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Montag, 17.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 17. Juni 2019

Literaturpreis für Schriftstellerin Husch Josten

Die Schriftstellerin Husch Josten hat den diesjährigen Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung erhalten. Die Auszeichnung wurde der gebürtigen Kölnerin am Sonntag in der Klassikerstadt Weimar vom Stiftungsvorsitzenden Norbert Lammert überreicht. Josten greife heikle Themen auf wie Terrorismus und Fundamentalismus in Europa, über große Themen erzähle sie fundiert, "nicht lehrmeisterlich, vielmehr lakonisch und leicht, spannungsvoll und mit Humor, eingebettet in die Lebensgeschichte von Menschen", so die Begründung der Jury. Die Auszeichnung ist in diesem Jahr mit 20 000 Euro dotiert.

Jens Harzer erhält Iffland-Ring

Der deutsche Schauspieler Jens Harzer ist neuer Träger des prestigeträchtigen Iffland-Rings. Die Auszeichnung wurde Harzer am Sonntag im Wiener Burgtheater von Österreichs Kulturminister Alexander Schallenberg überreicht. Es lohne sich die Präsenz Harzers auf der Bühne zu beobachten, auch wenn er scheinbar nur ruhig in der Ecke sitze, so der Intendant des Schauspielhauses Bochum, Johan Simons, in seiner Laudatio. Der 47-jährige Harzer ist Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg und wurde von dem Mitte Februar verstorbenen, bisher letzten Träger Bruno Ganz als sein Nachfolger als "würdigster" Schauspieler des deutschen Sprachraums bestimmt.

Bühnenverein beschließt Geschlechter-Parität

Die Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins ist in Nürnberg zu Ende gegangen. In den Führungsgremien des Vereins wurde eine weitgehend paritätische Besetzung mit Männern und Frauen erreicht. Neben dem Thema Geschlechtergerechtigkeit befassten sich die rund 300 Intendanten, Regisseure und Theaterdirektoren auf der Tagung mit dem Umgang mit Machtmissbrauch und sexuellem Missbrauch an Bühnen, der Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Strömungen und dem Fachkräftemangel der Branche. In der Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Strömungen stünden die Theater dafür, die Komplexität der Wirklichkeit als Reichtum abzubilden und emotional und sinnlich erfahrbar zu machen, betonte Bühnenevereinspräsident Ulrich Khuon. "Die Theater sind hervorragend dazu geeignet, analoge Foren des Austauschs über gesellschaftliche und ästhetische Modelle zu bieten", sagte er.

Musikbau-Architekt Wilhelm Holzbauer gestorben

Der für das Festspielhaus Baden-Baden bekannte österreichische Architekt Wilhelm Holzbauer ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Musikbau-Spezialist war bekannt für seine pragmatische Arbeitsweise. Er gestaltete für die Salzburger Festspiele das 2006 eröffnete "Haus für Mozart" und in Amsterdam das Muziektheater. Wilhelm Holzbauer lehrte auch von 1977 bis 1998 als Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Helmut-Käutner-Preis für Caroline Link

Die Regisseurin Caroline Link wird für ihr filmisches Werk mit dem Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet. Mit ihren Filmen gelinge es Link immer wieder, "emotional tiefgründige Themen einfühlsam einem breiten Publikum nahezubringen", so die Jury. Mit ihrer sensiblen Schauspielerführung sporne Link sowohl namhafte Darsteller als auch immer wieder junge Talente zu Höchstleistungen an. Der mit 10 000 Euro dotierte Filmpreis wird im November im Düsseldorfer Rathaus überreicht. "In meiner Arbeit versuche ich, Anspruch und Unterhaltung zusammenzubringen", sagte Link. "Wenn ich in diesem Bestreben erfolgreich bin, bin ich dafür sehr dankbar."

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