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Dienstag, 22.10.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 22. Oktober 2019

Berühmte Strickjacke von Kurt Cobain wird versteigert

Eine berühmte Strickjacke des verstorbenen Nirvana-Sängers Kurt Cobain wird diese Woche in New York versteigert. Das Auktionshaus Julien's Auctions rechnet mit einem Erlös von zwischen 200.000 und 300.000 Dollar (179.000 bis 269.000 Euro) für die Jacke, die der Grunge-Musiker bei der Aufnahme des "Unplugged"-Albums im Jahr 1993 trug. Im Preis inbegriffen ist ein großes Zigaretten-Brandloch in der Weste. "Kurt hat den Grunge-Look geschaffen", sagte der Chef von Julien's Auctions, Darren Julien, der Nachrichtenagentur AFP. Die Jacke sei das wichtigste Kleidungsstück, das der Sänger jemals getragen habe, und damit so etwas wie der "Heilige Gral" von Cobains Bekleidung. Die Strickjacke war bereits 2015 versteigert worden und hatte 137.500 Dollar eingebracht.

Japan: Steinmeier beeindruckt von Inthronisierung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich beeindruckt gezeigt von der Zeremonie zur Inthronisierung des japanischen Kaisers Naruhito. "Da verbindet sich Geschichte, Tradition, die Freude über die Thronbesteigung des neuen Kaiserpaares, aber eben auch viel Hoffnung auf Zukunft", sagte Steinmeier im Anschluss an die 30-minütige Zeremonie im Palast in Tokio zu deutschen Journalisten. Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender gehörten zu rund 2000 Würdenträgern aus rund 190 Ländern und von internationalen Organisationen, die zur Zeremonie geladen waren. Die Zeremonie war Höhepunkt einer Reihe von Thronfolge-Ritualen, die im Mai begonnen hatten, als Naruhito die Nachfolge seines Vaters Akihito antrat.

Trailer verrät: Nach neun "Star Wars"-Filmen ist Schluss

Die Saga um die Jedi-Familie Skywalker geht mit dem im Dezember erscheinenden neunten "Star Wars"-Teil wirklich zu Ende. Das kündigt der neue Trailer an. "Die Saga wird enden. Die Geschichte lebt für immer", heißt es in diesem Ausblick der Produktionsfirma Lucasfilm. Anfang Mai hatten die Walt Disney Studios, die die Rechte an "Star Wars" besitzen, drei neue Filme für die Jahre 2022, 2024 und 2026 angekündigt. Doch die Pläne sind offenbar andere. Mit dem neunten Teil besteht die Sternenkriegs-Saga aus insgesamt drei chronologisch angeordneten Trilogien. Darüber hinaus existieren bereits mehrere Filme, die ebenfalls im "Star Wars"-Universum spielen und Nebenstränge des Weltraummärchens abhandeln.

Politik-Chef Nikolaus Blome verlässt "Bild"

Der Politik-Chef und stellvertretende Chefredakteur, Nikolaus Blome, verlässt die "Bild"-Zeitung. Blome geht laut einem Intranet-Eintrag des Konzerns "auf eigenen Wunsch und im gegenseitigen Einvernehmen zum 31. Oktober 2019". Die Nachfolge für die Leitung des Ressorts Politik werde in Kürze bekanntgegeben. Blome wurde mit diesen Worten zitiert: "Ich danke "Bild" von Herzen für viele wunderbare Jahre. Nun möchte ich aus persönlichen Gründen einen anderen Weg einschlagen." Seit Ende 2015 war Blome bei "Bild" für die Politik- und Wirtschaftsberichterstattung verantwortlich. Zum Konzern Axel Springer kam er erstmals 1997 in der Funktion Ressortleiter Außenpolitik bei der "Welt". Zwischen 2013 und 2015 war er für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" als Leiter des Hauptstadtbüros und Mitglied der Chefredaktion tätig.

Verlegerin Monika Schoeller gestorben

Die Verlegerin Monika Schoeller ist nach kurzer schwerer Krankheit am 17. Oktober in Filderstadt bei Stuttgart gestorben. Das teilte ihr Verlag mit. Sie wurde 80 Jahre alt. Schoeller war Gesellschafterin der Holtzbrinck Publishing Group, Verlegerin der S. Fischer Verlage in Frankfurt am Main und Gründerin der S. Fischer Stiftung in Berlin. Die Tochter des Verlegers Georg von Holtzbrinck studierte u. a. Kunstgeschichte und Germanistik. Seit 1974 war sie Verlegerin des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main. 2002 zog sie sich aus der operativen Arbeit zurück, blieb aber bis zu ihrem Tod Verlegerin und Mitglied der Geschäftsführung. Für ihr Engagement erhielt Schoeller u. a. das Bundesverdienstkreuz.

Beliebte Sendungen bei "hr2 kultur" bleiben bestehen

Im Sommer kündigte der Hessische Rundfunk an, aus dem kulturellen Vollprogramm "hr 2 kultur" einen reinen Klassik-Musikkanal zu machen. Es folgten große Proteste. Schriftsteller*innen meldeten sich genauso zu Wort wie 10.000 Hörer*innen in einer Online-Petition. Nun ist klar: Der Protest war zumindest in Teilen erfolgreich. "Die längeren Formate in 'hr2 kultur' wie der 'Doppelkopf', wie 'der Tag', aber auch wie die Lesung oder das Feature sind von diesem Veränderungsprozess erst einmal überhaupt nicht betroffen", sagte Kulturredakteur Alf Mentzer am Rande der Frankfurter Buchmesse. Mentzer leitet im Hessischen Rundfunk die Arbeitsgruppe, die die Kulturberichterstattung des Frankfurter Senders neu aufstellen soll. Zunächst soll bis zum Jahresende eine neue, crossmediale Kulturredaktion aufgebaut werden, die verschiedene Kanäle und vor allem das Internetangebot im Feld der HR-Kulturberichterstattung bedienen soll. Erst in einem zweiten Schritt soll dann "hr2 kultur" reformiert werden.

Erstes Denkmal für Frauen im New Yorker Central Park

In New York wird eine Männerdomäne Geschichte: Die 23 Standbilder von Christoph Columbus, William Shakespeare, Alexander Hamilton und anderen berühmten Männern bekommen im nächsten Jahr Gesellschaft von drei Pionierinnen der Frauenrechtsbewegung: Susan B. Anthony, Elizabeth Cady Stanton und Sojourner Truth. Das beschloss die zuständige Stadtkommission. Das Monument soll im August 2020 eingeweiht werden. 2020 wird es 100 Jahre her sein, dass Frauen das Wahlrecht in den USA erhielten. Der Weg zum Denkmal für die Frauenrechtlerinnen war lang und weit. Vor sechs Jahren hieß es noch, im Central Park sei überhaupt kein Platz für Denkmäler mehr - weder für Männer noch Frauen.

Museen in Halle und London kooperieren

Die Himmelsscheibe von Nebra wird 2021 im British Museum in London ausgestellt. Im Gegenzug erhält das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle hochrangige Leihgaben aus dem British Museum. Zu sehen in einer Ausstellung, ab November 2020 in der Saalestadt, die anschließend in abgewandelter Form in der britischen Hauptstadt gezeigt wird. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde am Montag in Magdeburg unterzeichnet. Der stellvertretende Direktor des Londoner Museums, Jonathan Williams, sagte, die Ausstellung werde das Interesse des britischen Publikums an deutscher Geschichte und Archäologie wecken und Anlass sein, das Land zu besuchen. Die Himmelsscheibe zeigt die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene rund um den Mond.

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