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Samstag, 27.02.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 27. Februar 2021

Linke prüft Änderung der Eigentümerstruktur beim ND

Die Linkspartei will als Mitgesellschafter eine Veränderung der Eigentümerstruktur der Tageszeitung "Neues Deutschland" (ND) prüfen. Das sagte der Bundesschatzmeister der Linken, Harald Wolf, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Wolf betonte, man stehe am Anfang eines Prozesses, es gebe noch kein Ergebnis. Eine Option sei, das ND in eine neue Gesellschaftsform zu überführen und eine Genossenschaft zu gründen. Als Grund für die Überlegungen nannte der Linken-Bundesschatzmeister die in den vergangenen Jahren rückläufigen Abonnentenzahlen und die Notwendigkeit, einer Neukonzeption und Neuaufstellung auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung. In diesem Zusammenhang müsse man auch diskutieren, ob eine Partei als Gesellschafter ein Hindernis sei, wenn die Zeitung bei aller redaktionellen Unabhängigkeit von vielen als Parteizeitung betrachtet werde.

Neue Leitung beim Deutschen Literaturfonds

Die Schriftstellerin und Journalistin Susanne Fischer ist neues geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt. Sie folgt auf Wend Kässens, der aus Altersgründen das Amt niedergelegt hat, wie der Literaturfonds in Darmstadt mitteilte. Die 1960 in Hamburg geborene Fischer arbeitet als Autorin und ist seit 2018 geschäftsführender Vorstand der Arno-Schmidt-Stiftung in Bargfeld bei Celle. Neu in den Vorstand des Literaturfonds gewählt worden wurde demnach der Schriftsteller Ingo Schulze. Der Deutsche Literaturfonds ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der deutschsprachigen Literatur mit Sitz in Darmstadt. Er vergibt unter anderem einen Preis für ein herausragendes literarisches Gesamtwerk, mehrere Förderpreise, Stipendien und einen Preis für Übersetzungen, den Paul-Celan-Preis.

Leipziger Kurt-Wolff-Preis an Verleger Ulrich Keicher

Für seine Editionen erhält der baden-württembergische Verleger Ulrich Keicher den mit 35.000 Euro dotierten Kurt-Wolff-Preis. Die Auszeichnung werde ihm voraussichtlich Ende Mai in Leipzig verliehen, teilte die Kurt Wolff Stiftung in Leipzig mit. Keicher bereichere seit fast vier Jahrzehnten das literarische Leben mit einem weit gespannten Programm, hieß es. Den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis 2021 der Kurt Wolff Stiftung erhält die Edition Converso. Sie bringe seit ihrer Gründung 2018 dem deutschsprachigen Publikum die Vielfalt der Kulturen des Mittelmeerraums in erzählender Prosa, Lyrik und gehaltvollen Sachbüchern näher, so die Begründung. Die Leipziger Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene wurde im Jahr 2000 von unabhängigen Verlegerinnen und Verlegern sowie dem damaligen Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) gegründet.

Bund fördert Computerspiel zur Extremismusprävention

Mit rund 1,6 Millionen Euro fördert die Bundesregierung die Entwicklung eines Computerspiels zur Präventionsarbeit. Das Modellvorhaben "Call of Prev" soll als interaktives Onlinespiel junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren vor einer potenziellen Radikalisierung durch extremistische Medieninhalte schützen, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mitteilte. Der Radikalisierung junger Menschen, egal in welche Richtung, müsse schon möglichst früh entgegengewirkt werden, betonte Grütters. Die Initiative werde vom Verein cultures interactive getragen. "Call of Prev" soll bundesweit in die Präventionsarbeit eingebunden werden und dann in bis zu fünf Sprachen spielbar sein.

Tochter von Serge Gainsbourg will Museum eröffnen

Anlässlich des 30. Todestags der französischen Chanson-Ikone Serge Gainsbourg am kommenden Dienstag hat seine Tochter angekündigt, bald ein Museum zu eröffnen. Charlotte Gainsbourg sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie wolle das frühere Pariser Haus ihres Vaters für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Lange habe sie die früheren Privaträume ihrer Familie "wie einen Schatz" gehütet, sagte Charlotte Gainsbourg, die als Sängerin und Schauspielerin Karriere gemacht hat. Aber der Ort gehöre zum Pariser Kulturerbe. Serge Gainsbourg war am 2. März 1991 im Alter von 62 Jahren gestorben. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten französischen Chansonniers und Komponisten und war auch als Schauspieler und Schriftsteller tätig.

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