schumacher-Berichterstattung

Wie geht es Michael Schumacher?

Darüber berichten die Medien intensiv - obwohl der Gesundheitszustand des früheren Rennfahrers seit Tagen mehr oder weniger unverändert ist. Das wird auch kritisiert, zum Beispiel wenn das Thema an erster Stelle einer renommierten Nachrichtensendung wie der Tagesschau steht. Gestern Abend hat die Tagesschau zum ersten Mal seit fünf Tagen nicht in ihrer Hauptausgabe um 20 Uhr über den Zustand von Michael Schumacher berichtet. Dazu argumentiert Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell, in einem Blog: Der Rennfahrer gehöre in die Kategorie populärer Persönlichkeiten, über die man umfangreich berichten müsse. Deshalb sei es wichtig, Reporter vor der Klinik zu haben - es komme nur auf das "Wie" der Berichterstattung an.

Hier lesen Sie den Blogeintrag.

Gerüchte um New York Times: Kaufinteresse kein Witz

"Niemand sollte glauben, meine Absicht die "New York Times" zu erwerben, sei bloß ein simpler Scherz oder Reklamegag."

Das schreibt der chinesische Unternehmer Chen Guangbiao in einem Gastbeitrag für die Pekinger Zeitung "Huanqiu Shibao". Gestern hatte er öffentlich Interesse an der renommierten Zeitung bekundet. Weiter schreibt der Unternehmer, in einer Zeit, in der China zu einer Mondlandung fähig sei, müsse man auch den Mut haben, bislang Undenkbares ins Auge zu fassen.

Guangbiao ist schon häufiger durch skurrile Aktionen aufgefallen.

Gezi-Film: Staatsanwalt ermittelt gegen Filmemacher

Sein Gezi-Film soll den türkischen Ministerpräsidenten beleidigt und zum Aufruhr angestiftet haben.

Wie die Zeitung "Cumhuriyet" berichtet, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen den Regisseur Serkan Koc. Sein Film, der bereits im August erschien, dokumentiert die Proteste rund um den Istanbuler Gezi-Park im vergangenen Sommer. - Die Proteste gegen Baumfällungen hatten sich zu Demonstrationen gegen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan ausgeweitet und auf weite Teile des Landes übergegriffen. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.

Deutsche Kino-Jahrescharts 2013: "Fack Ju Göhte" vor Tarantino

"Fack Ju Göhte" - diese deutsche Schulkomödie hat im vergangenen Jahr hierzulande die meisten Zuschauer ins Kino gelockt.

Das meldet das Marktforschungsunternehmen Media Control. Die Komödie von Bora Dagtekin erreichte rund 5,5 Millionen Zuschauern und schlug damit den Western "Django Unchained" von Quentin Tarantino, für den 4,4 Millionen Tickets verkauft wurden. Dicht dahinter liegt "Der Hobbit - Smaugs Einöde" von Peter Jackson, der trotz Filmstart Mitte Dezember immerhin 4,2 Millionen Besucher bis Ende des Jahres erreichte.

- In die Kinocharts von Media Control werden die Besucherzahlen von allen Leinwänden in Deutschland eingerechnet, vom Programmkino bis zum Multiplex.

Vatikanische Museen mit neuem Besucherrekord

Ob der Papst-Franziskus-Effekt auch auf die Vatikanischen Museen durchgeschlagen hat?

Sie hatten im vergangenen Jahr 5,5 Millionen Besucher - und damit nach eigenen Angaben mehr als je zuvor. Beim Direktor der Museen, Antonio Paolucci, löst das nicht nur Freude aus: Er fragt sich mit Sorge, was passiere, wenn zum Beispiel zu Ostern ungeheure Massen von Katholiken nach Rom kommen sollten. Das zwinge zu grundsätzlichem Nachdenken. Künftig soll die Sixtinische Kapelle besser vor Staub, Ausdünstungen und Temperaturschwankungen geschützt werden.

Die Vatikanischen Museen gehören zu den meistbesuchten Kunstsammlungen der Welt.

Madrids Hauptmuseen mit starken Besucherrückgängen

Die zwei wichtigsten Museen Madrids haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Besucher gehabt.

Wie Medien berichten, geht es um das Museo Nacional del Prado und das Thyssen-Bornemisza. Im Prado sei die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurückgegangen, im Thyssen-Bornemisza sogar um 25 Prozent. Allerdings hatte dieses Museum 2012 sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert und dabei eine Rekordzahl an Gästen erreicht. - Der Prado und das Thyssen bilden zusammen mit dem Museum Reina Sofía die Eckpunkte des so genannten Goldenen Kunstdreiecks in Madrid.

Analog-Fernsehen: letzter Sender Deutschlands abgeschaltet

Das analoge Fernsehen liegt in den letzten Zügen, denn die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran.

Nun hat in Sachsen der letzte analoge Fernsehsender den Betrieb eingestellt. Wie ein Sprecher der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien erklärte, war der Minisender Carlsturm im Vogtland der letzte analoge in ganz Deutschland. Damit ist der Umstieg auf digitale Ausstrahlung abgeschlossen - zehn Jahre nach der Einführung des digitalen Antennenfernsehens DVB-T und knapp zwei Jahre nach Abschaltung der analogen Satellitenprogramme. - Die meisten Radioprogramme werden bis auf weiteres noch analog verbreitet.

Fernsehprogramme wurden in Deutschland mehr als 78 Jahre lang analog terrestrisch ausgestrahlt, davon rund 46 Jahre in Farbe.

"Postillon" narrt User mit falscher Exklusivmeldung

"Ich schließe erst einmal überhaupt keinen Witz und kein Thema aus."

Das hat der Satiriker Stefan Sichermann der aktuellen Ausgaben des "Medium Magazins" gesagt - und gestern hat er wieder den Beweis dafür angetreten. Sichermann veröffentlichte in seinem Online-Satiremagazin "Der Postillon" eine angebliche Exklusivmeldung über den Wechsel Ronald Pofallas zur Bahn. Mit Erfolg: Viele Nutzer glaubten Sichermanns falsch datierter Meldung und seiner Behauptung, etablierte Medien hätten die Story erst nach ihm erfahren. Allerdings führte der Ruf des "Postillon" auch dazu, dass Internetnutzer davon ausgingen, Pofallas Wechsel zur Bahn sei eine satirische Falschmeldung. Schließlich wurde der Fake durch einen Zeitstempel im automatischen Nachrichtenfeed aufgedeckt. - Stefan Sichermann gründete den "Postillon" vor fünf Jahren. 2013 erhielt er für das Satiremagazin den Grimme Online Award.

Hier geht es zur falschen Exklusivmeldung und hier zu einem Überblick beim "Spiegel".

Exzessives Fluchen in "Wolf of Wall Street"

Martin Scorsese hat einen Rekord gebrochen.

Im neuesten Werk des US-Regisseurs, dem Banker-Drama "The Wolf of Wall Street", wird so viel geflucht wie in bisher keinem anderen Spiel- oder Dokumentarfilm. Das hat das Branchenblatt "Variety" festgestellt, wie der britische "Guardian" berichtet. Variety hat 506 Mal das Schimpfwort "Fuck" in Scorseses Spielfilm gezählt. "The Wolf of Wall Street" basiert auf der Autobiografie eines US-Bankers, und zeigt ein exzessives Leben. Geflucht wird dabei im Schnitt mit 2,81 "Fucks" pro Minute, heißt es. Nicht einmal in einer Dokumentation über die Geschichte dieses Schimpfwortes sei es so häufig vorgekommen.

Hier geht es zum "Guardian"-Artikel.

Ex-Altertumsminister vergleicht ägyptischen Armeechef mit Pharao

Für den früheren ägyptischen Altertumsminister ist Armeechef Abdelfatah al-Sisi so etwas wie ein Pharao.

Wie der britische "Guardian" berichtet, verglich Zahi Hawass den General mit Mentuhotep II. Die Turbulenzen von heute seien vergleichbar mit denen von vor 4.000 Jahren. Mentuhotep habe wieder Ordnung geschaffen. Auch heute brauche man einen starken Mann.

Hawass war unter dem 2011 gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak für die Altertümer des Landes zuständig. Unter dem inzwischen ebenfalls abgesetzten Präsidenten Mohamed Mursi wurde ihm Korruption vorgeworfen.

White-Lies-Album gewinnt Preis für bestes Plattencover

Was hat ein Ölgemälde mit einer Schallplatte zu tun?

Beim diesjährigen "Best Art Vinyl Award" eine Menge. Als bestes Plattencover wurde nämlich das Ölbild des New Yorker Künstlers Michael Kagan ausgezeichnet, das den Kopf eines Astronauten zeigt. Das Werk umhüllt das White-Lies-Album "Big TV". - Dieser Preis für das beste Schallplattencover wird seit neun Jahren vergeben.

Hier sehen Sie das Gewinner-Cover.

Werbung auf privatem Facebook-Account: Unternehmen haftet

Gut gemeint, aber schlecht gemacht.

Auf diese knappe Formel lässt sich der Fall eines Facebook-Nutzers bringen, der auf seinem privaten Account für Produkte seines Arbeitgebers geworben hat. Wie "heise online" berichtet, hat das Landgericht Freiburg geurteilt, dass das Unternehmen wegen Wettbewerbsverzerrung haften muss. Laut den Richtern ist es nicht entscheidend, ob der Arbeitgeber von der Aktion weiß, sondern, ob ihm die Werbung zugute kommt.

In dem verhandelten Fall machte ein Autoverkäufer Werbung für Fahrzeuge seines Arbeitgebers. Dabei vergaß er allerdings sowohl erforderliche Angaben zu den Autos sowie ein Impressum.

Das Urteil zum Nachlesen

SZ über das schlechte Image von Düsseldorf

Der Mann trägt gerne rosa Poloshirt, die Frau wird mit Perlenohrringen geboren.

So beschreibt die "Süddeutsche Zeitung" die Stadt Düsseldorf und berichtet über eine Plakatkampagne der Verwaltung, die das Schickimicki-Image geraderücken soll. Darauf ist unter anderem zu lesen, Düsseldorf sei spießig und königlich - darüber dann der Schriftzug "Düsseldorf ist mehr!"

Aus der Sicht der "SZ" bestätigt Oberbürgermeister Dirk Elbers einige der Vorurteile. So habe der CDU-Politiker 10.000 Euro bezahlt, damit Ermittlungen gegen ihn wegen einer geschenkten Champagner-Kiste eingestellt worden seien.

Thatchers Frisur: Dokumente berichten über intensive Pflege

Die Helmfrisur der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher bedurfte intensiver Pflege.

Das verrät der Terminkalender der Eisernen Lady, den das Nationalarchiv jetzt veröffentlicht hat. Allein im Jahr 1984 war Thatcher 118 Mal bei einem Coiffeur. Während eines Gipfeltreffens der G7-Länder ließ sie sich an fünf Tagen in Folge die Haare richten.

Thatcher regierte Großbritannien zwischen 1979 und 1990. Sie starb im April 2013 im Alter von 87 Jahren.

Shitstorm-Hitlist: Die Top-Ten von 2013

Welche Empörungswellen sind in Deutschland 2013 durch das Netz gefegt?

Das Internetmagazin "IntMag" hat eine Hitliste dazu aufgestellt. Auf Platz eins: Der Protest gegen die Deutsche Telekom, die ihre Internetgeschwindigkeit ab einem bestimmten Datenvolumen begrenzen wollte. Laut dem Magazin wurde das Thema in Sozialen Netzwerken 9.000 Mal erwähnt. Auf den weiteren Rängen: Die Hetze gegen den Nudelhersteller Barilla, der nicht mit Homosexuellen werben wollte und gegen McDonald's, das zeitweise Currywurst im Angebot hatte.

Guatemaltekischer Journalist geht gegen Kontaktverbot zu Vizepräsidentin vor

Der Streit zwischen der Vizepräsidentin von Guatemala und dem Direktor der Tageszeitung "El Periodico" geht in eine neue Runde.

Der Journalist legte Beschwerde ein gegen ein Gerichtsurteil, dass ihm für sechs Monate den Kontakt zu der Politikerin verbietet. Die Vizepräsidentin hatte ihn wegen Belästigung angezeigt. Der Journalist hatte der stellvertretenden Staatschefin Korruption und Nepotismus vorgeworfen.

Die "American press Association" nannte das Kontaktverbot einen neuen Weg, Amtsträger vor Kritik zu schützen.

KMK-Präsidentin Löhrmann erwartet besseres Bildungsniveau deutscher Schüler

Deutsche Schüler sollen bald wieder zur Weltspitze aufrücken.

Diese Hoffnung äußerte die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrmann. Bereits in fünf Jahren könnten deutsche Schüler beim Pisa-Test zu den zehn Besten in der Vergleichsliste gehören, sagte sie dem "Handelsblatt". Als Bedingung nannte die nordrhein-westfälische Schulministerin eine individuelle Förderung junger Menschen. Die Grünen-Poltikerin appellierte an die Bundesregierung, den Großteil der versprochenen Finanzmittel für die Inklusion bereitzustellen. Auch sollte es Kommunen erlaubt werden, die Eingliederungshilfen des Bundes für Behinderte für die Inklusion im schulischen Bereich zu verwenden, meinte Löhrmann.

US-Abschlussarbeiten in Kurzform

Umständliche Formulierungen, Bandwurmsätze und Fachbegriffe in wissenschaftlichen Texten: Damit soll jetzt Schluss sein.

Deshalb haben Studenten in den USA ihre Abschlussarbeiten in witziger Kurzform ins Internet gestellt. Auf "LOL My Thesis" geben sie kurz zusammengefasst wieder, was sie bei ihren monatelangen Untersuchungen herausgefunden haben. Zahlen existierten entweder, oder sie täten es nicht. Das komme auf die Sichtweise an, lautet etwa die Zusammenfassung einer Arbeit aus dem Fach Philosophie. Und aus Kentucky bemerkte ein Geisteswissenschaftler, er habe 372 Seiten lang beschrieben, was Kafka mit allem meinte, was er nicht geschrieben habe.

"Breaking-Bad-Fan als Drogenkoch entlarvt

Dieser Breaking-Bad-Fan hat sich wohl ein bisschen zu sehr von der Serie inspirieren lassen.

In der Serie geht es um den Chemielehrer Walter White, der mit einem ehemaligen Schüler anfängt, Meth zu kochen. Der 28-jährige Fan wurde jetzt von der Polizei in Florida als Drogenkoch entlarvt. Die Polizei beschlagnahmte in seinem Haus über 300 Kilo synthetisches Marihuana.

Vergangenes Jahr hatte der Mann als Gewinner eines Wettbewerbs das Serien-Finale von Breaking Bad mit den Darstellern sehen dürfen.

Schriftstellerin Desai: Der Westen macht einsam

"Man muss aus einem Roman oder einem Kinofilm erfahren, was andere Leute denken."

Das sagte die indisch-amerikanische Schriftstellerin Kiran Desai dem "Tagesspiegel". Sie bezieht sich dabei auf die Modernisierung Indiens, die für sie ein Gefühl von Einsamkeit nach sich zieht. Leute wie sie, die nach Belieben gingen und kämen, seien eine relativ neue Erscheinung in Indien. Das sei ein ungeheurer Luxus.

Die 42-jährige Desai wuchs in Indien und England auf, ging dann früh in die USA. Zurzeit arbeitet sie an ihrem neuen Roman "The Loneliness of Sonia and Sunny", in dem sich zwei Inder auf einer Reise durch drei Kontinente kennenlernen. 2006 bekam sie den Booker Prize für ihr Buch "Erbin des verlorenen Landes".

Karat-Keyboarder Thomas Kurzhals gestorben

Er spielte bei den DDR-Rockbands Stern-Combo-Meißen und Karat.

Jetzt ist der Keyboarder Thomas Kurzhals im Alter von 60 Jahren in Glauchau in Sachsen gestorben. Das teilte der Manager von Stern-Combo-Meißen, Detlef Seidel, der Deutschen Presse-Agentur mit. Kurzhals wurde in Ronneburg in Thüringen geboren. Er studierte an der Dresdner Musikhochschule und spielte ab 1972 bei der Stern-Combo-Meißen. Ab 1984 war er Keyboarder bei Karat, mit denen er auch im Westen auftrat. Zuletzt betrieb Kurzhals ein Tonstudio in der Nähe von Berlin. Stern-Combo-Meißen und Karat bedauerten den Tod ihres Musikerkollegen.

SZ: Chipperfield verteidigt Haus der Kunst in München

"Egal, was vorher war, es sind immer noch Steine und Holz."

So sieht der britische Architekt David Chipperfield das Münchner Haus der Kunst, das von den Nazis erbaut wurde. Chipperfield ist mit der Sanierung des Museums beauftragt. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, das Gebäude trage Erinnerungen und Geschichte in sich, aber man müsse es auch unabhängig davon sehen. Problematisch seien die Außenfassade und die Eingangshalle, die Ausstellungsräume seien die Unschuldigsten. Von denen ist Chipperfield geradezu begeistert: Neutrale Räume mit zehn Meter Deckenhöhe wünschten sich heute die meisten zeitgenössischen Museen. Den Besuchern gegenüber müsse man die Geschichte des Hauses nicht extra "klarmachen" - man dürfe sie nur nicht verstecken, so Chipperfield.

Britische Autorin Elizabeth Howard gestorben

Die britische Autorin Elizabeth Jane Howard sei unheimlich schrullig, interessant und mutig gewesen, weil sie ihr Leben gelebt habe, wie sie wollte.

So wird sie von ihrer Managerin beschrieben. Howard starb nach deren Angaben im Alter von 90 Jahren im ostenglischen Bungay. Die Bekanntheit der Autorin gründete sich vor allem auf die "Cazalet Chronicles", einer Saga über Leben und Leid einer aristokratischen Großfamilie kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Insgesamt schrieb sie 15 Romane, arbeitete aber auch als Model, Schauspielerin und Moderatorin.

Psychologen warnen vor übertriebenem Lob für Kinder

Zu viel Lob ist auch nicht gut!

Das meinen Psychologen aus den USA. Denn: Kindern mit wenig Selbstbewusstsein schade übertriebenes Lob eher als dass es sie ermutige. Den Unterschied machen offenbar kleine Wörter wie "unglaublich" oder "fantastisch".

Laut der Studie loben Erwachsene unsichere Kinder doppelt so häufig mit solchen Worten wie selbstbewusste Kinder. Die Kinder mit wenig Selbstbewusstsein fühlen sich davon aber offenbar zu stark unter Druck gesetzt und trauen sich danach eher noch weniger zu als vorher.

"Breaking-Bad-Fan als Drogenkoch entlarvt

Dieser Breaking-Bad-Fan hat sich wohl ein bisschen zu sehr von der Serie inspirieren lassen.

In der Serie geht es um den Chemielehrer Walter White, der mit einem ehemaligen Schüler anfängt, Meth zu kochen. Der 28-jährige Fan wurde jetzt von der Polizei in Florida als Drogenkoch entlarvt. Die Polizei beschlagnahmte in seinem Haus über 300 Kilo synthetisches Marihuana.

Vergangenes Jahr hatte der Mann als Gewinner eines Wettbewerbs das Serien-Finale von Breaking Bad mit den Darstellern sehen dürfen.

Großputz in Museen der Staatlichen Kunstsammlung Dresden

Auch in einem Museum fällt Staub an.

Deshalb bleiben ab Montag die Räume der "Staatlichen Kunstsammlungen Dresden" zeitweise wegen eines Großputzes geschlossen. Nach Angaben der Generaldirektion sollen in der besucherschwachen Zeit nacheinander Exponate und Virtrinen gereinigt werden - darunter die Porzellansammlung im Zwinger sowie das Historische Grüne Gewölbe.

Erster Hobbit-Film 2013 beliebteste Raubkopie

"Der Hobbit - eine unerwartete Reise" ist bei Raubkopierern besonders beliebt.

Laut dem Filesharing-Blog "TorrentFreak" wurde der Film 2013 mehr als acht Millionen mal illegal heruntergeladen - dicht gefolgt von "Django Unchained". Auf den Plätzen drei und vier folgen "Fast and Furious 6" mit 7,9 Millionen Downloads und "Iron Man 3" mit 7,6 Millionen.

Die Top-Ten der Raukopien

Rekordtief bei Flugzeugunfällen

Fliegen war noch nie so sicher wie heute.

Das meinen Forscher des Flugunfallbüros JACDEC. Ihnen zufolge müsste man
6.500 Jahre mit einer Maschine unterwegs sein, bis man in einen tödlichen Unfall verwickelt wird. Als Grund nennen sie die verbesserte Technik. Auch die Skepsis gegenüber Billig-Airlines ist den Experten zufolge unbegründet. In den letzten 15 Jahren habe es dort nur einen einzigen Zwischenfall gegeben, bei dem kein einziger Passagier starb.

Für alarmierend halten sie jedoch die Zunahme von gefährlichen Zwischenfällen bei regionalen Flügen.

Das Flugunfallbüro JACDEC sammelt Daten zur Flugsicherheit, wertet sie aus und vergibt auch einen Sicherheits-Index.

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