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Kulturnachrichten

Samstag, 18. Juni 2016

Künstlerischer Leiter des Moers Festivals bleibt

Reiner Michalke hat Rücktrittsangebot zurückgezogen

Reiner Michalke bleibt künstlerischer Leiter des renommierten Jazz-Festivals in Moers. Bei einem Gespräch mit den Ratsfraktionen habe er sein Rücktrittangebot ebenso zurückgezogen wie der Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, Dirk Hohensträter, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung mit Bürgermeister Christoph Fleischhauer. Es habe ein konstruktives Gespräch für den Erhalt und über die Weiterentwicklung des Festivals gegeben. Aufgrund dieser Perspektive hätten beide ihre Angebote zurückgenommen. Zuvor hatte es Querelen um die finanzielle Situation des Festivals gegeben.

Volksfest am Kyffhäuser-Denkmal

Besucher feiern 120-jähriges Bestehen des Denkmals

Mit einem Volksfest feiern Besucher das 120-jährige Bestehen des sagenumwobenen Kyffhäuser-Denkmals bei Bad Frankenhausen. Es würden am Wochenende bis zu 5000 Besucher erwartet, sagte Henri Bibow vom Veranstaltungsbüro. Eine von einer Dampfmaschine betriebene Orgel spiele zum Fest Musik aus der Zeit um 1900 auf. Der Jahrmarkt auf dem Plateau des Bergrückens hat Platz für Karussels, Handwerk und Gastronomie. 1896 hatte Kaiser Wilhelm II. das Monument in Erinnerung an seinen Vorgänger Wilhelm I. auf dem Gelände der einstigen Reichsburg Kyffhausen eingeweiht. Errichtet hatte es Bruno Schmitz, der Erbauer des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Das Nationaldenkmal wurde in seiner langen Geschichte bis heute immer wieder von politisch unterschiedlichen Kräften vereinnahmt - von freiheitsliebende Demokraten ebenso wie von den Nationalsozialisten.

Radiohead verurteilt Angriff auf Fan-Event in Istanbul

Angreifer waren erzürnt über Alkoholkonsum bei Veranstaltung

Radiohead hat den Angriff auf eine Fan-Veranstaltung in einem Istanbuler Plattenladen verurteilt. Es sei ein Akt "gewalttätiger Intoleranz", teilte die britische Rockband im Magazin "Rolling Stone" mit. Türkischen Medienberichten zufolge hatten mehrere Männer ein Musikgeschäft in der Nähe des Taksim-Platzes gestürmt, in dem Fans das neue Album der Band gehört hatten. Während der Veranstaltung im für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan sei Alkohol getrunken worden. Dagegen hätten die Angreifer protestiert, hieß es. Der Sender CNN Türk veröffentlichte ein Video, das den Angriff dokumentieren soll. Die Aufnahmen zeigen, wie mehrere Männer unter lauten Rufen ein Plattengeschäft stürmen, Menschen auf die Straße treiben und vor dem Laden Möbel umschmeißen. Die Musiker von Radiohead sprachen ihren Fans nach dem Vorfall ihr Mitgefühl aus: "Wir schicken unseren Fans in Istanbul unsere Liebe und Unterstützung", hieß es in der Mitteilung.

Leonardo DiCaprio muss vor Gericht aussagen

Früherer Börsenmakler klagt wegen Rufschädigung

Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio muss in einem Gerichtsstreit um den Film "The Wolf of Wall Street" in den Zeugenstand treten. Wie das Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtet, hat ein Richter in New York jetzt zugelassen, dass der Schauspieler vor den Klägern eine eidesstattliche Erklärung abgeben muss. Der frühere Börsenmakler Andrew Greene hat das Studio Paramount und die Produzenten des Films, zu denen auch DiCaprio mit seiner Firma Appian Way gehört, wegen Rufschädigung verklagt. Er werde in dem Film als sex- und drogenbesessener Toupet-Träger namens Nicky Koskoff (von P.J. Byrne gespielt) dargestellt. DiCaprio spielte unter der Regie von Martin Scorsese in "The Wolf of Wall Street" den überheblichen Finanzjongleur Jordan Belfort, der auf Geld, Sex und Drogen steht. Greene hatte zeitweise mit Belfort zusammengearbeitet. In dem laufenden Verfahren mussten bereits Scorsese und Drehbuchautor Terence Winter aussagen. DiCaprios Anwälte hatten sich darum bemüht, einen Auftritt des Schauspielers vor Gericht zu verhindern.

Christos neues Großprojekt "Floating Piers" eröffnet

Schwimmwürfel verbinden den Ort Sulzano mit zwei Inseln

Über das Wasser wandeln: Die spektakulären "Floating Piers" (schwimmenden Stege) des Künstlers Christo im lombardischen Iseo-See sind nun für das Publikum zugänglich. Der Andrang war gleich nach Öffnung der Stege groß. Christo und sein Team hatten 220000 Schwimmwürfel aus Kunststoff zusammengeschraubt und dann mit einem dahliengelb-schimmernden Polyamidgewebe überzogen. Die Stege sind drei Kilometer lang und 16 Meter breit und wurden von Tauchern mit 190 tonnenschweren Ankern auf dem Grund des Sees befestigt. Sie verbinden den Ort Sulzano auf dem Festland mit der Insel Monte Isola und von dort mit dem kleineren Eiland San Paolo. Bis zum 3. Juli werden rund eine halbe Million Besucher erwartet.

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern eröffnet

Organisatoren erwarten 75000 Besucher zu 158 Veranstaltungen

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind mit einem Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters und der norwegischen Geigerin Vilde Frang in der Georgenkirche Wismar eröffnet worden. Auf dem Programm stand Musik unter anderem von Benjamin Britten und Edward Elgar. Rund 200 junge Musiker aus Mecklenburg-Vorpommern sowie preisgekrönte Ensembles aus Deutschland, Schottland, Frankreich und Holland laden auf mehr als 15 Bühnen in Schloss und Park zum Zuhören, Mitmachen und Ausprobieren ein. Auf dem Plan der Festspiele stehen bis zum 17. September insgesamt 133 Konzerte und 25 Begleitprogramme. Zu den Stars des Festivalsommers gehören Hélène Grimaud, Sol Gabetta, Daniel Hope, Julia Fischer und Christoph Eschenbach.

Achenbach-Bild erzielt 1300 Euro bei Versteigerung

Bild enstand im Rahmen eines Workshops

Helge Achenbach ist im Gefängnis nun selbst unter die Maler gegangen und hat ein Alpenpanorama vollendet. In Köln wurde ein Bild versteigert, das der verurteilte Kunstberater gemalt hat. Es handelt sich um ein großformatiges Alpenpanorama mit schneebedeckten Gipfeln und trägt den vielsagenden Titel "Spirit of Freedom" (Geist der Freiheit). Achenbach schuf das Bild in Erinnerung an eine Alpenreise im Workshop "Malen und Zeichnen" in der Justizvollzugsanstalt Essen, wo er seine sechsjährige Freiheitsstrafe wegen Betrugs von Kunstsammlern verbüßt. Der Erlös kommt auf Wunsch Achenbachs dem Projekt Flüchtlingshilfe der Düsseldorfer Diakonie zugute. Außer dem Erstlingswerk von Achenbach wurden auch noch Restbestände seiner Sammlung versteigert. Dabei handelt es sich um 220 Gemälde, Fotografien und Grafiken internationaler zeitgenössischer Künstler. Die Erlöse aus diesen Werken gehen an Achenbachs Insolvenzverwalter.

Peter Kooij erhält Leipziger Bachmedaille

Sänger gilt als Spezialist für historische Aufführungspraxis

Der niederländische Bassist Peter Kooij hat die Bachmedaille der Stadt Leipzig erhalten. Mit seiner warmen, ausdrucksstarken und nuancenreichen Stimme habe er maßgeblich zur Bachinterpretation beigetragen, teilte das Bach-Archiv Leipzig zur Begründung mit. Seit den 80er Jahren habe er bei weit mehr als 100 CD-Aufnahmen der Musik Johann Sebastian Bachs mitgewirkt. Der 61-jährige Sänger wird als Spezialist für historische Aufführungspraxis geschätzt. Kooij nahm die Auszeichnung bei einem öffentlichen Festakt im Alten Rathaus vom Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, und dem Direktor des Bach-Archivs, Peter Wollny, entgegen. Das Bachfest Leipzig lädt Interessierte noch bis Sonntag unter dem Motto "Geheimnisse der Harmonie" ein.

Tausende nehmen Abschied von "Voice"-Star Grimmie

Sängerin wurde nach Konzert erschossen

Tausende Fans und Freunde haben bei einer Trauerfeier Abschied von dem ermordeten "Voice"-Star Christina Grimmie genommen. Die Familie nahm in Medford fünf Stunden lang Beileidsbekundungen entgegen, bevor der Trauergottesdienst begann. Die 22-jährige hatte bis 2012 mit ihrer Familie in New Jersey gelebt. Sie wurde am 10. Juni nach einem Konzert in Orlando von einem Mann erschossen, als sie Autogramme gab. Der Mann erschoss sich selbst, nachdem er von Grimmies Bruder angegriffen wurde.

Joana Mallwitz verlängert bis 2018 am Theater Erfurt

2014 war sie als jüngste Generalmusikdirektorin angetreten

Die Dirigentin Joana Mallwitz will bis 2018 Generalmusikdirektorin am Erfurter Theater bleiben. Sie hatte die Stelle 2014 als damals jüngste Generalmusikdirektorin Deutschlands angetreten. Jetzt wurde der Vertrag verlängert, teilte das Theater mit. Generalintendant Guy Montavon sagte, Mallwitz' Konzertprogramm komme hervorragend an. Als Dirigentin führe sie das Philharmonische Orchester Erfurt sowohl in den Sinfoniekonzerten als auch in den Musiktheaterproduktionen immer wieder zu Höchstleistungen. Die dreißigjährige Mallwitz gab ihr Debüt am Theater Erfurt in Spielzeit 2014/15 mit dem Dirigat "Madama Butterfly".

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