Freitag, 23.08.2019
 

Kulturnachrichten

Donnerstag, 2. Januar 2014

"New York Times" fordert US-Regierung zur Nachsicht mit Edward Snowden auf

"Edward Snowden mag ein Verbrechen begangen haben - aber er hat seinem Land einen großen Dienst getan."

Mit diesen Worten fordert die "New York Times" die US-Regierung auf, nachsichtig mit dem Whistleblower Snowden umzugehen. Im Leitartikel der amerikanischen Tageszeitung hieß es, Snowden verdiene mehr als ein Leben im Exil, Angst und Flucht. Für die Vereinigten Staaten sei die Zeit gekommen, Snowden eine Begnadigung anzubieten, die es ihm ermöglichen würde, nach Hause zurückzukehren. Das Weiße Haus verwies auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP auf frühere Aussagen von US-Präsident Barack Obama, in denen dieser jegliche Nachsicht mit Snowden abgelehnt hatte.

Freiburg und Berlin gehören zu den nachhaltigsten Städten der Welt

Freiburg ist als umweltbewusste Stadt bekannt - aber auch Berlin ist eine nachhaltige Metropole.

Das haben Wissenschaftler der Fraunhofer Gesellschaft festgestellt. Sie erstellten eine Liste mit den nachhaltigsten Städten der Welt. Angeführt wird diese von den beiden deutschen Städten, Singapur, Kopenhagen, Tokio und New York. In Kopenhagen zum Beispiel werden viele Häuser mit Fernwärme beheizt, in Singapur werden Häuserfassaden mit Pflanzen begrünt.

East Side Gallery braucht Informationsort für Besucher, fordert Bundesstiftung Aufarbeitung

Wenn Besucher die bunte East Side Gallery sehen, kommen sie nachher auf die Idee, dass "das alles doch gar nicht so schrecklich war."

Das befürchtet die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Anna Kaminsky. Dem Evangelischen Pressedienst sagte sie, deshalb müssten an der East Side Gallery Informationen über das DDR-Regime vermittelt werden. Sie sei damit einverstanden, dass die Stiftung Berliner Mauer sich künftig um das Mauerstück kümmere - aber nur, wenn dort auch ein Informationsort entstehe. Dort müsste laut Kaminsky erklärt werden, dass diese Mauer nur die Hinterlandmauer war, und das sie auf ihrer östlichen Seite nicht bunt war. - 2013 war die East Side Gallery in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, weil Tausende gegen den teilweisen Abriss des buntbemalten Mauerstücks protestiert hatten. Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer hatte gestern den Wunsch bekräftigt, die East Side Gallery unter das Dach seiner Stiftung zu holen.

"Solange es Menschen gibt" -Schauspielerin Juanita Moore gestorben

Sie war eine der ersten afroamerikanischen Schauspielerinnen, die für den Oscar nominiert wurden.

Jetzt ist die US-Schauspielerin Juanita Moore im Alter von 99 Jahren in Los Angeles gestorben. Für den Oscar nominiert wurde Moore für ihre Rolle der schwarzen Haushälterin in Douglas Sirks Film "Imitation of Life" von 1959. In Deutschland lief der Film unter dem Titel "Solange es Menschen gibt". Darin spielte Moore zusammen mit der Schauspielerin Lana Turner.

ZDF-Korrespondent Dirk Sager gestorben

Der ZDF-Korrespondent Dirk Sager ist tot.

Wie der Sender mitteilte, starb er im Alter von 73 Jahren in Potsdam. Sager hatte lange Jahre das Studio Moskau des ZDF geleitet. Er sei ein großartiger Kenner des Landes und seiner Menschen gewesen, sagte der Chefredakteur des Mainzer Senders, Peter Frey. Sagers Dokumentationen und Reportagen hätten viel zum Verständnis und der Versöhnung zwischen Ost und West beigetragen.

Staatsanwaltschaft Mannheim stellt Ermittlungen gegen Jonathan Meese wegen Hitlergruß ein

Jonathan Meeses Hitlergruß fällt in diesem Fall unter die Kunstfreiheit.

Das befand die Staatsanwaltschaft Mannheim, die ihre Ermittlungen gegen den 43-jährigen Künstler jetzt eingestellt hat. Meese hatte im vergangen Juni bei einer Performance während der Schillertage in Mannheim mehrfach den Hitlergruß gezeigt. Dabei habe er ihn aber "in den Bereich des Lächerlichen" gezogen und nicht den Eindruck einer Identifikation erweckt, teilte die Behörde mit. Die Grenzen der Kunstfreiheit seien nicht überschritten worden. - Im August hatte das Amtsgericht Kassel Meese bereits in einem ähnlichen Fall freigesprochen.

Zypern: Neujahrsansprache vom letzten Jahr ausgestrahlt

Das war der falsche Präsident und das falsche Jahr.

In Zypern hat der staatliche Rundfunk versehentlich die Neujahrsansprache von 2012 ausgestrahlt. Zu der Zeit war allerdings noch der linke Politiker Dimitris Christofias an der Macht. Nach etwa zehn Sekunden wurde der Fehler bemerkt und die Ansprache vom jetzigen Ministerpräsidenten Nicos Anastasiades gesendet. Der Sender entschuldigte sich für den Fehler. - Auch in Deutschland gab es so einen Patzer schon: 1986 strahlte die ARD versehentlich die Neujahrsansprache vom Jahr davor aus. Immerhin war in dem Fall Helmut Kohl immer noch Kanzler.

Streit um das Wort "Allah": Razzia bei Bibelgesellschaft in Malaysia

Dürfen auch Christen das Wort "Allah" für Gott benutzen?

Darüber streiten sich in Malaysia schon länger muslimische und christliche Gruppierungen. Jetzt hat die Islambehörde im Bundesstaat Selangor eine Razzia bei der Malaysischen Bibelgesellschaft durchgeführt. Wie die Online-Zeitung "Malaysian Insider" berichtet, wurden dabei mehr als 300 Bibeln beschlagnahmt. Der Vorsitzende der Gesellschaft sowie der Geschäftsführer wurden zur Vernehmung auf eine Polizeistelle gebracht. - In der malaiischen Landessprache ist "Allah" das übliche Wort für Gott.

Besucherrekord in Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Immer mehr Menschen interessieren sich für die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Die Stasiopfer-Gedenkstätte verzeichnete 2013 einen Besucherrekord. Sie teilte mit, dass im vergangenen Jahr mehr als 385.000 Menschen das ehemalige Untersuchungsgefängnis der Stasi besichtigt hätten. Das seien rund 15.000 mehr als 2012. Besonders stark gestiegen sei der Anteil ausländischer Besucher. - In Hohenschönhausen führen ehemalige Inhaftierte durch original erhaltene Zellen und Verhörräume.

Expertin fordert zentrales Portal für Museen

"Jeder für sich" - das ist eine Strategie, die deutsche Museen zu lange angewendet haben.

Dieser Ansicht ist Professor Monika Hagedorn-Saupe, stellvertretende Leiterin des Instituts für Museumsforschung und Vorstandsmitglied im Deutschen Museumsbund. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie, Deutschland brauche ein zentrales digitales Portal für Museumsobjekte. Im Vergleich seien beispielsweise Bibliotheken schon viel weiter. Diese arbeiteten schon länger in Verbünden zusammen.

Boy George schreibt seine Lieder heute nicht mehr so emotional

Früher hat er seine Lieder immer sehr direkt autobiografisch geschrieben - heute versucht er, abstrakter zu sein.

Das sagte der Popsänger Boy George dem Magazin "monopol". So sei beispielsweise "Do You Really Want to Hurt Me" über jemand Bestimmten gewesen und damit sehr emotional. Heute lasse er diese Dinge nicht mehr so in sein Leben. Sein neues Album "This Is What I Do" bezeichnete Boy George als Tribut an die 70er-Jahre - und als Herzenssache.

Ukraine: Tausende feiern Stepan Bandera als Nationalheld

Für die einen war er ein Faschist, die anderen feiern ihn als Nationalheld:

Stepan Bandera, Anführer der Organisation Ukrainischer Nationalisten (UPA) und Kämpfer für die Unabhängigkeit seines Landes wäre gestern 105 Jahre alt geworden. Grund genug für seine Anhänger, Bandera öffentlich zu feiern. In Kiew mischten sich etwa 10.000 Anhänger unter die pro-europäischen Demonstranten. Doch auch in anderen Städten, vor allem der zwischen den Weltkriegen polnischen Westukraine, feierten Anhänger auf den Straßen. In Polen und Israel wird der Bandera-Kult kritisch beäugt. Schließlich war der zeitweilige Hitler-Verbündete im Zweiten Weltkrieg mitverantwortlich für Massenmorde an Juden und Polen.

Chinesische Blogger wünschen sich von Zeitung mehr Kritik

Die Wahrheit zu schreiben, das ist noch immer der Wunsch der chinesischen Tageszeitung "Nanfang Zhoumo".

So zumindest hat es die Redaktion im Leitartikel ihrer Neujahrsausgabe ausgedrückt. Für viele chinesische Blogger war der allerdings eine Enttäuschung. Denn der Ton war maßvoller als in dem Leitartikel der Neujahrsausgabe 2013. Damals hatte die Zeitung darin zu politischen Reformen in China aufgerufen und damit heftige Reaktionen und Demonstrationen für die Pressefreiheit ausgelöst. Den Inhalt und Ton des neuen Schreibens bezeichneten einige Blogger vor diesem Hintergrund als beklagenswert. Gleichzeitig forderten sie die Redaktion dazu auf, weiter kritisch über die chinesische Führung zu schreiben.

Salzburger Festspiele ohne finanzielle Rücklagen

Gespart hat Alexander Pereira in seiner Salzburger Zeit nicht - im Gegenteil.

Wie die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler der Deutschen Presse-Agentur sagte, hat der Intendant seit seinem Amtsantritt im Sommer 2012 vier Millionen Euro an Rücklagen aufgebraucht. Und das, obwohl die Festspiele zuletzt Rekordsummen aus dem Kartenverkauf und dem Sponsoring eingenommen hatten. Rabl-Stadler erklärte, nur deswegen würde in der Bilanz 2013 eine schwarze Null stehen. Sein Nachfolger werde im Sommer ohne Sicherheitspolster übernehmen müssen. Pereira war häufig wegen seines aggressiven Wachstumskurses kritisiert worden. Die Festspiele hatten seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst.

SZ: Priester werden häufig Pfarradministratoren statt Pfarrer

Der Trend geht zum Pfarradministrator.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, stellen viele katholische Bischöfe oft statt eines Pfarrers einen so genannten Pfarradministrator ein. Der bekommt zwar bei gleichen Aufgaben auch das gleiche Gehalt, ist aber rechtlich gesehen nur ein kommissarischer Verwalter der Pfarrstelle. Das heißt unter anderem, dass der Bischof ihn beliebig innerhalb des Bistums versetzen kann. Wie die Zeitung weiter schreibt, fühlen sich viele Betroffene als Priester zweiter Klasse.

Constantin Film plant "Fack ju Göthe 2"

Teilweise läuft der Film noch in den Kinos, doch schon jetzt wird die Fortsetzung geplant.

Die Rede ist von "Fack ju Göthe", dem mit 5,3 Millionen Zuschauern in Deutschland erfolgreichsten Film des abgelaufenen Jahres. Der Produzent des Films, Martin Moszkowicz, von der Münchner Constantin Film sagte, sowohl der Regisseur als auch die Hauptdarsteller seien für die Fortsetzung an Bord. In diesem Jahr soll die Produktion anfangen, 2015 soll "Fack ju Göthe 2" in die Kinos kommen.

Schauspieler James Avery gestorben

Der US-Schauspieler James Avery ist tot.

Er starb im Alter von 65 Jahren in Gendale im Bundesstaat Kalifornien. Bekannt wurde er vor allem in den 90er Jahren in der Rolle des Philip Banks in der Fernsehserie "Der Prinz von Bel Air". Darin verkörperte er den Onkel der von von Will Smith gespielten Hauptfigur. Später wirkte Avery in zahlreichen weiteren Filmen und Serien mit.

Saudi Arabien: Religionspolizei will Gebetsregeln lockern

Fünf Mal am Tag schließen in Saudi Arabien Geschäfte und Betriebe für eine halbe Stunde - und zwar auf Anordnung der königlichen Religionspolizei.

Doch das könnte sich eventuell bald ändern. Der Chef der Instanz hat im Fernsehen angekündigt, die strikten Regeln zu lockern. Er sagte, er halte es nicht für nötig, die Geschäfte zu jedem muslimischen Gebet so lange zu schließen. Außerdem könne das Personal auch am Arbeitsplatz beten und müsse nicht jedes Mal extra zur Moschee gehen. Saudi-Arabien ist das Geburtsland des Islam. Die Interpretation des islamischen Rechts ist dort sehr strikt und beinhaltet unter anderem Geschlechtertrennung und strenge Kleidungsvorschriften.

Gambia hebt Verbot von Radiosender und Zeitung auf

Gambias Regierung hat nach eigener Aussage eine Geste des guten Willens für das neue Jahr gezeigt.

Und zwar, indem sie zwei eigentlich verbotenen Medien erlaubt, ab sofort wieder ihre Arbeit aufzunehmen. Im vergangenen Jahr hatte der gambische Geheimdienst das Gelände des Lokalsenders Teranga und der Zeitung "The Standard" gestürmt und die Medienhäuser geschlossen. Zur Begründung hieß es, der Radiosender habe sich geweigert, eine Presseschau auszustrahlen, die Ausschnitte in lokalen Dialekten verwendete. Die Sendung war populär, weil viele Gambier nicht lesen und schreiben können. Zur Schließung der Zeitung hieß es nur, sie habe den Präsidenten kritisiert. Gambias Präsident Yahya Jammeh wird von der Organisation "Reporter ohne Grenzen"als "Feind der Pressefreiheit" geführt.

Die vollständige Liste der Feinde der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" finden Sie hier.

Kabarettist Hader: Franziskus ist Visionär - und Schlitzohr

Einer wie Papst Franziskus müsste mal Politik machen.

Das wünscht sich zumindest der österreichische Kabarettist Josef Hader. Er sagte dem Online-Portal der "Süddeutschen Zeitung", Franziskus könne einerseits Visionen formulieren und sei andererseits Schlitzohr genug, diese auch durchzusetzen. Als Beispiel nennt der Kabarettist die Bemühungen des Papstes um eine Dezentralisierung der katholischen Kirche. Franziskus wisse, dass Macht - wenn sie einmal verteilt sei - nicht so leicht wieder eingesammelt werden könne. Als größte Leistung von Franziskus' Vorgänger Ratzinger betrachtet Hader nach eigenen Worten übrigens dessen Entschluss zum Rücktritt.

Daniel Barenboim überrascht beim Neujahrskonzert

Bei seinem zweiten Auftritt gab es eine Überraschung.

Beim traditionellen Neujahrskonzert mit den Wiener Philharmonikern bat der Dirigent Daniel Barenboim das Publikum, während des beliebten Radetzky-Marschs nicht mitzuklatschen. Stattdessen ging der 71-Jährige während des Stücks durch die Reihen und bedankte sich per Handschlag bei den Musikern. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker stand im Zeichen des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Radetzky war im 19. Jahrhundert ein umstrittener Feldmarschall. Barenboim ist Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker hatte er bereits 2009 geleitet.

US-Schauspieler Joseph Ruskin gestorben

Nicht nur Filme, auch Serien haben Joseph Ruskin bekannt gemacht.

Wie nun bekannt wurde, ist der US-Schauspieler am Samstag in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben. Ruskin wurde 89 Jahre alt. Er spielte unter anderem in einigen "Star Trek"-Filmen sowie in den Serien "Raumschiff Enterprise" und "Bones - Die Knochenjägerin" mit.

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