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Interview / Archiv | Beitrag vom 20.01.2017

Künstliche Intelligenz Das Cyber Valley in Baden-Württemberg

Stefan Schaal im Gespräch mit Liliane von Billerbeck

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Blick in die Zukunft? - Was kann künstliche Intelligenz (dpa)
In der Wissenschaft und in der Industrie gilt die Künstliche Intelligenz als eines der wichtigsten Forschungsfelder der nahen Zukunft. Baden-Württemberg bündelt seine Aktivitäten jetzt. (dpa)

Im Vergleich zum berühmten Silicon Valley in Kalifornien ist Baden-Württemberg erst am Anfang. Aber im Cyber Valley entsteht der größte Forschungsverbund zur künstlichen Intelligenz in Europa, sagt der Wissenschaftler Stefan Schaal.

"Wir wollten halt einmal zusammenbringen, was alles hier in Baden-Württemberger Raum an Forschungsstätten und Industriestätten vorhanden ist", sagte Stefan Schaal, Direktor der Robotik-Abteilung für Intelligente Systeme am Tübinger Max Planck Institut im Deutschlandradio Kultur. "Das Thema Künstliche Intelligenz ist augenblicklich sehr stark im Kommen." Deshalb habe man die Universitäten, die Max Plack-Institute, die Forschungslabore und die Industrie alle in einer Art Silicon Valley in Baden-Württemberg zusammenbringen wollen.

Auch im Silicon Valley ging es mal klein los

"Im Vergleich zum Silicon Valley in Kalifornien  sind wir natürlich noch ganz klein", sagte Schaal. "Wir fangen jetzt gerade erst an." Das Cyber Valley werde zunächst rund 200 Menschen beschäftigen und erste Fortschritte erzielen. "Die Hoffnung ist, dass das genügend Keime bildet, um weiter zu wachsen." Auch das Silicon Valley habe erst einmal angefangen um sich dann weiter zu entwickeln.

Digitaler Wandel

Schaal wies darauf hin, dass Deutschland seit vielen Jahren dank des sehr guten Maschinenbaus und einer guten mechanischen Industrie sehr gute Produkte hergestellt habe. Beim Autohersteller Tesla habe man jetzt erlebt, dass selbst mit viel weniger "know how" in der Mechanik, aber mehr Wissen über Batterietechnik und Software  ein Auto hergestellt werden könne, dass ebenfalls fahre. Es gebe einen Wandel durch die Digitalisierung, der sich auf die Industrie auswirke, sagte Schaal.                   

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