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Samstag, 11.07.2020
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 11. Juli 2020

Deutsche Bischöfe zu Hagia Sophia

Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich besorgt über die Umwandlung der Istanbuler Hagia Sophia in eine Moschee geäußert. Das Gebäude habe bis heute eine große Bedeutung sowohl für Muslime wie auch für Christen, vor allem für die Orthodoxe Kirche, sagte der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, der Deutschen Presse-Agentur. Die 1934 erfolgte Umwidmung in ein Museum habe seinerzeit zu einer bis heute tragfähigen Befriedung geführt: Gläubige der beiden großen Religionen, aber auch nichtreligiöse Türken hätten sich auf diese Weise mit dem großartigen Gebäude identifizieren können. Das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei hatte den Status der einstmals größten Kirche der Christenheit und späteren Moschee als Museum annulliert. Kurz danach ordnete Präsident Erdogan an, das Gebäude für das islamische Gebet zu öffnen.

Karl-Sczuka-Preis geht an Frédéric Acquaviva

Der renommierte Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst geht dieses Jahr an den Komponisten und Klangkünstler Frédéric Acquaviva. Der Franzose wird geehrt für das Hörstück "Antipodes for voices and dead electronics" - laut Jury "ein vielschichtiges Werk, das seine klanglichen Inspirationen aus heterogenen Kontexten der klassischen Avantgarden bezieht". Die Auszeichnung wird vom Südwestrundfunk vergeben und ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Die freie Autorenproduktion wurde bislang nur an einem Tag im Internet gestreamt. Der Karl-Sczuka-Preis gilt als international wichtigste Auszeichnung für Werke der Radiokunst. Die Verleihung ist am 18. Oktober 2020 in Donaueschingen vorgesehen.

Kulturschaffende demonstrieren für Rettung in Coronakrise

Einige hundert Kulturschaffende haben in Berlin unter dem Motto "Rettet die Veranstaltungsbranche" demonstriert. Der mit 350 Teilnehmern bei der Polizei angemeldete Zug bewegte sich vom Frankfurter Tor bis zum Oranienplatz. Auf Plakaten von Teilnehmern stand "Musik ist systemrelevant" und "The Show Must go on". Trotz zwischenzeitlicher Regenschauer waren nach Angaben eines dpa-Reporters 300 bis 400 Teilnehmer bei der Demo, die auf die prekäre Lage der Kultur-und Eventbranche aufmerksam machen sollte. Die Veranstaltungsbranche hat wegen den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie große Verluste zu verzeichnen. Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern in geschlossenen Räumen sind bis Oktober verboten.

Bäumer vertritt weiter katholische Kirche im ZDF-Fernsehrat

Beate Bäumer, Leiterin des Katholischen Büros Schleswig-Holstein, vertritt für weitere vier Jahre die katholische Kirche in Deutschland im Fernsehrat des ZDF. Sie wurde bei der konstituierenden Sitzung des Fernsehrates in Mainz auch zur Vorsitzenden des Ausschusses Telemedien gewählt, wie das Erzbistum Hamburg in Kiel mitteilte. Damit ist sie Mitglied im erweiterten Präsidium des Fernsehrates. Der aus 60 Mitgliedern bestehende ZDF-Fernsehrat stellt Richtlinien für die Sendungen des ZDF auf, wählt den Intendanten und berät ihn in Programmfragen. Das Gremium wird für vier Jahre gewählt und überwacht die Einhaltung der Programmrichtlinien und der im Rundfunkstaatsvertrag aufgestellten Grundsätze.

Neuer Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen

Der Kurator Wilfried Rosendahl soll neuer Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim werden. Das habe der Kulturausschuss Mannheims dem Gemeinderat empfohlen, teilte die Stadt mit. Die Entscheidung werde am 28. Juli getroffen. Rosendahl folge damit auf Alfried Wieczorek, der zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Rosendahl ist schon seit 2004 im Museum tätig und seit 2017 stellvertretender Museums-Chef. Er studierte Geologie, Paläontologie, Ur- und Frühgeschichte sowie Zoologie in Köln.

Millionenförderung für Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse erhält vom Bund vier Millionen Euro Fördermittel aus dem Corona-Konjunkturprogramm "Neustart Kultur". Es gehe um eine Unterstützung der Verlags- und Buchbranche in schweren Zeiten, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters nach Angaben der Buchmesse. Sie begrüße es sehr, dass die Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober stattfinden kann. Die Gelder sollen laut Buchmesse beispielsweise Verlage bei ihrem Messe-Auftritt unterstützen. So werden die Standgebühren für kleine und mittlere Verlage reduziert. Zudem sollen digitale Plattformen und Austauschinstrumente gefördert und teilweise kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

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