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Dienstag, 21.05.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 21. Mai 2019

Brentano-Akademie in Aschaffenburg gegründet

Aschaffenburg widmet dem Romantik-Schriftsteller Clemens Brentano eine Akademie. Die neue Einrichtung wolle das literarische, kulturelle und gesellschaftliche Erbe der Romantik vermitteln, gab die Stadt in einer Mitteilung bekannt. Ab Juni kommenden Jahres soll alle zwei Jahre ein Festival mit Konzerten, Vorträgen, Theater, Workshops, Poetry Slam und weiteren Veranstaltungen stattfinden. Der Romantik-Dichter Clemens Brentano starb 1842 in Aschaffenburg und wurde dort bestattet.

Manuskripte von Kafka-Freund Brod an Israel übergeben

Israels Nationalbibliothek erhält weitere Dokumente aus dem Nachlass des Kafka-Freundes Max Brod (1884-1968). Vertreter des Bundeskriminalamtes wollen in der israelischen Botschaft in Berlin rund 5000 Seiten aus Brods Privatarchiv an Israel übergeben, wie das BKA und die Bibliothek bestätigten. Die Dokumente waren nach Angaben der Nationalbibliothek vor rund zehn Jahren in Tel Aviv gestohlen und nach Deutschland geschmuggelt worden, wo sie 2015 beschlagnahmt wurden. Die Dokumente waren vermutlich aus der Wohnung der einstigen Sekretärin Brods in Tel Aviv gestohlen und unter anderem dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach zum Kauf angeboten worden. Nach einem Gerichtsverfahren in Wiesbaden wurden die Dokumente, Notizen und Korrespondenz dem Brod-Nachlass zugesprochen.

US-Museum kann Cranach-Gemälde behalten

Das Oberste Gericht der USA hat einen Eigentümerstreit um zwei Gemälde des Renaissance-Künstlers Lucas Cranach der Ältere nicht angenommen. Im Zweiten Weltkrieg hatten die Nationalsozialisten einen jüdischen Kunsthändler in den Niederlanden zum Verkauf der Bilder "Adam" und "Eva" gezwungen, seine Schwiegertochter Marei von Saher klagte auf ihre Rückgabe. Allerdings hatte die niederländische Regierung die Gemälde 1971 an ein Museum in Kalifornien verkauft. Mit der Entscheidung des Obersten Gerichts in Washington bleiben die Urteile der Vorinstanzen in Kraft, dass dieser Deal rechtmäßig war. Auch ein niederländisches Gericht hatte gegen den Anspruch von Sahers entschieden.

Alter des Turiner Grabtuchs bezweifelt

Über eine mögliche neue Altersbestimmung des Turiner Grabtuchs beraten am Donnerstag Wissenschaftler an der Universität Catania. Es gehe dabei um eine Neuinterpretation der Daten aus der Radiokarbon-Messung, die 1988 vorgenommen worden war. Einer Mitteilung der Universität zufolge, könnte das 4,36 Meter lange und 1,10 Meter breite Leinentuch, das als Grabtuch Jesu verehrt wird, nicht erst aus dem Mittelalter, sondern schon aus der Antike stammen. Bei der Untersuchung 1988 war eine Gewebeprobe dreigeteilt an Labore in Zürich, Oxford und Arizona geschickt worden. Diese bestimmten die Entstehungszeit auf die Zeit zwischen 1260 und 1390 n. Chr. In Catania wollen Grabtuchforscher, Statistiker und Datenanalysten die ursprünglichen Daten wie auch bisher unveröffentlichte Rohdaten der Messungen begutachten. Die Labors seien damals zu recht unterschiedlichen Ergebnissen gekommen, "wahrscheinlich weil die getesteten Proben nicht homogen waren", so Torrisi.

Gedenktafel für Zadek in Berlin enthüllt

Der legendäre Theaterregisseur Peter Zadek (1926-2009) hat eine Gedenktafel in Berlin bekommen. Zadek war Intendant am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und von 1992 bis 1995 Mitglied des Direktoriums des Berliner Ensembles. Die Gedenktafel findet sich in der Offenbacher Straße im Stadtteil Wilmersdorf. Dort lebte Zadek von seiner Geburt bis 1933, als er mit seinen Eltern nach England emigrierte. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück. Zur Enthüllungszeremonie kamen die Schriftstellerin und letzte Lebensgefährtin Zadeks, Elisabeth Plessen, die Schauspielerin Angela Winkler und Michelle Zadek, Tochter des Regisseurs.

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