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Kulturnachrichten

Freitag, 15. November 2019

"Schindlers Liste"-Produzent Branko Lustig gestorben

Er war Holocaust-Überlebender und Oscar-Preisträger: Heute ist Branko Lustig in Zagreb im Alter von 87 Jahren gestorben. Als Kind jüdischer Eltern im Juni 1932 in Kroatien geboren, wurde er in die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen deportiert und verlor den Großteil seiner Familie. Später wanderte er in die USA aus. Es sei ein langer Weg von Auschwitz auf diese Bühne, hatte Lustig gesagt, als er 1993 den renommiertesten Filmpreis der Welt für seine Produktion von Steven Spielbergs "Schindlers Liste" entgegennahm. Vor zehn Jahren war Lustig in seine Heimat zurückgekehrt und zum Ehrenbürger der Hauptstadt ernannt worden.

Berlin bekommt ein "Radio Arabica"

Ein arabischsprachiger Radiosender in der deutschen Hauptstadt: Den hat der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg beschlossen. "Radio Arabica" ist der Name, teilte das Gremium mit. Redaktionell seien Beiträge über das Leben in Berlin, Kultur, Nachrichten, Comedy und Sport vorgesehen. Dazu komme eine Mischung aus arabischer Volksmusik, Pop und moderner Musik. "Neben einem französischen, russischen, türkischen, englischen und amerikanischen Radioprogramm gibt es somit auch ein Angebot für die arabische Bevölkerung", sagte Hansjürgen Rosenbauer, Vorsitzender des MABB-Medienrates. Wann das Programm startet, wurde nicht mitgeteilt.

Haushaltsausschuss sichert Kosten für Museum der Moderne

Die umstrittene Finanzierung des Museums der Moderne in Berlin ist vom Haushaltsausschuss des Bundestages bestätigt worden. Statt 200 Millionen Euro sind nun knapp 365 Millionen Euro für den Bau zwischen Philharmonie und Neuer Nationalgalerie angesetzt. Kulturstaatsministerin Grütters (CDU) hatte sogar 450 Millionen beantragt, damit Baukostensteigerungen und ein Risikopuffer abgedeckt sind. Gegenüber Deutschlandfunk Kultur zeigte sich Grütters erleichtert über die Entscheidung. Der Haushaltsausschuss habe damit anerkannt, dass kein Land und keine Stadt das 20. Jahrhundert so erlebt und erlitten habe wie Deutschland und Berlin. „Und deshalb ist es richtig und angemessen, dass wir jetzt die Kunst dieser Zeit vernünftig präsentieren können." Die CDU Politikerin versicherte, die bewilligte Summe sei eine Schmerzgrenze.

83,5 Millionen für Sanierung des Nationaltheaters in Weimar

Der Bund will die Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters in Weimar in den kommenden Jahren mit 83,5 Millionen Euro unterstützen. Begründet wurde dies mit der überragenden historischen Bedeutung des Hauses, das auch in Zukunft zeitgemäß genutzt werden soll, wie die Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann (CDU) und Carsten Schneider (SPD) informierten. Das Geld wurde den Angaben in der Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages bewilligt. Der Bundeshaushalt soll Ende November endgültig verabschiedet werden, die ersten Gelder 2020 fließen.

Katalanischer Dichter Joan Margarit erhält Cervantes-Preis

Der spanische Dichter Joan Margarit wird mit dem diesjährigen Cervantes-Literaturpreis ausgezeichnet. Dies gab der spanische Kulturminister José Guirao bekannt. Der katalanische Lyriker und Architektur-Professor ist nicht nur in seiner Heimatregion, sondern in ganz Spanien einer der meistgelesenen Dichter. Der Cervantes-Preis gilt als die wichtigste literarische Auszeichnung in der spanischsprachigen Welt und ist mit 125 000 Euro dotiert. Die Jury hielt sich mit ihrer Entscheidung an die ungeschriebene Regel, wonach die Ehrung abwechselnd spanischen und lateinamerikanischen Autoren zuerkannt wird: Im vergangenen Jahr war die uruguayische Schriftstellerin Ida Vitale geehrt worden.

Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für zwei Wissenschaftsjournalisten

Die Wissenschaftsjournalisten Mai Thi Nguyen-Kim und Harald Lesch sind mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnet worden. Den beiden Preisträgern gelinge es mit ihren Fernsehsendungen und Youtube-Kanälen im Internet, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu machen und sie in gesellschaftliche und politische Diskussionen einzuordnen, so die Begründung des WDR. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Der Preis wurde zur Erinnerung an "Tagesthemen"-Moderator Hanns Joachim Friedrichs von einem Freundeskreis des Journalisten ins Leben gerufen. Die Preisverleihung findet abwechselnd beim NDR in Hamburg und beim WDR in Köln statt.

Berlinische Galerie kauft Gemälde von Lotte Laserstein

Die Berlinische Galerie hat ein weiteres Gemälde von Lotte Laserstein erworben. Die wiederentdeckte Malerin gilt als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Weimarer Republik. Mit viel Engagement des Fördervereins sei der Ankauf des Porträts "Dame mit roter Baskenmütze" gelungen, teilte die Galerie mit. Laserstein war während des Nationalsozialismus ins schwedische Exil gegangen. Ankäufe ihrer Werke seien nur selten möglich, weil die meisten ihrer Bilder bis heute in Privatbesitz seien, erklärte die Galerie. Einen Kaufpreis nannte das Haus nicht.

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