Samstag, 15.08.2020
 

Kulturnachrichten

Samstag, 15. August 2020

Die "Bummi"-Erfinderin Ursula Böhnke-Kuckhoff ist tot

Die Kinderbuchautorin Ursula Böhnke-Kuckhoff ist tot. Sie starb bereits am 7. August im Alter von 93 Jahren, wie ihre älteste Tochter der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Bekannt war Böhnke-Kuckhoff vor allem als Erfinderin der DDR-Kinderzeitschrift "Bummi". 1956 kam der damals 29-jährigen Autorin die Idee, eine Zeitschrift für Vorschulkinder herauszugeben - sie erfand den gelben Bären Bummi. 1957 druckte der Verlag Junge Welt dann die erste Ausgabe. "Bummi" ist eine von wenigen DDR-Zeitschriften, die den Mauerfall überlebt haben. Neben ihrer Tätigkeit als Chefredakteurin schrieb Böhnke-Kuckhoff auch Kinderbücher wie "Bummi am Nordpol" oder "Die Prinzessin und der Regenbogen".

US-Präsident Trump erhöht den Druck auf Tiktok

Die US-Regierung erhöht den Druck auf den chinesischen Eigentümer der Video-App TikTok. Präsident Trump unterzeichnete ein Dekret, das den Mutterkonzern Bytedance dazu verpflichtet, innerhalb von 90 Tagen alle Daten von US-Nutzern zu vernichten und sich von seinen Geschäften in den Vereinigten Staaten zu trennen. Es gebe glaubwürdige Hinweise auf eine Gefährdung der nationalen Sicherheit durch Bytedance, erklärte Trump zur Begründung. Tiktok hat angekündigt, sich mit rechtlichen Mitteln zu wehren. Die Video-App wurde in den USA bereits rund 175 Millionen Mal heruntergeladen. Sie ist vor allem bei jungen Nutzern sehr beliebt.

New Yorker Museen dürfen im August wieder öffnen

Die Museen in New York können vom 24. August an unter Auflagen wieder öffnen. Dabei gelten Maskenpflicht und vorgeschriebene Laufwege, wie der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, sagte. Die Museen dürften zudem nur höchstens ein Viertel der üblicherweise erlaubten Zahl an Besuchern einlassen und müssten zeitgebundene Tickets verkaufen, hieß es weiter. Die Corona-Krise hat die Kulturbranche der Stadt hart getroffen. Museen in New York sind seit März geschlossen. Die Broadway-Theater und die Metropolitan Opera haben alle Veranstaltungen bis zum Ende des Jahres abgesagt. Das New Yorker Metropolitan Museum hatte bereits Mitte Juli angekündigt, von 29. August an wieder öffnen zu wollen.

Kopenhagener Architekten sollen Exilmuseum bauen

Das geplante Exilmuseum Berlin auf dem Areal des früheren Anhalter Bahnhofs soll von dänischen Architekten gebaut werden. Die zehnköpfige Jury verständigte sich auf den Entwurf des Architekturbüros Dorte Mandrup aus Kopenhagen. Das sagte der Gründungsdirektor der Stiftung Exilmuseum, Christoph Stölzl. Der für 27 Millionen Euro geplante und privat finanzierte Neubau soll die Portalruine des Anhalter Bahnhofs mit einbeziehen. Das geplante Exilmuseum soll an die rund 500.000 Menschen erinnern, die unter dem Druck der Nazis Deutschland verlassen mussten. Seine Eröffnung ist für 2025 geplant. Schirmherren sind die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und Altbundespräsident Joachim Gauck.

Anna-Amalia-Bibliothek ersteigert Goethe-Exemplar

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar hat ein wertvolles Exemplar von Goethes "Hermann und Dorothea" ersteigert - mit einer Widmung des Dichters. Der Band sei bei einer Auktion in Hamburg erworben worden, teilte die Klassik-Stiftung mit. Zum Kaufpreis machte sie keine Angabe. Johann Wolfgang von Goethe habe das Buch Leutnant Philipp Gauby gewidmet und diesem mitgegeben, als er 1815 zum Feldzug gegen Napoleon aufbrach. Im Buch steckt ein Empfehlungsschreiben für Gauby, den Goethe mehrfach in seinen Tagebüchern und Briefen erwähnt.

Chöre in italienischen Kirchen dürfen wieder singen

In italienischen Kirchen dürfen ab sofort wieder Chöre singen und Familienangehörige enger zusammensitzen. Das teilte die Bischofskonferenz des Landes nach einer Anfrage an das Innenministerium mit. Allerdings müssen die Chormitglieder einen Meter Mindestabstand voneinander einhalten, zwischen dem Chor und der Gemeinde sind es zwei Meter. Die übrigen Vorschriften wie Handdesinfektion, Mundschutz sowie getrennte Ein- und Ausgänge gelten weiter. Die Lockerungen werden laut Innenministerium nur aufgrund der aktuellen Pandemielage gewährt. Die Entscheidung, ob bei Einhaltung sonstiger Abstandsregeln in entsprechend großen Kirchen die Obergrenze von 200 Personen aufgehoben werden kann, verwies die Behörde in Rom an die jeweiligen Provinzregierungen.

Russell A. Kirsch, der Erfinder des Pixels, ist gestorben

Der Erfinder des Pixels, Russell A. Kirsch, ist tot. Wie die US-Zeitung "The Oregonian" schreibt, starb der US-Computerforscher bereits am Dienstag im Alter von 91 Jahren in Portland. 1957 hatte Kirsch die ersten digitalen Scans durchgeführt. Ergebnis war ein fünf mal fünf Zentimeter kleines Schwarz-Weiß-Digitalbild seines Sohnes Walden. Das Bild ging in die Fotogeschichte ein und befindet sich heute im Portland Art Museum. Pixel, die als kleine digitale Punkte ein Foto oder Video auf einem Bildschirm erst sichtbar machen, galten nicht sofort als wichtige Erfindung. Erst spät wurde Kirsch als Erfinder anerkannt. Seine Arbeiten haben den Grundstein für Satellitenbilder, Computertomographie und die virtuelle Realität gelegt.

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