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Montag, 16.09.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 16. September 2019

Museum der Moderne in Berlin wird teurer als geplant

Das von den Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfene Museum der Moderne in Berlin wird deutlich teurer als bisher geplant. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) legte am Montag dem Haushaltsausschuss des Bundestags eine Kostenrechnung in Höhe von gut 450 Millionen Euro vor. Bisher waren offiziell 200 Millionen Euro für den Bau veranschlagt, mit einer deutlichen Verteuerung war aber bereits gerechnet worden. Auf Basis der konkretisierten Planungen sei die Fertigstellung des Gebäudes für 2026 vorgesehen, hieß es aus dem Haus von Grütters. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2021 geplant. Der erste Spatenstich solle in den kommenden Wochen erfolgen, so Grütters.

Pirotte hört als Rektor der Frankfurter Städelschule auf

Der Rektor der Frankfurter Städelschule, Philippe Pirotte, wird am 31. März 2020 sein Amt an der Kunsthochschule niederlegen. Der belgische Kunsthistoriker und Kurator wird aber weiterhin als Professor für Kunstgeschichte und Curatorial Studies an der Städelschule arbeiten. Die genaueren Hintergründe des Rücktritts werden in der Mitteilung der Hochschule nicht genannt. Philippe Pirotte will die Forschung und das Kuratieren von Ausstellungen und Projekten wieder verstärkt aufnehmen. In seiner über fünfjährigen Amtszeit hatte er den Trägerschaftswechsel der Einrichtung von der Stadt Frankfurt zum Land Hessen begleitet.

Steinmeier würdigt "Härten des Umbruchs" im Osten

Bundespräsident Steinmeier hat dazu aufgefordert, sich noch mehr mit den Erfahrungen der Ostdeutschen nach dem Mauerfall auseinanderzusetzen. Er würdigte die "Härten des Umbruchs", die jede einzelne Familie im Osten nach dem Mauerfall getroffen habe. Viele Ostdeutsche fühlten sich bis heute nicht gehört, geschweige denn verstanden, sagte Steinmeier in Berlin. Ihre Geschichten seien kein selbstverständlicher Bestandteil des "gemeinschaftlichen Wirs" geworden. 30 Jahre nach dem Mauerfall sei es höchste Zeit, dass sich das ändere, betonte Steinmeier. Der Bundespräsident sprach im Rahmen der Ost-West-Reihe "Geteilte Geschichte(n)" in Berlin. Dort diskutierten die ostdeutsche Schriftstellerin Jana Hensel und die westdeutsche Filmemacherin Regina Schilling.

Jüdisches Museum Berlin: Kindermuseum öffnet 2020

Im Mai 2020 soll das Kindermuseum des Jüdischen Museums Berlin eröffnet werden. In der ehemaligen Blumengroßmarkthalle gegenüber vom Hauptgebäude des Museums in Berlin-Kreuzberg entstehe derzeit ein neuer Ort zum Erforschen und Spielen für Kinder von drei bis zehn Jahren, kündigte das Jüdische Museum an. Konzeptioneller Ausgangspunkt des Museums auf 2.700 Quadratmetern ist die Erzählung der Arche Noah aus der Tora. Eine sieben Meter hohe Holzkonstruktion erinnere an eine historische Arche und könne von den jungen Besuchern auf eigene Faust erkundet werden.

Menschenrechtler: Indiens Sprachenvielfalt bedroht

Menschenrechtler sehen in Indien die Sprachenvielfalt bedroht. Sie verweisen auf die Verfassung, wonach es 22 Hauptsprachen gibt, obwohl mehr als 121 Sprachen gesprochen würden. "Wenn Indiens Regierung nun Hindi zur nationalen Sprache erklären wolle, dann ist dies ein Anschlag auf die Vielfalt der Kulturen im eigenen Land und in der Welt", kritisierte der Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, in Göttingen. Delius bezog sich auf jüngste Äußerungen von Indiens Innenminister Amit Shah, Hindi zur nationalen Sprache des Landes zu erklären. Aus Sicht der Gesellschaft für bedrohte Völker wollen Hindu-Nationalisten mit ihrer Sprachenpolitik "die Hinduisierung des Landes vorantreiben und Minderheiten weiter ausgrenzen".

ARD verlegt Auslandsmagazin "Weltspiegel" doch nicht

Die ARD hat den Streit um das Auslandsmagazin "Weltspiegel" beendet. Eine Vorverlegung auf einen Sendeplatz um 18.30 Uhr im Ersten komme nicht infrage, teilte ARD-Programmdirektor Volker Herres mit. "Wir sind uns in der ARD der Bedeutung der Auslandsberichterstattung und unseres einzigartigen Korrespondentennetzes sehr bewusst", so Herres. Das Format der Sendung werde weiterentwickelt. Mit dem Ende der "Lindenstraße" soll der Sonntagvorabend im Ersten ab April 2020 neu gestaltet werden. Für Kritik sorgte die Überlegung, die "Sportschau" möglicherweise direkt vor der "Tagesschau" auszustrahlen. Der traditionsreiche "Weltspiegel" hätte dann auf einen früheren, weniger attraktiven Zeitpunkt umziehen müssen.

Designer Luigi Colani gestorben

Der Designer Luigi Colani ist tot. Er sei im Alter von 91 Jahren in Karlsruhe an einer schweren Krankheit gestorben, sagte seine Lebensgefährtin der Deutschen Presseagentur. Colani war bekannt für seine aerodynamischen Formen für Autos, Flugzeuge und Alltagsgegenstände. Seine an der Natur orientierte Formensprache bezeichnete er als Biodesign. In Japan und China war Colani ein hochangesehener Designer und hatte dort Kultstatus.

"The Cars"-Frontmann Ric Ocasek ist tot

Der US-Rockmusiker Ric Ocasek ist tot. Der Frontmann und Sänger der New-Wave-Band "The Cars" starb gestern im Alter von 75 Jahren in New York. "The Cars" hatten ihre größten Erfolge zwischen 1978 und 1985. Die Band schlug eine Brücke zwischen dem Gitarrenpop und -punk der 70er und dem von Keyboards und Synthesizern bestimmten Klang der 80er Jahre. Unter Ocaseks Führung gelang ihr eine Reihe von Hits wie "You Might Think", "Shake It Up" und "Drive". Im vergangenen Jahr wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Satire "Jojo Rabbit" gewinnt beim Toronto-Filmfest

Die Satire "Jojo Rabbit" von Regisseur Taika Waititi ist der Siegerfilm beim 44. Toronto International Film Festival (TIFF). Die Komödie mit Scarlett Johansson und Waititi in den Hauptrollen begeisterte das Publikum, das traditionell an Stelle einer Jury den Gewinner wählt. "Jojo Rabbit" erzählt die Geschichte des deutschen Jungen Jojo, der sich mit seinem imaginären besten Freund Adolf Hitler berät. Ein jüdisches Mädchen, das sich in seinem Haus versteckt, schafft es aber, seine Sichtweise auf die Welt zu ändern. Regisseur Waititi sagte in einer Video-Botschaft auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, der Preis bedeute ihm unendlich viel. "Wir müssen uns immer daran erinnern, dass es auf dieser Welt keinen Platz für Hass und Intoleranz gibt. Lasst uns dem ein Ende setzen und es durch Liebe ersetzen", so Waititi weiter. "Jojo Rabbit" soll am 23. Januar 2020 in den deutschen Kinos anlaufen. Beim zehntägigen Festival in Toronto wurden dieses Jahr 333 Filme aus 84 Ländern gezeigt, darunter 30 deutsche Beiträge und Koproduktionen. Unter anderem hatte Ina Weisses "The Audition/Das Vorspiel" mit Nina Hoss in der Hauptrolle in Toronto Weltpremiere gefeiert.

Models setzen Zeichen gegen Schlankheitskult

Hunderte Models haben bei einer Modenschau in Paris ein Zeichen gegen die Fixierung auf angebliche Idealmaße in der Mode und der Werbung gesetzt. Bei der Schau mit dem Titel "Body Positive" defilierten Frauen und Männer mit unterschiedlicher Hautfarbe, unterschiedlicher Größe und einem unterschiedlichen Körperbau. Die Models waren im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Hunderte Zuschauer, darunter viele Touristen, applaudierten und jubelten ihnen zu. "Die ganze Welt braucht diese Bewegung", sagte die Initiatorin der Aktion, Georgia Stein. Mit der "Body Positive"-Modenschau, die bereits zum dritten Mal stattfand, soll der Schlankheitskult angeprangert werden, der viele Frauen leiden lasse. Das Defilee fand in der Nähe des Centre Pompidou im Zentrum von Paris statt.

ZDF-"Fernsehgarten" lädt Comedian Kawusi aus

Rund vier Wochen nach dem umstrittenen Auftritt des Comedian Luke Mockridge im ZDF-"Fernsehgarten" hat die Traditionssendung seinen Kollegen Faisal Kawusi ausgeladen. Dieser kritisierte auf Instagram, seine seit langem geplante Darbietung beim "humorvollsten Laden Deutschlands" auf dem Mainzer Lerchenberg sei nur zwei Tage zuvor von dem Sender "knallhart abgesagt" worden. Scherzhaft fügte Kawusi hinzu, der Auftritt seines Kollegen Mockridge habe wohl zu der Absage geführt. Das ZDF teilte mit, dass der Inhalt für ein Familienprogramm am Sonntagvormittag nicht geeignet gewesen sei. Sein Kollege Mockridge hatte Mitte August zum Entsetzen von "Fernsehgarten"-Moderatorin Andrea Kiewel in ihrer Live-Sendung Senioren beleidigt, mit einer Banane telefoniert, Furzgeräusche gemacht und einen Affen imitiert.

Kulturstaatssekretär: Schlösserstiftung muss gelingen

Sachsen-Anhalt hofft auf eine rasche Einigung mit Thüringen über die gemeinsamen Schlösserstiftung, die vom Bund gefördert werden soll. "Wir haben einen Staatsvertrag schon seit Monaten liegen. Aber es gibt immer noch Abstimmungsschwierigkeiten", sagte Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger der Deutschen Presse-Agentur. Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Haushaltspolitiker im Bundestag seien beteiligt. Der Bund stellt für die kommenden acht Jahre Thüringen und Sachsen-Anhalt mit einem Sonderinvestitionsprogramm jeweils 100 Millionen Euro für die Sanierung ihrer bedeutsamen Bauten in Aussicht. Voraussetzung ist, dass die beiden Länder jeweils 100 Millionen Euro eigenes Geld beisteuern und die gemeinsame Stiftung gründen. Der Bund würde zudem jährlich Betriebskosten hinzugeben. Im kommenden Jahr wären das 7,5 Millionen Euro je Land und ab 2021 jeweils 15 Millionen Euro.

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