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Samstag, 19.10.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 19. Oktober 2019

Barenboim mit Konrad-Adenauer-Preis ausgezeichnet

Der Dirigent Daniel Barenboim hat den Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln erhalten. Damit werde der 76-Jährige für sein beispielloses Engagement für Frieden und Völkerverständigung geehrt, teilte die Stadt mit. Das Kuratorium würdige mit der Auszeichnung seinen Beitrag zur kulturellen Bildung und sein Engagement zur internationalen Integration sowie für das respektvolle Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Oberbürgermeisterin Henriette Reker überreichte den Preis.

Piero Masztalerz gewinnt Deutschen Cartoonpreis

Der Hamburger Zeichner und Texter Piero Masztalerz ist auf der Frankfurter Buchmesse nach 2011 zum zweiten Mal mit dem Deutschen Cartoonpreis ausgezeichnet worden. Der 49-Jährige werde für eine Zeichnung geehrt, die mit absurdem Witz den Klimawandel thematisiere, teilte die Jury zur Begründung mit. Der Cartoon zeigt ein Flugzeug, an dem ein Geländewagen hängt, und zwei Jugendliche auf der Straße, die feststellen, dass das große Auto dem Vater eines der Jugendlichen gehört. Masztalerz arbeitet unter anderem für "Spiegel Online", "Stern" und "Titanic". Auf dem zweiten Platz landete Petra Kaster, der dritte Preis ging an Hannes Richert. Der gemeinsam von der Buchmesse und dem Lappan-Verlag in Oldenburg vergebene Cartoonpreis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Der Sieger erhält 3.000 Euro, der Zweitplatzierte 2.000 Euro und der Drittplatzierte 1.000 Euro.

Julio Garcia Vico gewinnt Deutschen Dirigentenpreis

Der in Düsseldorf lebende Spanier Julio Garcia Vico hat in Köln den "Deutschen Dirigentenpreis" gewonnen. Im Finalkonzert mit dem WDR-Sinfonieorchester und dem Gürzenich-Orchester sowie Sängern der Kölner Oper setzte sich der 1992 geborene Nachwuchsdirigent gegen zwei weitere Finalisten durch. Vico kann sich über ein Preisgeld von 15 000 Euro sowie mehrere Folgeauftritte mit verschiedenen, renommierten Orchestern freuen. Aktuell studiert der Musiker Dirigieren in Düsseldorf. Für den in Köln ausgetragenen Wettbewerb hatten sich zwölf Kandidaten für die letzten Runden qualifiziert, in denen sie sich vor einer Jury beweisen mussten.

Solidaritätskonzert für Terroropfer in Halle

In Halle an der Saale veranstalten mehrere Medienunternehmen heute ein Solidaritätskonzert für die Opfer des Terroranschlags. Unter dem Hashtag "HalleZusammen" stehen unter anderem Alice Merton, Max Giesinger, Joris und Mark Forster auf der Bühne. Auch Mitglieder des Rundfunkchores des Mitteldeutschen Rundfunks, Musiker der Staatskapelle und der Oper Halle sind vertreten. Die Organisatoren wollen nach eigenen Worten ein Zeichen für mehr Toleranz und ein friedliches Miteinander setzen.

Eine Million Euro als "Rückendeckung" für kleine Verlage

Drei kleine Verlage aus Baden-Württemberg, Berlin und Leipzig sind die Hauptgewinner des Deutschen Verlagspreises: Der Hädecke-Verlag aus Weil der Stadt, der kookbooks-Verlag aus Berlin und Spector Books aus Leipzig. Die drei Hauptsieger bekommen jeweils 60.000 Euro. 60 weitere Verlage erhalten jeweils 15.000 Euro. Vier Verlage mit höherem Jahresumsatz bekommen eine undotierte Anerkennung: die Wissenschaftliche Buchgesellschaft, der Verlag Schwaneberger, die Edition Michael Fischer und der Reclam Verlag. Die Ehrung wurde auf der Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal vergeben. Eine Jury unter Vorsitz des Literaturkritikers Denis Scheck hatte die Gewinner aus insgesamt 312 Bewerbungen ausgewählt. Der Deutsche Verlagspreis wurde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters ins Leben gerufen und ist insgesamt mit mehr als einer Million Euro dotiert.

Prinzessin-von-Asturien-Preise vergeben

Im spanischen Oviedo sind die renommierten Prinzessin-von-Asturien-Preise vergeben worden. Sie gelten als die "spanischen Nobelpreise" und werden jedes Jahr in acht verschiedenen Sparten überreicht. Jeder Gewinner erhält 50.000 Euro. Die amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt wurde in der Sparte Literatur ausgezeichnet. Der britische Starregisseur Peter Brook wurde als "bester Theaterregisseur des 20. Jahrhunderts" in der Sparte der Künste gewürdigt. Der US-Mathematiker und Ingenieur Salman Khan nahm den Preis in der Sparte Internationale Zusammenarbeit entgegen. Als "wichtigste Kulturinstitution Spaniens und eine der bedeutendsten Pinakotheken der Welt" ging der Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften an das Madrider Prado-Museum, das in diesem Jahr sein 200. Jubiläum feiert und maßgeblich an der humanistischen Ausbildung vieler Generationen beteiligt sei. Die Klimaforscherinnen Joanne Chory und Sandra Myrna Diaz wurden in der Sparte Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. Der Preis für Sozialwissenschaften ging an den US-Wissenschaftler Alejandro Portes für seinen Beitrag zur Erforschung internationaler Migrationsströme. In der Sparte Sport wurde die ehemalige Skifahrerin Lindsey Vonn gekürt.

Hessischer Filmpreis für Deutsches Filminstitut

Das Deutsche Filminstitut und Filmmuseum (DFF) ist als erste Institution bei der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden. Die langjährige Direktorin des DFF, Claudia Dillmann, nahm den Preis gemeinsam mit ihrer Nachfolgerin Ellen Harrington und dem Vorstandsmitglied Nikolaus Hensel entgegen. Der Schauspieler Hanns Zischler würdigte das DFF, das in diesem Jahr 70-jähriges Jubiläum feiert. "Ich beglückwünsche das Institut für seine Arbeit, uns die Filmgeschichte unermüdlich nahe zu bringen und am Leben zu halten", sagte er. Den mit 7500 Euro dotierten Newcomer-Preis erhielt die Schauspielerin und Filmemacherin Maryam Zaree. Einen Sonderpreis vergab die Jury an die in Bad Nauheim geborene Regisseurin Caroline Link für ihre Verfilmung der Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft" von Hape Kerkeling.

Proteste in Katalonien: Sagrada Familia blockiert

Die Zugänge zur weltberühmten Basilika Sagrada Familia in Barcelona sind von Demonstranten der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung blockiert worden. Zahlreiche Befürworter einer Abspaltung der Region von Spanien versammelten sich vor dem Gotteshaus. Touristen, die eine Besichtigung gebucht haben, können derzeit nicht in die Basilika gelangen. Sie können ihre Tickets über die Webseite stornieren, hieß es auf dem Twitter-Account der Sagrada Familia. Auch ein geplantes Fußballspiel zwischen Barcelona und Real Madrid wurde wegen der Proteste verschoben.

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