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Kulturnachrichten

Freitag, 15. November 2019

Zentrales Migrationsmuseum entsteht in Köln

Ein seit Jahren geplantes Migrationsmuseum soll in Köln realisiert werden. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat dafür nach Angaben des Trägervereins DOMiD gut 22 Millionen Euro bewilligt. Auch das Land NRW habe Unterstützung zugesagt. Der SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich sagte, er habe sich für das geplante "Haus der Einwanderungsgesellschaft" eingesetzt, um einen Ort der Erinnerungskultur zu ermöglichen. Köln sei dafür ein guter Ort. Die Stadt sei seit über 2000 Jahren von Migration geprägt, so Mützenich. In Köln werden mehr als 180 Nationen und 150 Religionen gezählt. Das Museum soll in einer ehemaligen Industriehalle auf der rechten Rheinseite entstehen. Geplante Exponate sind Erinnerungsstücke von Migranten wie Tagebücher, Reisepässe, Flüchtlingsausweise, Koffer, Kochbücher mit Rezepten aus der Heimat oder die Haube einer koreanischen Krankenschwester, die in den 1960er Jahren angeworben wurde, weil in Deutschland schon damals ein Pflegenotstand herrschte.

E-Book-Verkäufe rückläufig

Das Interesse an E-Books ist 2019 leicht zurück gegangen. In den ersten drei Quartalen gingen bundesweit 23,5 Millionen E-Books über die digitale Ladentheke. Das waren 3,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt mitteilte. Der Umsatz fiel um 0,6 Prozent auf 147,3 Millionen Euro. Er liegt damit bei knapp 6 Prozent aller Buchmarkt-Umsätze. Dagegen stieg den Angaben zufolge die Zahl der Käufer um 0,8 Prozent auf nun 3,1 Millionen. Ein digitales Buch kostete durchschnittlich 6,28 Euro.

2,3 Millionen Euro für Gemälde von Leonardo-Schüler

In Paris ist ein Gemälde eines der wichtigsten Schüler von Leonardo da Vinci für 2,3 Millionen Euro versteigert worden. Das Ölbild von Bernardino Luini "Madonna mit Kind und dem Heiligen Georg" aus dem 15. Jahrhundert ging an einen anonymen Bieter, wie das Auktionshaus mitteilte. Luini lebte von 1480 bis 1532 und wird auch als "Raphael der Lombardei" bezeichnet. Einige Experten schreiben ihm Leonardos Meisterwerk "Salvator Mundi" zu, das als das teuerste Bild der Welt gilt. Es war 2017 für den Rekordpreis von 450 Millionen Dollar veräußert worden.

40 Millionen für Fotoinstitut in Düsseldorf

Das neue Deutsche Fotoinstitut wird in Düsseldorf angesiedelt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat rund 40 Millionen Euro Förderung für den Neubau bewilligt, Stadt und Land wollen die Kofinanzierung stemmen. Das Institut soll nach dem Willen der Bundesregierung das "nationale fotografische Kulturerbe" bewahren. Ministerpräsident Armin Laschet sagte, Düsseldorf sei ein "lebendiges Zentrum der Fotografie und damit ein hervorragender Standort für das bundesweit bedeutsame Projekt". Das neue Fotozentrum soll laut Staatskanzlei am Düsseldorfer Ehrenhof entstehen, in dessen Bereich bereits mehrere Museen angesiedelt sind. Stadt und Land wollen nach Informationen der "Rheinische Post" weitere 40 Millionen Euro in das Projekt stecken. Bislang gibt es in Deutschland kein zentrales Archiv für Fotokunst.

"Schindlers Liste"-Produzent Branko Lustig gestorben

Er war Holocaust-Überlebender und Oscar-Preisträger: Heute ist Branko Lustig in Zagreb im Alter von 87 Jahren gestorben. Als Kind jüdischer Eltern im Juni 1932 in Kroatien geboren, wurde er in die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen deportiert und verlor den Großteil seiner Familie. Später wanderte er in die USA aus. Es sei ein langer Weg von Auschwitz auf diese Bühne, hatte Lustig gesagt, als er 1993 den renommiertesten Filmpreis der Welt für seine Produktion von Steven Spielbergs "Schindlers Liste" entgegennahm. Vor zehn Jahren war Lustig in seine Heimat zurückgekehrt und zum Ehrenbürger der Hauptstadt ernannt worden.

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