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Donnerstag, 14.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 14. November 2019

Italiens Bischöfe mahnen zu Klimaschutz

Angesichts der schweren Überschwemmungen in Italien haben die italienischen Bischöfe ihre Solidarität mit den betroffenen Regionen erklärt und zu mehr Sorge um das Klima gemahnt. Besonders Venedig und Matera mit ihren kostbaren Zeugnissen von Kunst und Kultur zahlten einen sehr hohen Preis, erklärte die Italienische Bischofskonferenz in Rom. Die Vorkommnisse müssten alle zu einer zusätzlichen Aufmerksamkeit für das gemeinsame Haus ermahnen. Man könne sich nicht auf eine oberflächliche oder scheinbare Ökologie beschränken und den Konsequenzen im Handeln ausweichen. Dabei verwiesen die Bischöfe auf die Warnung von Papst Franziskus in seiner Umwelt-Enzyklika "Laudato si" (2015), sich Sichtweisen zurechtzulegen, um Tatsachen nicht zu sehen, und Entscheidungen aufzuschieben, als ob nichts passieren werde.

Disney+: 10 Millionen Abonnenten an einem Tag

Zum Start seines neuen Streaming-Dienstes "Disney+" hat der US-Konzern Disney gleich am ersten Tag alle Erwartungen übertroffen: 10 Millionen Abonnements sind nach eigenen Angaben an einem Tag abgeschlossen worden. Allerdings wurde nicht aufgeschlüsselt, um was für Abos es sich handelt, um kostenlose, monatliche oder jährliche. Disney hatte Milliarden in seinen neuen Streaming-Dienst investiert. Manche Analysten hatten vorausgesagt, dass der Konzern bis zu einem Jahr brauche, um eine Million Abonnenten zu erreichen. Im Vergleich: Der Streaming-Dienst Netflix hat 158 Millionen Abonnenten und ging 2007 an den Start.

EKD-Synode in Dresden mit Friedensappell beendet

Mit einem Gottesdienst in der Dresdner Frauenkirche ist die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland zu Ende gegangen. Zum Abschluss sagte der Berliner Bischof Markus Dröge, er wünsche sich mehr Gespräche zwischen Ost- und Westdeutschen über ihre Biografien. Die EKD-Synode hatte seit Sonntag in Dresden beraten. Wichtige Themen waren die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Einrichtungen der evangelischen Kirche und der Diakonie sowie die christliche Friedensethik. In einer verabschiedeten Erklärung fordert die EKD-Synode ein stärkeres Engagement für den Frieden. Dabei sei Klimagerechtigkeit eine unabdingbare Voraussetzung, heißt es. Der Klimawandel verschärfe bestehende Konflikte und sei eine nicht zu unterschätzende Fluchtursache, sagte Synoden-Präses Irmgard Schwaetzer. Frieden könne es ohne nachhaltige Entwicklung nicht geben. Die nächste EKD-Synode findet im November 2020 in Berlin statt.

Gojko Mitic erhält Preis für Lebenswerk

Der als "Defa-Chefindianer" und "Winnetou des Ostens" bekannte Schauspieler Gojko Mitic erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Defa-Stiftung für sein filmkünstlerisches Lebenswerk. Mitic habe mit den von ihm verkörperten indianischen Figuren das Genre des Defa-Indianerfilms geprägt, heißt es zur Begründung. Dem 79 Jahre alten deutsch-serbischen Schauspieler soll die Auszeichnung am 13. Dezember in Berlin verliehen werden. Ab Mitte der 60er Jahre zählte Mitic zu den populärsten Stars der DDR. Er galt über Jahrzehnte als Ost-Gegenstück zum französischen Winnetou-Darsteller Pierre Brice. Im Gegensatz zu Brice verkörperte Mitic den von Karl May erfundenden Apachen-Häuptling allerdings nie in einem Film.

Monet-Bild für 28 Millionen Dollar versteigert

Eine London-Ansicht des französischen Künstlers Claude Monet ist in New York für fast 28 Millionen Dollar versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Sotheby's wurde das Gemälde "Charing Cross Bridge" von einem anonymen Bieter für 27,6 Millionen Dollar gekauft. Monet hatte das Werk 1903 bei einem Besuch in London gemalt. Zahlreiche weitere Werke erzielten bei der Auktion ebenfalls zweistellige Millionenbeträge, unter anderem eine Büste, die Alberto Giacometti von seinem Bruder Diego anfertigte und für 14,3 Millionen Dollar verkauft wurde.

Salzburger Festspiele feiern Geburtstag mit Netrebko

Die Salzburger Festspiele feiern 2020 ihr 100-jähriges Bestehen unter anderem mit Star-Sopranistin Anna Netrebko als "Tosca". Außerdem werde mit "Zdenek Adamec" ein neues Stück von Literaturnobelpreisträger Peter Handke uraufgeführt, teilte Schauspielchefin Bettina Hering mit. Darin geht um den jungen Tschechen Zdenek Adamec, der sich 2003 aus Protest gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse auf dem Prager Wenzelsplatz anzündete. Die lang geplante Uraufführung biete eine ideale Gelegenheit, sich mit dem dramatischen Werk Handkes, der wegen seiner Haltung im Jugoslawien-Konflikt zuletzt wieder scharf kritisiert wurde, auseinanderzusetzen, meinte Hering. Unter den Neuinszenierungen in der Opern-Sparte ist die Mozart-Oper "Don Giovanni" mit Teodor Currentzis am Pult. Die zentralen Rollen im "Jedermann" in der Inszenierung von Michael Sturminger spielen Tobias Moretti und Caroline Peters. Insgesamt bieten die Festspiele in 44 Tagen 222 Aufführungen an 15 Spielstätten. In der Saison 2019 besuchten 270 000 Kulturfreunde die Vorstellungen.

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