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Kulturnachrichten

Samstag, 8. August 2020

Eurovision Song Contest bekommt USA-Ableger

Der Eurovision Song Contest (ESC) bekommt Ende 2021 einen Ableger in den USA. Das hat der Veranstalter, die European Broadcasting Union (EBU), mitgeteilt. In dem US-Format American Song Contest (ASC) sollen Vertreter der 50 Bundesstaaten gegeneinander antreten. Nach Angaben des schwedischen Eurovision-Produzenten Anders Lenhoff steht der neue Wettbewerb allen Bands und Sängern offen, sowohl Profis als auch Amateuren. Der ASC soll erstmals im kommenden Jahr stattfinden, einige Monate nach dem ESC. Dieser ist vom 18. bis 22. Mai in Rotterdam geplant. Der ESC wurde in diesem Jahr zum ersten Mal seit seiner Gründung 1956 wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Lorenzo Soria mit 68 Jahren gestorben

Lorenzo Soria, der Vorsitzende der Hollywood-Auslandspresse, die alljährlich die Golden Globes verleiht, ist gestorben. Lorenzo Soria wurde 68 Jahre alt. Das teilte die Hollywood Foreign Press Association auf Twitter mit. Der gebürtige Argentinier berichtete seit den 80er-Jahren für italienische Publikationen aus Hollywood. Zuletzt war Soria im Juni 2019 zum Vorsitzenden des Filmverbands gewählt worden. Seit 2003 hatte er diese Position mehrmals inne. Der Golden-Globe-Verband vergibt die Preise seit 1944. Die Trophäen gehören nach den Oscars und den Emmys zu den begehrtesten Auszeichnungen für Kinofilme und Fernsehsendungen.

"Dirty Dancing" bekommt eine Fortsetzung

Der 80er-Jahre Kultfilm "Dirty Dancing" bekommt eine Fortsetzung. Das bestätigte der Chef der Filmproduktionsfirma Lionsgate, John Feltheimer. Demnach soll der Film "nostalgisch" und "romantisch" werden. Produziert wird er von Jennifer Grey, die im Original die weibliche Hauptrolle spielte. Auch in der Fortsetzung soll sie Frances "Baby" Houseman - nur 30 Jahre später - darstellen. Wann der Film in die Kinos kommt und wer die männliche Hauptrolle spielt, ist noch nicht bekannt. Der Star des Originals, Patrick Swayze, war vor elf Jahren an Krebs gestorben.

Verlag kritisiert Hamburger Ausladung von Lisa Eckhart

Der Leiter des österreichischen Paul-Zsolnay-Verlags, Herbert Ohrlinger, hat die Ausladung seiner Autorin, der Kabarettistin Lisa Eckhart, vom Hamburger Lesefest "Harbour-Festival" kritisiert. Im Deutschlandfunk Kultur sprach er von einem Skandal, wie er ihn in seiner gesamten Verlagszeit noch nicht erlebt habe. Es sei absurd, Eckhart Antisemitismus vorzuwerfen. Kritiker werfen Eckhart vor, antisemitische und rassistische Klischees zu bedienen. Einer der Festivalleiter, der Verleger Nikolaus Hansen, hatte die Ausladung am Abend im Deutschlandfunk Kultur verteidigt. Man habe konkrete Drohungen vom Schwarzen Block erhalten und „Angst vor rabiater Gewalt“. Zudem hätten sich Autoren geweigert, am 14. September mit Eckhart im„Debütantensalon“ aufzutreten.

Israelisches Staatsarchiv vermisst tausende Dokumente

Im israelischen Staatsarchiv werden rund 10.000 Schriftstücke vermisst. Wie die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf das Journalismus- und Medienportal "The Seventh Eye" berichtet, gehören dazu Dokumentationen zur Ermordung von Ministerpräsident Jitzchak Rabin, zum Verfahren gegen Naziverbrecher Adolf Eichmann und zum Jom-Kippur-Krieg. Das Staatsarchiv selbst äußerte sich laut der Zeitung bislang nicht. Bereits vor zwei Jahren hatte die Zeitung über das Verschwinden von 40 Dokumenten zur mutmaßlichen Entführung von Kindern jemenitischer Einwanderer berichtet. Mitarbeiter des Staatsarchivs hätten berichtet, menschliche Fehler oder Mängel in den Arbeitsabläufen seien keine Seltenheit.

China verurteilt US-Verfügung gegen Video-App Tiktok

China hat die USA erneut für ihr Vorgehen gegen die Video-App Tiktok scharf kritisiert. Außenmamtsprecher Wang Wenbin sprach von "Mobbing". Washington schiebe Bedenken um die nationale Sicherheit als Grund vor, um Nicht-US-Unternehmen zu unterdrücken. Dies werde langfristig Konsequenzen nach sich ziehen. US-Präsident Trump hatte zuvor eine neue Verfügung angekündigt, mit der offensichtlich der Verkauf des US-Geschäfts der beliebten chinesischen Video-App erzwungen werden soll. Die Verfügung, die in 45 Tagen in Kraft treten soll, untersagt US-Bürgern Geschäfte mit Bytedance, dem Eigentürmer der App, zu machen. Sie stelle eine "Bedrohung der nationalen Sicherheit" dar.

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