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Kulturnachrichten

Dienstag, 20. November 2018

Künstler Tony Cragg gestaltet Kirchenfenster

Bislang hat die Kirche in Großbadegast nur einfache Glasfenster

Der Künstler Tony Cragg will Fenster einer kleinen Kirche in Sachsen-Anhalt gestalten. Entwürfe dafür wurden nun in der Kirche in Großbadegast bei Köthen vorgestellt, wie ein Sprecher der Evangelischen Landeskirche mitteilte. Cragg, der bis vor wenigen Jahren Rektor der Kunsthochschule Düsseldorf war, ist international vor allem für seine Skulpturen bekannt. Die Fenster seien Teil der geplanten Neugestaltung des Kirchenraums. Dafür seien insgesamt rund 470.000 Euro vorgesehen. 2019 sollen laut Sprecher die ersten Fenster eingebaut werden. Bisher gebe es in dem Gotteshaus lediglich einfache Glasfenster.

Bremer Literaturpreis für Arno Geiger

Österreichischer Autor wird für seinen Roman mit Weltkriegsthema geehrt

Der österreichische Schriftsteller Arno Geiger erhält den Bremer Literaturpreis 2019. Mit der mit 25 000 dotierten Auszeichnung würdigt die Jury Geigers Roman "Unter der Drachenwand". Dieser rage als überaus genaue, differenzierte und anschauliche Vergegenwärtigung des Kriegsjahres 1944 heraus, teilte die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung mit. Der mit 6000 Euro dotierte Förderpreis geht an den aus München stammenden Autor Heinz Helle für seinen Roman "Die Überwindung der Schwerkraft". Die Preisverleihung ist für den 28. Januar 2019 im Bremer Rathaus geplant. Vorhergehende Preisträger waren unter anderem Elfriede Jelinek, Marcel Beyer und Alexander Kluge.

Neue Leitung für Bundesjazzorchester

Ansgar Striepens wird Nachfolger von Jiggs Whigham

Das Bundesjazzorchester bekommt eine neue künstlerische Leitung. Der Jazzmusiker Jiggs Whigham wird die Leitung 2020 an Ansgar Striepens übergeben, wie das Orchester in Bonn ankündigte. Striepens wird dann als Dirigent das Ensemble zusammen mit Niels Klein leiten und künftig die musikalischen Programme festlegen. Der Deutsche Musikrat als Träger des Orchesters verpflichtete beide für vier Jahre. Der US-Amerikaner Jiggs Whigham leitet das Bundesjazzorchester seit 2011 gemeinsam mit Klein. Striepens, der von 1987 bis 1992 Schüler von Whigham war, ist Professor für Jazz-Posaune an der Folkwang Universität der Künste Essen und seit mehreren Jahren auch regelmäßig Gastdirigent und -arrangeur der WDR-Big-Band. Seit 2012 ist er auch Gastdirigent und Komponist des Bundesjazzorchesters. Das Orchester gilt als Talentschmiede für erfolgreiche Jazzmusiker. Der Trompeter Till Brönner und der Sänger Roger Cicero begannen dort ihre Karriere.

Magazin "Monopol" kürt einflussreichste Künstler 2018

Fotograf Wolfgang Tillmans auf Platz Eins

Der Fotograf Wolfgang Tillmans ist vom Magazin "Monopol" zur einflussreichsten Persönlichkeit der Kunstwelt 2018 gekürt worden. "Mit seiner politischen Dringlichkeit, seiner Weigerung, zynisch zu werden, und seiner ästhetischen Durchdringung der Welt ist der 50-jährige Fotograf das role model der Gegenwart", schreibt das Magazin zu seinem jährlichen Top-100-Ranking. Auf Platz zwei der Liste steht die britische Künstlerin Sonia Boyce, die im Januar in der Manchester Art Gallery als Teil einer Performance das Gemälde "Hylas and the Nymphs" von John William Waterhouse abhängen ließ. Sie wollte damit eine Diskussion über die Position von Frauen in der Kunst und über Macht in Museen auslösen. Unter die ersten zehn schafften es dieses Jahr auch Kurator Max Hollein, der US-Künstler Kerry James Marshall, die amerikanische Fotografin Nan Goldin sowie die Schweizer Sammlerin Maja Hoffmann.

Litauischer Regisseur Nekrosius gestorben

Theatermann starb einen Tag vor seinem 66. Geburtstag

Der international bekannte litauische Bühnenregisseur Eimuntas Nekrosius ist tot. Der Opern- und Theatermacher starb nach Angaben von Angehörigen am Dienstagmorgen in einem Krankenhaus in Vilnius. Präsidentin Grybauskaite und Regierungschef Skvernelis sprachen von einem großen Verlust für die litauische Kultur. Nekrosius galt als einer der renommiertesten Regisseure Litauens, dessen Theaterproduktionen auch international Anerkennung fanden. Für Aufsehen sorgte Nekrosius besonders Ende der 1980er Jahren mit Inszenierungen von Werken von Anton Tschechow, mit denen er durch eine Gastspielreise 1988 auch im Westen berühmt wurde.

Margot Käßmann arbeitet für "terre des hommes"

Theologin wird ab Januar Botschafterin des Kinderhilfswerks

Die evangelische Theologin und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann wird ab Januar neue Botschafterin des Kinderhilfswerks terre des hommes. Das gab die Organisation am Dienstag bekannt. Käßmann erklärte, dass sie terre des hommes schon lange kenne und von deren Arbeit überzeugt sei. In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich bräuchten Kinder starke Interessenvertreter. Nach Angaben des Kinderhilfswerkes wird Käßmann ihre Tätigkeit im Januar 2019 aufnehmen. Die langjährige Bischöfin der Landeskirche Hannover ist seit Sommer im Ruhestand.

Documenta-Kunstwerk schmückt Leipziger Hochschule

Banner hing bereits vor anderen Kultureinrichtungen

Die Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst trägt seit heute ein Docomenta-Kunstwerk. Es stammt von dem Künstlers Hans Haacke und trägt in zwölf verschiedenen Sprachen die Aufschrift "Wir (alle) sind das Volk", darunter Arabisch, Farsi, Russisch und Türkisch. Das Banner war im vergangenen Jahr als Beitrag der documenta 14 in Athen und Kassel zu sehen und hing bereits an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, den Kunstsammlungen Chemnitz sowie an Kultureinrichtungen in Belgien, New York und der Slowakei. Die HGB will damit ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt setzen.

Rafik Schami erhält Gustav-Heinemann-Friedenspreis

Auszeichnung für Kinderbuch "Sami und der Wunsch nach Freiheit"

Der Schriftsteller Rafik Schami wird am kommenden Freitag in Köln mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Das hat das Kultur- und Wissenschaftsministerium in Düsseldorf mitgeteilt. Der in Syrien geborene Autor erhalte den Preis für Kinder- und Jugendbücher 2018 sein Buch "Sami und der Wunsch nach Freiheit". Die Auszeichung ist mit 7500 Euro dotiert und erinnert an das friedenspolitische Engagement des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann (1899-1976).

Anna Schudt gewinnt Emmy als beste Schauspielerin

Preis für Verkörperung der Komikerin Gaby Köster

Bei den Internationalen Emmy Awards in New York ist die deutsche Schauspielerin Anna Schudt als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden. Sie wurde für ihre Darstellung der Komikerin Gaby Köster in der RTL-Produktion "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" geehrt. Sie erzählt davon, wie Köster sich nach ihrem Schlaganfall wieder ins Leben zurückkämpft. Schudt setzte sich unter anderen gegen Emily Watson aus Großbritannien durch. Der internationale Fernsehpreis wird in insgesamt 13 Kategorien vergeben. Den Hauptpreis als beste Dramaserie gewann die Produktion "La Casa de Papel" ("Das Haus des Geldes"), die in Deutschland beim Streamingdienst Netflix läuft. Die WDR-Miniserie "Toter Winkel" ging leer aus.

Geschwister-Scholl-Preis für Historiker Götz Aly

Jury: Ermutigung zur Auseinandersetzung mit den Mitläufern

Der Historiker Götz Aly ist für sein Buch "Europa gegen die Juden. 1880-1945" mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Aly belege in dem Buch eindrücklich, dass Antisemitismus nicht die Sache einer Minderheit von irrationalem Hass getriebener Fanatiker war, erklärte die Jury in München. Der Geschwister-Scholl-Preis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Landeshauptstadt München ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde im Rahmen des Literaturfestes München zum 39. Mal vergeben. Aly ermutigte dazu, sich mehr mit den Mitläufern der NS-Zeit zu beschäftigen. Sich nur mit den Opfern und Helden wie Anne Frank oder der Weißen Rose zu identifizieren sei zu einfach, sagte er vor der Preisverleihung.

359 Titel für Preis der Leipziger Buchmesse eingereicht

Am 14. Februar stehen die je fünf Nominierten fest

Für den Preis der Leipziger Buchmesse 2019 haben die Verlage 359 Werke eingereicht. Eine Jury unter Vorsitz von Autor Jens Bisky wird die Titel nun in den nächsten Wochen und Monaten sichten. Am 14. Februar wird sie die fünf Nominierten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung bekanntgeben, wie die Buchmesse mitteilte. Die Preisträger werden dann zum Auftakt der viertägigen Messe am 21. März geehrt. Die Auszeichnung ist mit rund 60.000 Euro dotiert. Die Sieger erhalten je 15.000 Euro und hinzu kommen jeweils 1000 Euro für die Nominierten.

Sex mit Zeus als Schwan

Archäologen legen Fresko in Pompeji frei

In Gestalt eines Schwans hat der Göttervater Zeus in der griechischen Mythologie die Königstochter Leda verführt und geschwängert. Diese "Szene voller Sinnlichkeit" ist auf einem Fresko zu sehen, das Archäologen in Pompeji bei Neapel freigelegt haben, wie die Ausgrabungsstätte mitteilte. Im Laufe dieses Jahres sind etliche bedeutende Funde in Pompeji gemacht worden, neben Skeletten mehrerer Menschen wurden Überreste eines Pferdes gefunden. Inschriften deuten außerdem daraufhin, dass der Vulkan bei Neapel zwei Monate später ausgebrochen ist, als bisher angenommen. Pompeji ist eine der berühmtesten Ausgrabungsstätte der Welt und gehört zu den meistbesuchten Attraktionen in Italien.

Künstlerisches Erbe Sachsen-Anhalts nun online präsent

Werke damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich

Kunst aus Sachsen-Anhalt hat einen neuen Online-Auftritt. In der sogenannten Werk-Datenbank stehen nun die ersten Künstler-Verzeichnisse im Netz. Mit Hilfe dieses digitalen Fundus solle das kulturelle Erbe des Landes bewahrt und öffentlich zugänglich gemacht werden, teilte die Landesregierung mit. Das Verzeichnis wird seit Mai 2018 von Vertretern des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt (BBK) aufgebaut. Die Datenbank enthält derzeit etwa Werke der Fotografin Eva Mahn, der Textilkünstlerin Ingrid Müller-Kuberski oder des Malers Hannes H. Wagner. Die Datenbank soll nicht der Öffentlichkeit, sondern auch Forschungseinrichtungen und Museen den Zugang zum künstlerischen Schaffen erleichtern. Bis 2021 sollen zunächst die Werke von 25 Künstlern aus unterschiedlichen Disziplinen und Generationen in die Datenbank aufgenommen werden.

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