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Mittwoch, 22.01.2020
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 22. Januar 2020

Im Weinstein-Prozess starten Eröffnungsplädoyers

Im Vergewaltigungsprozess gegen den früheren Filmproduzenten Harvey Weinstein starten die ersten Plädoyers von Anklage und Verteidigung. Dabei geht es um die Vorwürfe von zwei Frauen. Bei einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Dieser hatte immer wieder gesagt, die sexuellen Kontakte seien einvernehmlich erfolgt. Erwartet wird ein harter Kampf zwischen Anklage und Verteidigung um die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen. Am Ende entscheiden jedoch die zwölf Geschworenen über Schuld oder Unschuld. Seit 2017 hatten insgesamt mehr als 80 Frauen Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Ihre Anschuldigungen hatten die globale MeToo-Bewegung ausgelöst.

Künast erreicht Teilerfolg gegen Beschimpfung im Netz

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast hat mit einer Beschwerde gegen einen Gerichtsbeschluss zu Beschimpfungen auf Facebook einen Teilerfolg erreicht. Das Berliner Landgericht teilte mit, dass die Kommentare zu einem Post der Politikerin nochmals geprüft worden seien. In 6 von 22 Fällen sei, anders als in einem Beschluss vom September 2019, nun eine Beleidigung gesehen worden. Damit bekam die Politikerin in diesen Fällen Recht. Künast will, dass die personenbezogenen Daten der 22 Nutzer herausgeben werden dürfen, um gegen sie zivilrechtlich vorgehen zu können. In sechs Fällen hat sie dies nun erreicht. Unbekannte hatten Künast unter anderem als "Geisteskranke" bezeichnet und noch drastischere und auch sexistische Beiträge geschrieben.

Prozess um Schmäh-Plastik hat begonnen

Vor dem Oberlandesgericht Naumburg hat der Berufungsprozess um die sogenannte "Judensau-Plastik" an der Wittenberger Stadtkirche begonnen. Das Relief ist 700 Jahre alt und zeigt eine Sau, an deren Zitzen sich Menschen laben, die Juden darstellen sollen. Aus Sicht des jüdischen Klägers erfüllt es den Tatbestand der Beleidigung und müsse abgenommen werden. Der Vorsitzende Richter erklärte zu Beginn der teils sehr emotional geführten Verhandlung, die Berufung habe nach derzeitigem Stand keine Aussicht auf Erfolg. Das Gericht will am 4. Februar sein Urteil verkünden, Revision wird voraussichtlich zugelassen.

Bundeskanzlerin eröffnet Holocaust-Ausstellung

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet haben in Essen die Ausstellung "Survivors. Faces of Life after the Holocaust" eröffnet. Die Schoah, also der nationalsozialistische Völkermord an den Juden Europas, habe mit der Zivilisation und mit sämtlichen Menschenrechten gebrochen, sagte Merkel. Dass neues jüdisches Leben in Deutschland entstanden sei, "grenzt an ein Wunder", so die Kanzlerin. Der Fotograf Martin Schoeller porträtierte mit seiner Kamera 75 Überlebende der Shoa in Israel. Zu sehen ist die Ausstellung in Essen bis zum 26. April. Im Anschluss soll sie an weiteren Stationen gezeigt werden.

Sänger Ozzy Osbourne an Parkinson erkrankt

Der britische Hardrock-Sänger Ozzy Osbourne ("Crazy Train") ist nach eigenen Angaben an Parkinson erkrankt. Das gab er gemeinsam mit seiner Frau und Managerin Sharon in einem Interview der US-Fernsehsendung "Good Morning America" bekannt. Bereits zweimal hatte Osbourne seine Abschiedstournee wegen gesundheitlicher Probleme verschoben und als Grund dafür die Folgen eines Unfalls angegeben. Kürzlich hatten US-amerikanische Medien gemeldet, der 71-Jährige liege im Sterben. Am 21. Februar wird Osbourne sein neues Album "Ordinary Man" veröffentlichen, auf dem unter anderem Elton John und Guns N'Roses-Gitarrist Slash als Gaststars zu hören sind.

"Hart aber Fair" vorerst ohne Frank Plasberg

Der "Hart aber fair"-Moderator Frank Plasberg fällt aus gesundheitlichen Gründen für einige wenige Wochen aus. Plasberg leide an einem temporären Ausfall des rechten Gleichgewichtsorgans, teilte die ARD in München mit. Das Ohr des 62-Jährigen sei durch ein "lange zurückliegendes Knalltrauma" vorgeschädigt. Die Ärzte hätten ihm deshalb Ruhe verordnet. Vertreten wird Plasberg von Susan Link. Sie moderiert unter anderem das ARD-"Morgenmagazin" und die Talkshow "Kölner Treff" des Westdeutschen Rundfunks.

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