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Kulturnachrichten

Dienstag, 24. Mai 2016

Künstler aus Sachsen bekommen Marion-Ermer-Preis

Preis würdigt junge Künstler aus neuen Bundesländern

Vier Sachsen erhalten in diesem Jahr den Marion-Ermer-Preis für junge Künstler aus den neuen Bundesländern. Die mit je 5000 Euro dotierte Auszeichnung geht an Manaf Halbouni aus Dresden sowie Marian Luft, Katharina Schilling und Thomas Taube aus Leipzig, wie die Marion Ermer Stiftung bekanntgab. Ihre Werke wurden aus über 200 Einreichungen ausgewählt. Die Verleihung findet am 2. Dezember im Museum der bildenden Künste Leipzig statt, das erstmals Kooperationspartner der Stiftung bei der Vergabe war. Am selben Tag wird dort eine Ausstellung von Arbeiten der Preisträger eröffnet. Der Marion Ermer Preis wird jährlich seit 2001 verliehen. Bewerben können sich Künstler, die nicht älter als 35 Jahre sind, in den neuen Bundesländern außer Berlin leben und dort an einer staatlichen Kunsthochschule studiert haben.

Acht deutsche Autoren beim Bachmann-Wettbewerb

Der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb findet vom 29. Juni bis 3. Juli statt

Acht der 14 Autoren beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb kommen aus Deutschland. Zu den "Tagen der deutschsprachigen Literatur" im österreichischen Klagenfurt wurden Ada Dorian (Hannover), Isabelle Lehn (Bonn), Sascha Macht (Frankfurt/Oder), Bastian Schneider (Siegen), Jan Snela (München), Astrid Sozio (Hagen), Julia Wolf (Groß-Gerau) und die Deutsch-Französin Sylvie Schenk von der Jury eingeladen. Daneben nehmen noch Autoren mit serbischen, israelischen, türkischen, britischen, französischen und Schweizer Wurzeln am 40. Wettlesen teil. Unter den Autorinnen ist auch die Österreicherin Stefanie Sargnagel, die in ihrem 2015 erschienenen Buch "Fitness" Facebook-Beiträge verarbeitete. Es sei ein "so breit gestreutes Teilnehmerfeld wie noch nie", sagte der Leiter des Literaturtage, Horst L. Ebner.

Pergamonaltar als digitales 3D-Modell

Pergamonaltar gilt Forschern als achtes Weltwunder der Antike

Während der weltberühmte Pergamonaltar wegen Renovierungsarbeiten bis 2019 nicht zu sehen ist, haben Wissenschaftler ein genaues 3D-Modell des hellenistischen Bauwerks erstellt - als digitale Anwendung. "Damit kann eines der bedeutendsten Denkmäler der Antike auf eine ganz besondere Weise neu erlebt werden", sagte Hermann Parzinger, Präsident der verantwortlichen Stiftung Preußischer Kulturbesitz, am Dienstag bei der Vorstellung des aufwendigen Projekts in Berlin. Federführend war das in Darmstadt und Rostock ansässige Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung. Zwei Wochen vor der Teilschließung des Pergamonmuseums im Herbst 2014 scannten Fachleute den mehr als 2000 Jahre alten Altar in einem hochkomplizierten Verfahren ein: Das 113 Meter lange originale Wandrelief wurde zeilen- und spaltenweise genaustens abfotografiert. Das Pergamonmuseum, eigens für den Altar gebaut, ist mit jährlich mehr als einer Million Besuchern Berlins größtes und beliebtestes Museum. Seit 2013 wird es abschnittsweise saniert. Das Gesamtprojekt soll voraussichtlich 2025/26 abgeschlossen sein, die Wiedereröffnung des Altarsaals ist für 2019 geplant.

Dirigent Rattle kämpft mit Beethoven für Jugendorchester

EU-Jugendorchester soll ab 1. September keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten

Als "großes Armutszeugnis" haben die Berliner Philharmoniker Pläne für eine Auflösung des Jugendorchesters der Europäischen Union kritisiert. Sollte die Unterstützung tatsächlich am 1. September auslaufen, wäre das angesichts der europafeindlichen Tendenzen ein "kulturpolitischer Gau", hieß es. EU-Politiker müssten das Überleben des Orchesters sichern. Das Orchester habe sich zu einem wichtigen Ort für den Musiker-Nachwuchs entwickelt, erklärten Chefdirigent Sir Simon Rattle, Intendant Martin Hoffmann und die Orchestervorstände Ulrich Knörzer und Knut Weber. Das 1976 gegründete Ausbildungsorchester für begabte Nachwuchsmusiker ist von namhaften Dirigenten geleitet worden - darunter Daniel Barenboim, Claudio Abbado und Leonard Bernstein. In diesem Sommer geht das Orchester mit dem aktuellen Chefdirigenten Vasily Petrenko wieder auf Europa-Tournee. Star-Dirigent Simon Rattle protestiert mit Beethoven gegen das Ende des EU-Jugendorchesters. In der Münchner Residenz spielte der Brite am Dienstag mit dem Symphonieorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks aus Protest einen Teil von Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie. Dann ließ der Dirigent das Orchester mittendrin abbrechen. "Das ist ein ebenso schrecklicher Schnitt für Beethoven wie es einer für das Orchester ist."

Neue Spielstätte der Kölner Oper auf der Großbaustelle

Musical "Adam Schaf hat Angst" wird auf der Großbaustelle aufgeführt

Nach mehr als fünf Jahren kehrt die Kölner Oper für eine Inszenierung an ihre Heimat-Spielstätte zurück. In der kommenden Spielzeit wird das Musical "Adam Schaf hat Angst" auf der Baustelle am Offenbachplatz aufgeführt. Das kündigte Opernintendantin Birgit Meyer bei der Spielplan-Vorstellung an. Die Premiere sei für Juni 2017 geplant. Derzeit wird das Gebäudeensemble aus Opern- und Schauspielhaus saniert. Die für November 2015 geplante Wiedereröffnung hatte verschoben werden müssen. Noch ist völlig unklar, wann die Sanierung abgeschlossen sein wird. Im November war bekannt geworden, dass die Sanierung mindestens drei Jahre länger dauern und wenigstens 100 Millionen Euro mehr kosten werde als geplant. Offen ist, wo die Oper nach der Spielzeit 2016/17 unterkommt. Ihr jetziges Ausweichquartier ist danach an einen Musical-Veranstalter verpachtet.

Deutscher Sprachpreis für Theaterkritiker Stadelmaier

Erstmals wird Sprachpreis an einen Theaterkritiker verliehen

Als erster Theaterkritiker erhält Gerhard Stadelmaier den Deutschen Sprachpreis. Das teilte die Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache mit. Mit dem Preis ehrt die Stiftung Wissenschaftler, Redner und Schriftsteller, die die deutsche Sprache in besonderer Weise pflegen und fördern. Stadelmaier schrieb unter anderem mehr als 25 Jahre im Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Stiftung nennt den 66-Jährigen einen "wahrhaft sprachmächtigen Publizisten" und einen "vorbildlichen Vermittler und Förderer der Theaterkunst". Der Preis wird am 23. September in Weimar verliehen.

Große Banksy-Ausstellung in Rom eröffnet

Britischer Street-Art Künstler beteiligt sich nicht an Organisation von Ausstellung

Seine wirkliche Identität hält der berühmte britische Street-Art-Künstler Banksy geheim, doch eine große Ausstellung in Rom eröffnet nun die Möglichkeit, ihn näher kennenzulernen. Im Museum Fondazione Roma im Zentrum der italienischen Hauptstadt wurde am Dienstag unter dem Titel "Krieg, Kapitalismus und Freiheit" eine der größten Ausstellungen mit seinen Werken eröffnet. Banksys kritische Haltung gegenüber der Vermarktung seiner Kunst wird dem Ausstellungsbesucher gleich am Anfang vor Augen geführt. Das erste Werk zeigt die Auktion eines Bildes mit der Aufschrift: "Ich kann nicht glauben, dass Ihr Schwachköpfe diese Scheiße echt kauft." Museumschef Emmanuele Francesco Maria Emanuele erklärte, die Organisation der Ausstellung sei sehr "kompliziert" gewesen, "Weil, wie man weiß, zusätzlich dazu, dass der Zugang zu ihm schwierig ist, steht der Künstler der Idee einer Zusammenarbeit zurückhaltend gegenüber." Weil Banksy selbst keine Werke für Ausstellungen hergebe, seien private Sammler in aller Welt um ihren Beitrag für die bis zum 4. September dauernde Ausstellung gebeten worden.

Justin Bieber kritisiert Preisverleihungsevents als "hohl"

Kritik des 22-Jährigen US-Sängers nach der Verleihung der Billboard Music Awards

Justin Bieber legt sich mit der eigenen Branche an: Auf Instagram kritisierte er, bei der Verleihung von Musikpreisen sehe er im Publikum einen "Haufen falschen Lächelns", vorbereitet für den Fall, dass die Kamera auf einen gerichtet werde. Den Sinn von Preisverleihungsevents stellte Bieber in Frage - diese Events wirkten auf ihn "so hohl". Bei der Verleihung der Billboard Music Awards wurde Bieber gerade erst als bester Künstler ausgezeichnet. Er war bei der Verleihung auch mit seinen beiden Hits "Sorry" und "Company" aufgetreten. Natürlich gebe es Menschen, die "ehrlich stolz auf andere" seien, diese wolle er nicht zusammen mit "der übergroßen Mehrheit" niedermachen. Er wolle auch nicht respektlos erscheinen gegenüber denjenigen, die diese Shows inszenierten, "aber ich fühle mich weder wohl, wenn ich dabei bin, noch hinterher".

Facebook verschärft Regeln für "Trend"-Nachrichten

Facebook-Mitarbeiter hatten von Anweisungen berichtet, bestimmte Nachrichten zu unterdrücken

Facebook ändert nach Vorwürfen, beim Online-Netzwerk seien Nachrichten über konservative Politiker und Themen unterdrückt worden, die internen Richtlinien für seine News-Trends. Zum einen sollen Mitarbeiter künftig weniger Spielraum haben, ihre Ansichten bei der Nachrichten-Auswahl einzubringen. Zum anderen werden Nachrichten-Websites etwa von BBC, CNN oder der "New York Times" nicht mehr als Orientierungshilfe für die Wichtigkeit der Themen ausgewertet, erklärte Facebook in einem Brief an den US-Senator John Thune. Facebook erklärte nun, die Untersuchung nach den Vorwürfen habe keine systematische Parteilichkeit zu Tage gefördert. Es solle aber künftig mehr Kontrollmechanismen und zusätzliche Schulungen geben. Facebook habe bei der Überprüfung der Vorwürfe 600 Entscheidungen zu einzelnen Nachrichten-Themen untersucht. Dabei seien unter anderem keine Belege für den Vorwurf entdeckt worden, dass Mitarbeiter künstlich Nachrichten mit liberaler Ausrichtung in die News-Trends eingefügt hätten.

Bob Dylan wird 75 Jahre alt

Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts

Bob Dylans Songs "Blowin' In The Wind" und "The Times They Are A-Changing" waren in den sechziger Jahren Hymnen der Antikriegs- und Bürgerrechtsbewegung in den USA. Sein Klassiker "Like A Rolling Stone" zählt zu den berühmtesten Hits aller Zeiten. Bob Dylan bekam unter anderem elf Grammys, den Pulitzer-Preis und einen Oscar für einen Filmsong. Seit Jahren wird der Popdichter außerdem als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt.

Israel übergibt Ägypten geschmuggelte Sarkophagdeckel

Reich verzierte Stücke stammen aus der westlichen Wüste Ägyptens

Israel hat Ägypten bis zu 3600 Jahre alte Sarkophagdeckel zurückgegeben. Die Artefakte waren vermutlich über Dubai und Europa geschmuggelt worden. Die reich verzierten Stücke seien bereits 2012 von der Israelischen Altertumsbehörde in Jerusalem entdeckt worden, teilte ein Sprecher des Außenministeriums mit. "Die Sarkophagdeckel sind ziemlich unbeschädigt geblieben", sagte der Sprecher. Allerdings hätten die Schmuggler die rund 1,80 Meter langen Deckel in der Hälfte durchgeschnitten, um sie besser verstecken zu können. Die Stücke stammten ursprünglich aus der westlichen Wüste Ägyptens. Aufgrund des trockenen Klimas seien sie bei ihrer Entdeckung in einem sehr guten Zustand gewesen. Was mit der Mumie passiert sei, sei unklar. Ein Sarkophagdeckel stamme vermutlich aus der späten Bronzezeit und dem 16. bis 14. Jahrhundert vor Christi Geburt. Der zweite Deckel sei vermutlich aus der Eisenzeit und dem zehnten bis achten Jahrhundert vor Christi Geburt.

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