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Interview / Archiv | Beitrag vom 13.01.2007

Kritik an Berlin wegen Scientology-Repräsentanz

CDU-Abgeordnete hält Beobachtung duch Verfassungsschützer für geboten

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Die Errichtung der Scientology-Repräsentanz in Berlin hätte nach Ansicht der CDU-Bundestagsabgeordneten Antje Blumenthal verhindert werden können. In den Bundesländern, wo die Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet werde, könne sie sich nicht derart ausbreiten, sagte Blumenthal. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Scientology in Berlin nicht unter Beobachtung stehe.

Die Strukturen der Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet, seien stark durchorganisiert und zielten darauf ab, einen Planeten schaffen zu wollen, auf dem beispielsweise Behinderte unerwünscht seien. Darüber müsse die Öffentlichkeit aufgeklärt werden. "Ich hoffe, dass in Berlin jetzt ein Umdenken stattfindet. Die Eröffnung heute bietet auch eine Chance – insbesondere für die Politik und die Lehrer - auf die Gefahren hinzuweisen, und auch wieder das Thema Religion und Werte mehr in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen, um den Jugendlichen wieder einen Anhalt zu geben", sagte Blumenthal, die in der Unionsfraktion für Sektenfragen zuständig ist.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete forderte eine stärkere Fortbildung für die Lehrer. So gebe es in Baden-Württemberg und Hamburg eine Scientology-Arbeitsgruppe, in der die Lehrer über die Gefährlichkeit der Organisation aufgeklärt werden.

Blumenthal betonte, die Scientology-Mitgliedschaft von Prominenten wie John Travolta und Tom Cruise könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Organisation gefährlich sei. "Das Beste ist doch, sich mit irgendwelchen Vorzeige-Schauspielern zu schmücken, um dann von der Gefährlichkeit abzulenken", sagte Blumenthal.

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