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Kulturnachrichten

Sonntag, 25. Mai 2014

Goldene Palme für "Winter Sleep"

Die Goldene Palme des Filmfestivals von Cannes geht in diesem Jahr an den türkischen Film "Winter Sleep" von Nuri Bilge Ceylan.

Das gab die Jury zum Abschluss der 67. Filmfestspiele bekannt. Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung, geht an das Sozialdrama "Le meraviglie" der Italienierin Alice Rohrwacher. Der Brite Timothy Spall wurde für seine Leistung in "Mr. Turner" von Mike Leigh als bester Schauspieler geehrt. Die US-Amerikanerin Julianne Moore gewann für ihr Spiel in "Maps to the Stars" von David Cronenberg die Trophäe als beste Schauspielerin. - Eine Bilanz zur Preisverleihung hören Sie ab 11 Uhr, hier im Deutschlandradio Kultur.

Mit dem Gewinner "Winter Sleep" geht die zweite Goldene Palme in die Türkei. 1982 wurde das Drama "Yol - Der Weg" von Sherif Gören und Yilmaz Güney mit dem Hauptpreis des Festivals ausgezeichnet.

Erdogan: Deutsche Medien haben Grubenunglück instrumentalisiert

Einige deutsche Medien haben versucht, das Unglück für sich auszuschlachten.

So kritisierte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Berichterstattung über das Grubenunglück in Soma. Bei seiner Rede in Köln sagte er, die Berichte hätten die Regierung in Ankara beleidigt. Zudem wandte sich Erdogan dagegen, wie hierzulande über die türkische Polizei und den Umgang mit Demonstranten diskutiert werde. Die Kritik deutscher Journalisten sei nicht gerechtfertigt. - Erdogan war hatte gestern auf Einladung der Union Europäisch-Türkischer Demokraten in Köln gesprochen. Die Veranstaltung wurde von Massenprotesten gegen ihn begleitet. Nach Polizeiangaben demonstrierten rund 45.000 Menschen gegen die Politik der türkischen Regierung.

Brüssel: Drei Tote bei Angriff auf Jüdisches Museum

Die Hintergründe der Schießerei sind noch unklar.

Das belgische Innenministerium erklärte aber, es gebe die starke Vermutung, dass es sich um ein antisemitisches Attentat gehandelt habe. Bei einem Angriff auf das Jüdische Museum in Brüssel sind drei Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei israelische Touristen. Gestern war ein unbekannter Täter in das Museum eingedrungen und hatte um sich geschossen. Der Verdächtige konnte entkommen und ist weiter flüchtig. Das israelische Außenministerium spricht von einem Terroranschlag.

Papst Franziskus ruft Palästinenser und Israelis zur Versöhnung auf

Papst Franziskus ist für persönliche Gesten bekannt.

Auf seiner Nahost-Reise hat er heute einen nicht geplanten Zwischenstopp an der Trennmauer zwischen Israel und den Palästinensergebieten eingelegt. Dort schien er dort gebetet zu haben. Franziskus traf heute auch Palästinenserpräsident Abbas. Dabei rief er zur Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern auf. Alle Beteiligten müssten den "Mut" zum Frieden aufbringen, sagte Franziskus. Voraussetzung sei, dass alle das Recht zweier Staaten bejahten, innerhalb international anerkannter Grenzen zu existeren.

Am Nachmittag reist Franziskus weiter nach Israel.

Henri-Nannen-Preis: Geehrter Appelbaum distanziert sich

Viele Journalisten würden sich über eine Auszeichnung mit dem Henri-Nannen-Preis wohl freuen - Jacob Appelbaum fühlt sich allerdings nicht geehrt.

Der amerikanische Internet-Aktivist will die Skulptur sogar einschmelzen. Appelbaum sagte, er protestiere damit gegen den Namensgeber der Auszeichnung, speziell gegen dessen NS-Vergangenheit. Nannen habe für die Nazis Propaganda gemacht, betonte Appelbaum. Der Internet-Aktivist war von Jury in Hamburg in der Kategorie "Investigation" ausgezeichnet worden. Damit sollte er für seinen Verdienst als Vertrauter des NSA-Enthüllers Edward Snowden geehrt werden.

Henri Nannen war im Zweiten Weltkrieg Mitglied einer Kriegsberichterstatter-Kompagnie der Luftwaffe. Der Chefredakteur des "Stern" und Mitinitiator des Henri-Nannen-Preises, Thomas Osternkorn, sagte, Nannen habe es im Nachhinein mehrfach bedauert, was er damals an Propaganda verbreitet habe.

Odenwaldschule beschließt Kurswechsel : Sozialarbeiter als Betreuer einsetzen

Nach starker Kritik am Internatskonzept der Odenwaldschule soll es nun grundlegende Veränderungen geben.

Lehrer sollten nicht mehr gleichzeitig Betreuer von Internatsgruppen sein, sagte der Vorsitzende des Schul-Trägerveinrs, Gerhard Herbert, nach einer Mitgliederversammlung. Stattdessen wolle man Sozialarbeiter einsetzen. Das bringe zwar finanzielle Probleme mit sich, sei aber einmütig beschlossen worden, betonte Herbert. An der Odenwaldschule im hessischen Heppenheim waren vor Jahrzehnten mindestens 130 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden. Die Fälle kamen aber erst vor zwei Jahren an die Öffentlichkeit. Für die Übergriffe wurde auch eine zu große Nähe zwischen Lehrern und Schülern verantwortlich gemacht.

Zuletzt hatte es an der Schule neue Missbrauchsvorwürfe gegeben. Diese haben sich laut Staatsanwaltschaft nicht erhärtet.

Kubanisches Internet-Magazin wieder erreichbar

Das Internet-Magazin der kubanischen Bloggerin Yoani Sánchez ist wieder in ganz Kuba erreichbar.

Die Homepage "14ymedio.com" war am Mittwoch online gegangen, aber schon nach gut einer Stunde wieder blockiert worden. Leser landeten auf einer Internetseite, die die Bloggerin scharf kritisierte. Die Initiatorin des Magazins, Yoani Sanchez, machte die kubanische Regierung für die Sperre ihres Magazins verantwortlich. Havanna wies die Vorwürfe allerdings zurück. - Sanchez hatte die Homepage "14ymedio schon vor mehreren Tagen angekündigt. Sie wolle damit den nötigen politischen Übergang des sozialistischen Regimes begleiten, schreibt sie.

In Kuba dürfen Privatleute weder Zeitungen noch Internetseiten betreiben. Alle Medien unterstehen staatlicher Kontrolle.

Artenschutz im Orchester: Gastspiel in New York wegen Elfenbein fast geplatzt

Die Münchener Philharmonie wollte eigentlich nur zu einem Gastspiel nach New York reisen.

Doch das war schwerer als gedacht. Dabei ging es nicht um die Musiker, sondern um die Instrumente, genauer gesagt um die Geigenbögen. Denn fast jeder ist an der Spitze mit Elfenbein verstärkt. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, darf das Material wegen strenger Artenschutzbestimmungen eigentlich weder in die USA ein- noch ausgeführt worden. Und seit dem 1. April müssten Musiker nun ein Dokument beim Zoll vorlegen, das versichert, dass das Elfenbein vor den beschlossenen Handelsverboten verbaut worden sei. Allerdings konnte keiner der Musiker so eine Bescheinigung vorlegen. Nur aufgrund intensiver Bemühungen der deutschen Botschaft und der Carnegie Hall konnte das Gastspiel schließlich stattfinden.

Neo Rauch zeigt dritte Schau in seiner Heimatstadt Aschersleben

Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart: Neo Rauch.

Seine Werke werden aber nicht nur in großen Galerien ausgestellt. Unter dem Motto "Neo Rauch. Das grafische Werk - Dritter Teil" sind seit gestern mehr als 40 Werke des Künstlers in Aschersleben zu sehen. Dort war der Maler, der in Leipzig geboren wurde, nach dem frühen Tod seiner Eltern aufgewachsen. Eine Sprecherin der Grafikstiftung Neo Rauch sagte, die aktuelle Ausstellung verbinde frühe Zeichnungen mit großformatigen Bildern, die erst in diesem Jahr entstanden seien. Zudem können Besucher seine Entwürfe für die Glasfenster der Elisabethkapelle im Naumburger Dom sehen.

Rauch führte den Angaben zufolge bei der Eröffnung persönlich durch die Schau. Rund 300 Besucher kamen.

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