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Dienstag, 25.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 25. Juni 2019

US-Trompeter Dave Bartholomew gestorben

Der US-Trompeter Dave Bartholomew, der gemeinsam mit seinem Musikkollegen Fats Domino Hits wie "Ain't That A Shame" und "I'm Walkin'" schrieb, ist tot. Bartholomew sei bereits am Sonntag im Alter von 100 Jahren in New Orleans gestorben, teilte die für die Vergabe der Grammys zuständige Recording Academy mit. "Bartholomew war ein Pionier des Rock and Roll und seine innovative Herangehensweise an seine Kunst hat dazu beigetragen, den Sound von New Orleans zu definieren und die Stadt als eine der großen Musik-Metropolen der USA zu definieren", hieß es.

Regisseurin Martel wird Jurypräsidentin in Venedig

Die argentinische Regisseurin Lucrecia Martel leitet in diesem Jahr die Jury des Filmfests von Venedig. Sie sei "Lateinamerikas wichtigste Regisseurin und eine der besten weltweit", erklärte Filmfest-Direktor Alberto Barbera. Martel hatte zuletzt "Zama" gemacht, einen Film über Rassismus und Kolonialismus in Lateinamerika. Das Filmfest von Venedig ist eines der wichtigsten der Welt und läuft in diesem Jahr vom 28. August bis zum 7. September.

Internationale Solidarität für Peter Schäfer

Mit "tiefer Besorgnis" haben sich erneut internationale Museumsdirektoren, Kuratoren und Fachleute jüdischer und nichtjüdischer Museen mit dem zurückgetretenen Direktor des Jüdischen Museums in Berlin, Peter Schäfer, solidarisiert. "Schäfers Rücktritt ist der Höhepunkt einer in den deutschen Medien seit längerem geführten Kampagne, die die Arbeit des Museums mit seinen erstklassigen öffentlichen Programmen und Ausstellungen diskreditiert hat", heißt es in dem Statement von etwa 60 Experten aus Israel, Europa, den USA und Kanada. Der emeritierte Judaistik-Professor Schäfer war nach einem Tweet des Museums mit einer Leseempfehlung zur israelkritischen Bewegung BDS zurückgetreten. Darin hatten jüdische und israelische Wissenschaftler kritisiert, dass der Bundestag BDS als antisemitisch eingestuft hatte. Zuvor hatten bereits rund 45 jüdische Gelehrte aus Israel, Europa und den USA ihre Unterstützung für Schäfer bekundet.

Gezi-Proteste: Türkischer Kunstmäzen vor Gericht

In Istanbul beginnt der Prozess gegen den türkischen Kulturmäzen Osman Kavala. Er soll die Gezi-Park-Proteste auf dem Taksim-Platz 2013 mit initiiert und finanziert haben. Kavala habe die Regierung stürzten wollen, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor und fordert eine lebenslange Haftstrafe. In der Anklageschrift finden sich auch angehörte Gespräche mit deutschen Stiftungen. Mit Ihnen und dem deutschen Goethe-Institut in der Türkei hat Kavala bei seinen Kulturprojekten bis zu seiner Festnahme im Oktober 2017 immer wieder zusammen gearbeitet. Zum Prozessauftakt kam unter anderem die Grünen-Abgeordnete und Vizepräsidentin des Bundestags Claudia Roth nach Istanbul.

Facebook-Manager für Regeln für Tech-Firmen

Der frühere Vorsitzende der Liberaldemokraten in Großbritannien und derzeitige Facebook-Spitzenmanager Nick Clegg ist für eine staatliche Regulierung des Internets. Es sei nicht die Sache "privater Unternehmen", zu entscheiden, wie ein Ausgleich zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und öffentlichem Schaden hergestellt werde, sagte Clegg der BBC. Unternehmen wie Facebook entzögen sich nicht einer Einmischung des Staats, sondern seien für einen "vernünftigen Weg" nach vorn, bei dem Probleme wie Mobbing im Internet oder Fake News angegangen würden. Abgeordnete haben Tech-Firmen aufgefordert, anstößiges Material schneller von ihren Seiten zu nehmen und mehr zu tun, um Gefahren im Internet zu stoppen.

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