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Montag, 21.10.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 21. Oktober 2019

New Yorker MoMA nach Umbau wiedereröffnet

Das New Yorker Museum of Modern Art wird am Montag wiedereröffnet. In den vergangenen Monaten wurde es von Grund auf renoviert und um ein Drittel vergrößert. Gezeigt werden sollen nun deutlich mehr Werke von Frauen sowie Kunst von latein-amerikanischen, asiatischen und afro-amerikanern Künstlern. Die Kunsthistorikerin Bärbel Küster von der Uni Zürich hält das für überfällig. Im Deutschlandfunk Kultur sagte sie, es gebe eine große Bandbreite von Interpretationen der Moderne, das sei in vielen Museen bisher nicht präsent gewesen. Es gebe definitiv nicht nur "die Moderne der weißen Männer", deswegen hätten die Museen auch eine Pflicht, das dazustellen.

Frankfurter Buchmesse verzeichnet Besucherrekord

Mit einem Zuwachs bei Lese-Publikum und Fachbesuchern ist die Frankfurter Buchmesse zu Ende gegangen. Insgesamt kamen nach Angaben der Veranstalter erstmals mehr als 300.000 Besucher, das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Grund dafür sei, dass die Messe in diesem Jahr nicht während der hessischen Herbstferien stattgefunden hat. Gastland war in diesem Jahr Norwegen. Auf der Messe, aber auch in Museen und auf Bühnen in der gesamten Stadt, präsentierten sich die Nordeuropäer mit einem breiten Kulturangebot. Im kommenden Jahr ist Kanada Ehrengast.

Europäischer Kulturpreis für Sophia Loren

Die italienische Schauspielerin Sophia Loren ist mit dem Europäischen Kulturpreis "Taurus" ausgezeichnet worden. Bei einer Gala in der Wiener Staatsoper erhielt die 85-Jährige die undotierte Ehrung für ihr Lebenswerk. Zu den weiteren Preisträgern zählten der Maler Neo Rauch und die Designerin Vivienne Westwood. Westwood bekam die Auszeichnung für ihr gesellschaftliches Engagement. Der Europäische Kulturpreis "Taurus" in Form eines bronzenen Stieres soll herausragende Leistungen von Kulturschaffenden würdigen. Stifter des Preises ist das Europäische Kulturforum.

Karl-Sczuka-Preis für Ulrike Janssen und Marc Matter

Die Regisseurin Ulrike Janssen und der Klangkünstler Marc Matter sind mit dem Karl-Sczuka-Preis 2019 des Südwestrundfunks (SWR) ausgezeichnet worden. Sie wurden für ihr Hörstück "Meerschallschwamm und Schweigefang" geehrt, teilte der SWR in Baden-Baden mit. Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert. In der Begründung der Jury heißt es, das Hörstück entwerfe mit subtilem Humor eine Führung durch ein imaginäres Museum kurioser Apparaturen zur Schallaufzeichnung und Klangwandlung. "In poetisch fragmentierter Phantasiesprache stellt uns ein Audioguide Instrumente wie den Auralisator, den Sprachklangemulgator und den Schallfrierapparat vor." Die Autorenproduktion wurde am 16. November 2018 von Deutschlandfunk Kultur urgesendet.

30 neu entdeckte Sarkophage mit Mumien präsentiert

In Ägypten ist ein seltener Fund von 30 Sarkophagen vorgestellt worden. Die rund 3.000 Jahre alten Holzsärge wurden in Luxor gezeigt. Die Särge wurden den ägyptischen Angaben zufolge für männliche und weibliche Priester und Kinder angefertigt. Sie waren in der Grabstätte Al-Asasif im Tal der Könige am Nil ausgegraben worden. Antikenminister Chaled al-Enani kündigte an, die Sarkophage werden vom kommenden Jahr an im neu eröffneten Großen Ägyptischen Museum ausgestellt. Solche Entdeckungen seien "von unschätzbarer Bedeutung für den Ruf Ägyptens". Die Sarkophage stammen aus der 22. Dynastie, also aus der Zeit von 945 bis 715 vor Christus.

Fotografin Fritz gewinnt Friedenspreis für Fotografie

Die Berliner Fotografin Johanna Maria Fritz hat den erstmals verliehenen Deutschen Friedenspreis für Fotografie gewonnen. Die 25-jährige Fritz wurde für ihre Fotoserie "Like a Bird" geehrt. Dabei zeigt sie Zirkus-Aufnahmen aus mehreren krisengeschüttelten Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. Der Preisträgerin sei es gelungen, mit ihren Bildern eine universelle Lebensfreude darzustellen, die sich auch von Konflikten und Gewalt nicht ersticken lasse, heißt es in der Begründung der Jury. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde Samstagabend im Museumsquartier Osnabrück verliehen.

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