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Montag, 23.09.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 16. November 2018

Künstlerin Anna Witt erhält Otto-Mauer-Preis

Für ihre Videoinstallationen im öffentlichen Raum

Die deutsche Künstlerin Anna Witt wird mit dem österreichischen Otto-Mauer-Preis ausgezeichnet. Witts Werk besteht vor allem aus Videoinstallationen, in denen sie zwischenmenschliche Beziehungen, gesellschaftliche Machtverhältnisse und Konventionen des Sprechens und Handelns reflektiert. Für ihre künstlerische Tätigkeit wählt sie meist den öffentlichen Raum. Die mit 11 000 Euro dotierte Auszeichnung für bildende Kunst wird jährlich an einen in Österreich lebenden Künstler unter 40 Jahren für das Gesamtwerk vergeben. Der Preis wurde 1980 in Erinnerung an den Wiener Geistlichen Monsignore Otto Mauer ins Leben gerufen, der sich für einen lebendigen Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft einsetzte.

Die Preisträger der 70. Bambi-Verleihung

Beste Schauspielerin ist Paula Beer und bester Schauspieler Sebastian Koch

Die diesjährigen Bambi-Preisträger stehen fest: Sebastian Koch und Paula Beer wurden als bester Schauspieler bzw. beste Schauspielerin geehrt. In der Kategorie Sport bekam Claudio Pizarro die Trophäe. Als Serie des Jahres wurde "Babylon Berlin" ausgezeichnet. In der Kategorie Comedy erhielt Luke Mockridge das goldene Reh. Der Sonderpreis der Jury ging an den deutschen Triathleten und Sieger des diesjährigen Ironman Hawaii Patrick Lange. Liselotte Pulver wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Den Bambi in der Kategorie Schauspielerin international erhielt Penelope Cruz. Mark Forster gewann in der Kategorie Musik national und Dua Lipa in der Sparte Musik international.

Elvis Presley mit höchster ziviler Auszeichnung geehrt

Der Präsident würdigte den tiefen Patriotismus des Musikers

Mehr als 40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley hat US-Präsident Donald Trump den "King of Rock'n'Roll" mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA geehrt. Trump verlieh Presley am Freitag im Weißen Haus posthum die Freiheitsmedaille des Präsidenten. Die Auszeichnung gehe an einen der beliebtesten Künstler, der je gelebt habe, sagte Trump. Der Präsident würdigte den tiefen Patriotismus des Musikers, der sich auf der Höhe seines Ruhmes dazu entschlossen habe, in den Streitkräften zu dienen. "Er hatte eine Wahl und für ihn war es keine Wahl." Insgesamt zeichnete Trump sieben Amerikaner mit der "Medal of Freedom" aus.

Verleihung des EU-Theaterpreises ohne Milo Rau

Grund: Probleme mit dem Visum für Russland

Milo Rau kann nicht nach Russland zur Verleihung des Europäischen Theaterpreises reisen. Er sollte am Samstag in St. Petersburg mit dem "XV. Europe Prize Theatrical Realities" ausgezeichnet werden. Wie die Zeitung "La Vanguardia" heute berichtete, kann Rau an der Zeremonie jedoch nicht teilnehmen. Seit seinem Projekt "Die Moskauer Prozesse" (2013/14), in dem er sich kritisch mit der Kunstfreiheit in Russland auseinandergesetzt hat, verfügt Milo Rau über keine Einreisegenehmigung nach Russland mehr. Einladungen ans "Golden Mask Festival" und an die "Manifesta" waren an Visum-Problemen gescheitert. "Dass es sich nun wieder als zu schwierig erwiesen hat, ein Visum zu bekommen, überrascht mich nicht", kommentierte Milo Rau. Nach mehrfachen Bemühungen der Veranstalter und nachdem Rau seine Reise nach Russland bereits absagen musste, sei schließlich am Freitagnachmittag doch noch ein Visum an der Antwerper Botschaft in Aussicht gestellt worden, jedoch "zu einem Zeitpunkt, als ich nicht mal mehr in Belgien war und in St. Petersburg die Vorstellung meines Films 'Das Kongo Tribunal' längst begonnen hatte", so Rau in einer Pressemitteilung.

Drehbuchautor William Goldman ist tot

Er ist im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben

Der Oscar-prämierte Drehbuchautor William Goldman ist am Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Goldman erhielt für seine Drehbücher zu "Zwei Banditen" und "Die Unbestechlichen" einen Oscar. Er war auch Schriftsteller und schrieb die Drehbücher zu seinen Romanen "Der Marathon-Mann", "Die Braut des Prinzen" und "Heat". Außerdem war er auch ein erfolgreicher "Script Doctor", also ein Experte, der immer dann hinzugezogen wird, wenn ein Drehbuch Verbesserungen nötig hat. Sein Schlagwort "Folge dem Geld" aus dem Drehbuch zum Film "Die Unbestechlichen" über den Watergate-Skandal ging in die amerikanische Sprache ein. Trotz all seiner Erfolge als Drehbuchautor sah sich Goldman zunächst als Schriftsteller und betrachtete seine Drehbücher nicht als künstlerische Leistung. "Ein Drehbuch ist ein Stück Zimmerei", sagte er. "Und außer im Fall von Ingmar Bergman ist es keine Kunst, es ist ein Handwerk."

Thomas-Mann-Preis für Mircea Cartarescu

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert

Der rumänische Schriftsteller Mircea Catarescu wird am Sonnabend in Lübeck mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Die Wahl sei auf Catarescu gefallen, weil er sich über vier Jahrzehnte zur wichtigsten Stimme der rumänischen Literatur entwickelt habe, begründete die Jury die Auszeichnung. Mit seiner Romantrilogie "Orbitor" habe er sich in die Weltliteratur geschrieben. Der 1956 in Bukarest geborene Schriftsteller ist für seine Gedichte, Romane und Erzählungen bereits vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem 2015 mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur. Der Thomas-Mann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird im jährlichen Wechsel von der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste vergeben.

Aleida Assmann: "Wir zerfallen in Ost und West"

"Vielleicht hat auf dieser Ebene die Wiedervereinigung gar nicht stattgefunden"

Nach Ansicht von Friedenspreisträgerin Aleida Assmann zerfällt Deutschland in Ost und West. "Da muss neuer Zusammenhalt geschaffen werden", sagte die Kulturwissenschaftlerin dem "Mannheimer Morgen". Das Hauptproblem sieht die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels von 2018 darin, "dass wir, vereinfacht gesagt, in Ost und West zerfallen. Vielleicht hat auf dieser Ebene die Wiedervereinigung gar nicht stattgefunden." Die Wiedervereinigung sei zwar "staatlich verordnet worden". Ob die Gesellschaft da mitgemacht habe, wisse man aber gar nicht. Jan Assmann, der den Friedenspreis mit seiner Frau erhielt, sieht indes gesellschaftliche Fortschritte in Bezug auf Veränderungen. "Deutschland ist doch ein durch und durch demokratisches Land geworden", sagte er dem Blatt. "Und wenn es jetzt die AfD gibt und andere Rechtsextreme, die das System Demokratie abschaffen wollen, dann setzen die auf einen Mentalitätswandel, der nicht wahrscheinlich ist."

Türkei: Vertreter von "Anadolu Kültür" festgenommen

EU fordert "eine sehr schnelle Lösung"

In einer großangelegten Aktion in Istanbul und drei weiteren Provinzen gingen Beamte der Abteilung für organisiertes Verbrechen am frühen Morgen zunächst gegen Akademiker und Mitglieder der Zivilgesellschaft vor. Wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete, richtete sich die Operation gegen 20 Personen aus dem Umfeld des Vorsitzenden des Kulturinstituts Anadolu Kültür, Osman Kavala. 13 der 20 Gesuchten seien festgenommen worden. Anadolu Kültür arbeitet auch mit dem Goethe-Institut in Istanbul zusammen. Sprecher der EU nannten die Festnahmen der Akademiker und Aktivisten "alarmierend". Die Behörden müssten "eine sehr schnelle Lösung" finden.

Drohung gegen "Wildes Herz": Staatsanwaltschaft ermittelt

Kulturministerin erstattete Strafanzeige gegen unbekannt

Nach Drohungen gegen den Film "Wildes Herz" über die linke Punkband "Feine Sahne Fischfilet" ermittelt die Staatsanwaltschaft Lübeck. Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien erstattete Strafanzeige gegen unbekannt. Sie habe sich dazu entschlossen, nachdem Veröffentlichungen im Internet einen möglichen direkten Zusammenhang der massiven Drohungen mit Personen aus rechtsextremistischen Kreisen im Schulumfeld und der AfD nahelegten, sagte Prien. "Das muss aufgeklärt werden", sagte sie. Die Staatsanwaltschaft habe von sich aus bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, sagte Oberstaatsanwältin Ulla Hingst. Der Dokumentarfilm von Regisseur Charly Hübner sollte im Rahmen der Schulkinowoche Ende November auch in Bad Schwartau gezeigt werden.
Nach massiven Drohungen gegen das Kino und Schulverantwortliche wurde die Vorstellung aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das Ministerium will nun eine Ersatzvorführung mit Diskussion organisieren.

Weißes Haus muss Reporter wieder Zugang gewähren

Geregeltes Verfahren gefordert

Das Weiße Haus muss dem CNN-Korrespondenten Jim Acosta vorerst wieder Zugang zu Pressekonferenzen gewähren. Ein Bezirksgericht in Washington gab einem Antrag von CNN auf eine entsprechende einstweilige Verfügung statt, wie der Sender mitteilte. Demnach muss das Weiße Haus Acostas Akkreditierung bis zu einer endgültigen richterlichen Entscheidung zurückgeben. Es müsse ein geregeltes Verfahren geben, um den Zugang eines Journalisten zum Weißen Haus zu beschneiden, erklärte Bezirksrichter Timothy Kelly. US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Wortgefecht mit dem Journalisten bei einer Pressekonferenz am Mittwoch vergangener Woche den Entzug der Akkreditierung angeordnet.

"Ehrenmann/Ehrenfrau" ist "Jugendwort des Jahres"

Jury wählte aus 30 Begriffen

"Ehrenmann" beziehungsweise "Ehrenfrau" ist das "Jugendwort des Jahres" 2018. So werde jemand bezeichnet, der etwas Besonderes für einen tut, erklärte der Langenscheidt-Verlag in München. Eine 21-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. Ursprünglich hatten 30 Begriffe zur Auswahl gestanden, die zeigen sollen, wie Jugendliche heute reden. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung konnte seit Ende August aus Wörtern wie "lindnern" (also lieber etwas gar nicht als schlecht zu machen), "Snackosaurus" (für einen verfressenen Menschen) oder "Lauch" (Trottel) gewählt werden. 1,5 Millionen Stimmen wurden abgegeben. Die Jury musste sich dann für eines der beliebtesten zehn Wörter entscheiden. Spitzenreiter der Abstimmung war "verbuggt" - für etwas, das voller Fehler ist.

"Lindenstraße" wird eingestellt

Letzte Folge der Fernsehserie wird im März 2020 ausgestrahlt

Die ARD-Kultserie "Lindenstraße" wird eingestellt. Die letzte Folge soll im März 2020 im Ersten ausgestrahlt werden, wie der WDR in Köln mitteilte. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD habe sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags mit der Firma von Serienschöpfer Hans W. Geißendörfer ausgesprochen. Programmdirektor Volker Herres sagte zur Begründung, unvermeidbare Sparzwänge und das Zuschauerinteresse seien nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie. Die "Lindenstraße" lief seit Dezember 1985 wöchentlich immer sonntags im Ersten.

Raubkunst: Rückgabeansprüche leichter klären

Limbach-Kommission soll künftigt auch einseitig angerufen werden können

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will Rückgabeansprüche zu NS-Raubkunst leichter klären lassen. So soll die sogenannte Beratende Kommission, auch Limbach-Kommission genannt, künftig auch einseitig bei Differenzen über die Rückgabe von Kulturgütern angerufen werden können, sagte Grütters in Berlin. Allerdings gelte diese Vorschrift zunächst nur für den Fall, dass ehemalige Eigentümer von geraubten Kunstgütern oder deren Erben Ansprüche gegenüber Bundeseinrichtungen oder bundesgeförderten Einrichtungen wie etwa Museen oder Bibliotheken geltend machen. Dazu sei keine Satzungsänderung der Kommission nötig, der unter anderem auch die Länder zustimmen müssten. Die Regelung soll ab dem kommenden Haushaltsjahr gelten, sagte Grütters. Die sogenannte Limbach-Kommission, benannt nach ihrer ersten Vorsitzenden, der inzwischen gestorbenen ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichtes Jutta Limbach, kann seit 2003 in Streitfällen angerufen werden. Bislang wurde sie in mehr als zehn Fällen tätig. Voraussetzung ist bislang, dass beide Streitparteien damit einverstanden sind. Die Empfehlungen der Kommission sind allerdings nicht bindend.

Genderstern noch in der Erprobungsphase

Rechtschreibrat will weiterhin Sprachgebrauch beobachten

Auch wenn der Genderstern zunehmend verwendet wird - in das Regelwerk der deutschen Sprache wird er vorerst nicht einziehen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat sich bei seiner Tagung in Passau einstimmig dafür ausgesprochen, den Sprachgebrauch zunächst weiter zu beobachten. "Die Erprobungsphase verschiedener Bezeichnungen des dritten Geschlechts verläuft in den Ländern des deutschen Sprachraums unterschiedlich schnell und intensiv", sagte Vorsitzender Josef Lange. Sie soll nicht durch vorzeitige Empfehlungen und Festlegungen des Rats beeinflusst werden, wie das Gremium befand.

Grütters: Tod von Hoppe Verlust für Schauspielkunst

Rolf Hoppe habe deutsch-deutsche Film- und Fernsehgeschichte geschrieben

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat den verstorbenen Schauspieler Rolf Hoppe gewürdigt. Mit ihm verliere "die deutschsprachige Schauspielkunst einen markanten Charakterdarsteller und eines seiner großen Talente", sagte sie laut Mitteilung in Berlin. "Der Theater-, TV- und Kinodarsteller hat wie wenige deutsch-deutsche Film- und Fernsehgeschichte geschrieben." Er habe mit variantenreicher Darstellung unterschiedlichster Charaktere brilliert, mit unverwechselbarem Spiel, kunstfertig eingesetzter Stimme, Körperlichkeit und ausdrucksstarken Gesten begeistert, wie bei der Interpretation des Hermann Göring als "gleichermaßen listigen wie gefährlichen Gewaltmenschen" im Oscar-prämierten Welterfolg "Mephisto" 1981. Rolf Hoppe war am Mittwoch mit 87 Jahren gestorben.

Jorge Drexler gewinnt drei Latin Grammys

Marc Anthony, Will Smith und Bad Bunny im Musikprogramm

Bei der 19. Verleihung der Latin Grammys in Las Vegas hat der urugayische Musiker Jorge Drexler drei Trophäen verliehen bekommen. Der studierte Mediziner gewann die Auszeichnungen für den Song des Jahres, die Aufnahme des Jahres und für das beste Singer-Songwriter-Album. Die spanische Sängerin und Schauspielerin Rosalia hat zwei Awards gewonnen ("best urban fusion/performance" und "best alternative song"). Vergeben wurden die Latin Grammys bei einer Gala in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas, bei der unter anderem auch Marc Anthony, Will Smith und Bad Bunny auftraten.

Bombendrohung bei "Feine Sahne Fischfilet"-Konzert

Auftritt in Chemnitz wurde unterbrochen, später aber fortgesetzt

Wegen einer Bombendrohung ist ein Konzert mit der linken Punkband "Feine Sahne Fischfilet" in Chemnitz unterbrochen worden. Nach Angaben der Polizei ging gegen 20 Uhr eine telefonische Drohung gegen das Konzert im Lagezentrum ein. Daraufhin wurde die Veranstaltung im Chemnitzer Alternativen Jugendzentrums unterbrochen. Die etwa 550 Besucher mussten das Gebäude verlassen. Nach der Überprüfung des Gebäudes konnte knapp zwei Stunden später das Konzert fortgesetzt werden. Laut "Freier Presse" spielte gerade die Vorband, als die Polizei die Evakuierung anordnete. Gegen den Auftritt von "Feine Sahne Fischfilet" in Chemnitz hatten zuvor Rechtsextreme massiv mobilisiert und einen Sturm auf das Jugendzentrum angekündigt.

Direktorin verlässt 2019 Leipziger Dokfilm-Festival

Leena Pasanen geht nach Bologna

Das Leipziger Dokfilm-Festival verliert nach fünf Jahren seine Direktorin. Leena Pasanen wird sich nach der nächsten Ausgabe verabschieden, wie die Organisatoren am Freitag mitteilten. Die Finnin habe ihren bis Ende nächsten Jahres laufenden Vertrag nicht verlängert, sie werde ab 2020 Leiterin des Biografilm Festivals im italienischen Bologna. Pasanen ist seit 2015 Dokfilm-Chefin, hat das Festival international etabliert, weiter für Publikum ausgebaut und zahlreiche Neuerungen auf den Weg gebracht. Zur Anfang November zu Ende gegangenen 60. Ausgabe kamen rund 45 000 Cineasten und rund 1800 internationale Fachbesucher.

Hannelore-Greve-Literaturpreis für Ulla Hahn

Sie habe mit ihrer Lyrik und Prosa Zeichen gesetzt, hieß es zur Begründung

Die Schriftstellerin Ulla Hahn ist mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis 2018 der Hamburger Autorenvereinigung ausgezeichnet worden. Die 72-Jährige habe mit ihrer Lyrik und Prosa Zeichen gesetzt, hieß es zur Begründung bei der Verleihung in Hamburg. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde zum achten Mal verliehen.
Der Hannelore-Greve-Literaturpreis wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Walter-Kempowski-Literaturpreis von der Hamburger Autorenvereinigung vergeben. Mit ihm sollen "herausragende Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur" gewürdigt werden.

Hockney-Gemälde für Rekordpreis versteigert

Bild erzielt bei Auktion in New York mehr als 90 Millionen US-Dollar

Für umgerechnet knapp 80 Millionen Euro wechselte das Bild "Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)" den Besitzer - versteigert wurde es im Auktionshaus Christie's. Damit ist es das teuerste je versteigerte Werk eines lebenden Künstlers. Das Gemälde des britischen Künstlers aus dem Jahr 1972 zeigt zwei Männer - einen beim Brustschwimmen unter Wasser, den anderen am Schwimmbecken stehend. Das teuerste Werk eines zeitgenössischen Künstlers war bisher Jeff Koons' "Balloon Dog", 2013 wurde es für 58,4 Millionen Dollar versteigert.

Umbau des Buddenbrookhauses verzögert sich

Grund ist eine Klage gegen das Ergebnis des Architekturwettbewerbs

Der Umbau des Lübecker Buddenbrookhauses verzögert sich um ein halbes Jahr. Weil Architekten gegen das Ergebnis des Architekturwettbewerbs vor das Oberlandesgericht Schleswig gezogen sind, kann mit dem Bau frühestens 2020 begonnen werden, teilten die Lübecker Museen mit. 20 Millionen Euro sollen investiert werden, um neben dem bisherigen Gebäude auch das Nachbarhaus zu nutzen. Ende 2022 könnte das neue Museum dann eröffnet werden. Das Buddenbrookhaus in der historischen Altstadt wird mit dem Nachbargebäude zusammengelegt, um die Ausstellungsfläche auf 2.000 Quadratmeter zu verdoppeln. Das Buddenbrookhaus informiert über die Schriftstellerfamilie von Heinrich und Thomas Mann.

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Fazit

Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

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