Kriminalhörspiel, vom 18.01.2021, 22:03 Uhr

Krimi-Klassiker zum 100. Geburtstag von Patricia HighsmithDer Schrei der Eule

Von Patricia Highsmith
Eine Frau, mit dem Rücken zur Kamera, schaut aus einem mit Vorhängen behangenes Fenster. 
Statt ihn anzuzeigen, verliebt sich Jenny in den Stalker, der sie wie besessen beobachtet.

Seit der Trennung von seiner Frau lebt der Ingenieur Robert zurückgezogen in dem amerikanischen Provinzstädtchen Langley. Auf seinen einsamen Spaziergängen entdeckt er die junge Jenny und ist immer stärker von ihr fasziniert. Besessen beobachtet er sie und ihren Verlobten Greg täglich aus sicherer Entfernung. Doch eines Tages entdeckt ihn Jenny hinter einem Gebüsch. Anstatt aber die Polizei zu rufen, bittet sie ihn freundlich herein und verwickelt ihn in ein Gespräch. Robert ist irritiert und kann mit dieser realen Zuneigung wenig anfangen. Doch Jenny verliebt sich in ihren Stalker – so sehr ihr zunehmend verzweifelter Verlobter auch um die gemeinsame Beziehung kämpft. Da verschwindet Greg plötzlich. Wenig später findet die Polizei eine Leiche im Fluss. Ist Robert der Mörder? Krimi-Klassiker zum 100. Geburtstag von Patricia Highsmith am 19. Januar 2021.


Der Schrei der Eule
Von Patricia Highsmith
Übersetzung aus dem Amerikanischen: Gisela Stege
Bearbeitung: Marion Kollbach
Regie: Hans Rosenhauer
Mit: Dietmar Mues, Esther Hausmann, Helmut Zierl, Hannelore Hoger, Siegfried W. Kernen, Gerhard Olschewski, Hans Hessling, Helga Bammert, Gerda Katharina Kramer, Hans Barein, Wolfgang Hartmann, Almuth Bock
Ton und Technik: Peter Kretschmann, Rudolf Müller, Renate Eickmeyer
Produktion: NDR 1985
Länge: 54'21


Patricia Highsmith bei einer Lesung in der Buchhandlung Rennweg-Tor in Zürich, Mai 1982 (picture alliance / akg-images / Niklaus Stauss). (picture alliance / akg-images / Niklaus Stauss)Patricia Highsmith, geboren 1921, wuchs in Texas und New York auf und studierte Literatur und Zoologie. Sie gilt als eine der wichtigsten VertreterInnen des psychologischen Kriminalromans. Erste Kurzgeschichten schrieb sie an der Highschool, arbeitete dann zunächst als Comictexterin. Die Verfilmung ihres Romandebüts "Zwei Fremde im Zug" (1950) durch Alfred Hitchcock machte sie über Nacht weltberühmt. Ihre Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet, verfilmt und für das Radio adaptiert, so zum Beispiel "Der talentierte Mr. Ripley" (HR/SWF/NDR 1989) oder "Tiefe Wasser" (WDR 2005). Patricia Highsmith starb 1995 in Locarno.

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