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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 15.03.2016

Kriegsmüdes KolumbienFrieden nach 50 Jahren Krieg möglich

Von Julio Segador

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Soldaten im kolumbianischen Bürgerkrieg (dpa / picture alliance / Nestor Silva)
Soldaten im kolumbianischen Bürgerkrieg (dpa / picture alliance / Nestor Silva)

Es ist der längste Bürgerkrieg weltweit mit mehr als 200.000 Toten: Der Krieg zwischen Guerillagruppen, Armee und rechtsextremen Paramilitärs in Kolumbien hatte sich in den 60er-Jahren an Landkonflikten und sozialen Ungerechtigkeiten entzündet. Jetzt besteht Hoffnung auf Frieden.

Der Krieg zwischen Guerillagruppen, Armee und rechtsextremen Paramilitärs in Kolumbien hatte sich in den Sechzigerjahren an Landkonflikten und an sozialer Ungerechtigkeit entzündet. Sieben Millionen Kolumbianer wurden seitdem aus ihren Dörfern vertrieben. 

Erstmals stehen jetzt die Aussichten gut, dass sich der letzte große Guerillakrieg Lateinamerikas dem Ende zuneigt. Seit langem schwebt als letzte Frist der 23. März im Raum, an dem der Friedensvertrag unterzeichnet sein muß, da hat sich Santos festgelegt. Der 23. März - das ist Mittwoch nächster Woche. Wir fragen nach.


Claudia Serna unterwegs in der Comuna 8 in Medellín. Die junge Juristin informiert die Bewohner des Stadtteils über die Bürgerversammlung, die am nächsten Morgen stattfinden soll. Die Menschen sorgen sich. Die Stadt will eine Seilbahn bauen, für die Stahlträger müssen Häuschen weichen. Die meisten Bewohner wurden vor Jahren schon einmal vertrieben, mussten ihr Hab und Gut verlassen. Claudia Serna befürchtet, dass sich das Schicksal wiederholt.

Die Menschen hier sind Opfer des bewaffneten Konfliktes, aber sie wurden nie richtig entschädigt. Sie bekamen keine adäquaten Wohnungen. Die Kinder hatten kaum Zugang zu höherer Bildung. Es gibt für sie nur sehr wenige Einkommensmöglichkeiten. Und jetzt droht ihnen, dass sie erneut vertrieben werden. Hier sollen riesige Stahlträger für die Seilbahn gebaut werden. Einige wenige, die alle Auflagen erfüllen, bekommen vielleicht eine neue Wohnung, alle anderen werden mit geringen Geldbeträgen abgespeist.

Claudia Serna arbeitet für die Nichtregierungsorganisation "Libertad", übersetzt "Freiheit". Sie berät die Bewohner im Viertel juristisch in Menschenrechtsfragen. Dieser Stadtteil in Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens, ist wie eine schwärende Wunde im Fleisch dieses Landes. Keine andere Stadt Kolumbiens hat in den fünf Jahrzehnten des Bürgerkriegs mehr Flüchtlinge aus den Kriegsregionen aufgenommen.

600.000 haben Zuflucht gesucht in Medellín. Mehr als sieben Millionen Vertriebene sind es im ganzen Land. In Stadtvierteln wie der Comuna 8 und bei Menschen wie Yisela Quintero manifestieren sich die Folgen von jahrelangem Terror und Gewalt.

Yisela Quintero: "Ich bin Opfer der gewaltsamen Vertreibung. Drei bewaffnete Gruppen vertrieben mich. Die Guerilla, Paramilitärs und das Militär. Früher wohnte ich an einem wundervollen Ort, in Cocorná, 80 Kilometer von hier entfernt, im Südosten der Provinz Antioquia. Ein spektakulärer Ort, den ich im Blut trage."

Vor 16 Jahren wurde Yisela gezwungen, ihre geliebte Heimat in den Bergen einzutauschen gegen die Comuna 8 in Medellín: Eine dicht bewaldete Region mit kristallklarem Wasser und guter Luft gegen ein riesiges Armenviertel, vielerorts ohne Strom und fließend Wasser, in dem paramilitärische Verbände das Sagen hatten, in dem Gewalt regierte.

Der Staat war in ihrer neuen Heimat nicht präsent, bis sich vor einigen Jahren die kriminellen Banden im Viertel zurückzogen. Es war die Stunde von Yisela und vielen anderen mutigen Bürgern der Comuna 8.

Yisela Quintero: "Damals stand ich vor der Wahl: Entweder beklage ich weiter die schlimme Vergangenheit oder ich raffe mich auf. Und ich und die anderen hier hatten das Glück, das nicht alle haben: Wir waren am Leben! Und wir waren uns einig, dass wir dieses Leben behalten wollten. Daher nahmen wir uns als Comuna 8 diesen Raum. Unser jetziges Gemeindezentrum war die ehemalige Folterwerkstatt der Paramilitärs. Ein fürchterlicher Ort. Wir spürten die negative Energie, die von hier ausging, nahezu körperlich. Aber Schritt um Schritt hat unsere Gemeinschaft diesen Raum hier ausgefüllt."

In der Comuna 8 sind es kleine Obst- und Gemüsegärten, gepflanzt auf verschlungenen Terrassen an den steilen Hängen des Armenviertels, die der Hoffnung und dem Lebenswillen der Menschen Ausdruck geben. Menschen wie Yisela Quintero, die seit ihrer Geburt nichts anderes kennen als den Bürgerkrieg.

"Mit Gärten haben wir Wunden geheilt"

Die 39-Jährige floh einst vor den Todesschwadronen der Guerilla aus ihrem Heimatdorf. Die Gemüsegärten in Medellín, die sie zusammen mit einigen Nachbarn angelegt hat und die sie an ihre Heimat erinnern, stehen für einen neuen Optimismus.

Yisela Quintero: "Mit unseren Gärten haben wir unsere Wunden geheilt. Es war sehr wichtig, denn dadurch konnten wir zerstörtes Gewebe, vor allem in den Familien wiederaufbauen. Für uns ist wichtig, dass wir das Geschehene nicht vergessen.

Aber jetzt können wir zurückblicken ohne Schmerz. Wenn wir vergessen würden, hätten die Täter gewonnen. Aber unser Gemeinschaftshaus und die Gärten stehen für Versöhnung. Wir haben uns dadurch mit uns selber versöhnt.

Hier, in Vereda de Boquerón, im dschungelähnlichen Hinterland von Medellín, kehren die Bewohner derzeit zurück in ihre Häuser. Drei Stunden dauert die Fahrt über Schotterstraßen und Feldwege von der Metropole in das kleine Dorf.

Ab 2003 bekämpften sich hier die Guerilla, rechte Todesschwadronen und das Militär. Die Menschen flohen vor der Gewalt. Seit einem Jahr gibt es keine Kämpfe mehr, der Waffenstillstand scheint zu halten.

Und José Roberto Bodel zählt zu jenen, die zurückkehren auf ihr Land. Er versucht es zumindest. Mit dicken Schweißtropfen auf der Stirn hievt er Zementsäcke auf seinen Esel.

Mit dem Baumaterial wollen er und andere Arbeiter aus dem Dorf Vereda de Boquerón eine Brücke erneuern, die vor zehn Jahren nach Kämpfen zwischen Paramilitärs und linksgerichteten Rebellen zerstört wurde. Es ist die Brücke, die es dem Campesino  erlaubt, auf seinen Grund und Boden zurückzukehren.

José Roberto Bodel: "Hinter den Hügeln dort auf der anderen Seite des Flusses ist mein Land. Dort lebte ich mit meiner Familie. 2003 ging es da ziemlich hoch her, überall wurde gekämpft, wir mussten wegziehen. Das war schon hart für uns. Alle haben sie hier gekämpft. Drei verschiedene Gruppen. Die Guerilla, die Paramilitärs, das Militär."

Vorsichtig führt der Campesino seinen Esel über den Schotterweg. Der Bau der Brücke über den reißenden Bergfluss wird Wochen dauern. Erst danach kann José Roberto Bodel wieder zurück auf sein Land. Bis heute kämpft er mit den Erinnerungen.

José Roberto Bodel: "Ich fühlte mich damals machtlos. Die befehlen, dass du gehen musst, und du hast keine andere Wahl. Man kann nur versuchen am Leben zu bleiben. Und dank Gott lebe ich noch. Man kämpft einfach um sein Leben."

Mit vereinten Kräften versuchen die etwa 20 zurückgekehrten Familien das Dorf wieder aufzubauen. Alle packen mit an. Gegessen wird gemeinsam. Eintopf mit Kartoffeln und Schweinefleisch gibt es an diesem Tag, wie fast immer. Flor Valencia rührt mit ernstem Gesicht in einem großen Topf.

Mit ihren zwei Kindern musste sie vor Jahren das Dorf verlassen, sie hat gelitten, gehungert, ausgeharrt. Ihr Sohn ist bis heute traumatisiert. Immer wenn ein Auto kommt zuckt er zusammen, hält die Geräusche für Gewehrsalven. Ob es wieder wird wie früher, jetzt wo sie mit ihren Kindern zurückgekehrt ist nach Vereda de Boquerón, in ihr Heimatdorf? Sie weiß es nicht.

Flor Valencia: "Das ist traurig und es geht einem schon nahe. Wir wissen, was wir hatten, was wir verloren haben. Wir hatten eigentlich alles. Wir stehen vor dem Nichts, nicht einmal ein Haus ist mir geblieben. Das macht einen wirklich traurig, gleichzeitig freuen wir uns natürlich, dass wir wieder auf unser Land zurückkehren können."

Es ist eine seltsame Stimmung,  die in Vereda de Boquerón herrscht. Richtige Freude über die Rückkehr ins Dorf kommt bei den Bewohnern nicht auf. Es scheint, als trauten sie dem Frieden nicht. Die Erinnerungen an die Vertreibung, als ihnen marodierende FARC-Rebellen gerade mal zwei Stunden gaben um ihre Habseligkeiten mitzunehmen, gehen nicht aus den Köpfen.

Sie lassen auch keine richtige Aufbruchsstimmung zu. Und doch nehmen sie ihre Situation scheinbar klaglos hin. Flor Valencia empfindet nicht einmal Hass für jene, die vor 13 Jahren ihr Leben zerstörten.

Flor Valencia: "Nein. Eigentlich nicht. Es ist unser Schicksal, so denke ich. In mir ist kein Hass. Im Leben kann einem so etwas immer wieder zustoßen. Wir müssen Gott dankbar sein, dass es nicht schlimmer gekommen ist. Wir haben zwar alles verloren, unser Leben aber haben wir behalten."  

Ist Versöhnung möglich? Nach über 50 Jahren blutigen Bürgerkriegs? Nach mehr als 220.000 Toten und über 7 Millionen Vertriebenen? In Bojayá versuchen sie den Weg der Versöhnung zu gehen.

Es geht mit dem Schnellboot durch den kolumbianischen Dschungel. Mit rasender Geschwindigkeit durchschneidet das schmale Boot die braunen Fluten des Atrato, eines Nebenflusses des Rio Magdalena.

Quibdó ist das Ziel, die Hauptstadt der Provinz Chocó im Nord-Westen Kolumbiens. Mehrheitlich afro-kolumbianische Bevölkerung lebt in der Dschungel-Region, die zu den ärmsten des Landes zählt. Es ist auch eine der blutigsten Regionen Kolumbiens. Bis heute bekämpfen sich hier linksgerichtete Rebellen, Paramilitärs und die kolumbianische Armee.

Wie grausam der Konflikt in der Region ausgetragen wurde wird deutlich in der kleinen Kapelle, die in Quibdó an die Bischofsresidenz angrenzt. Überall an den Wänden hängen kleine Schildchen mit Fotos.

Es sind die Visitenkarten des Todes, die Visitenkarten der getöteten Zivilisten. Bilder der Opfer des jahrzehntelangen Bürgerkrieges. 900 dieser kleinen Schilder hängen in der Kapelle. Sterlin Lodoño geht zu einer Wand, ganz in der Nähe des Altars.

Sterlin Lodoño: "An diesem Ort hier sind 79 Menschen erfasst, die am 2. Mai 2002 starben. Fast alle in einer katholischen Kirche. Über 40 davon waren Kinder. Es war ein Kindermassaker." 

Sprengsatz flog in Kirche

Sterlin Lodoño ist Generalvikar in der Diözese Quibdó. Die 79 Toten, auf deren Bilder er deutet, sind die Opfer des Massakers von Bojayá. Die Einwohner des Dschungeldorfes gerieten bei Kämpfen zwischen den FARC und Paramilitärs zwischen die Fronten.

Sie hatten sich schutzsuchend in der Kirche verschanzt. Dann flog eine Bombe durch das Dach in das Gotteshaus. Leynar Palacio ist einer der Dorfbewohner, die damals in der Kirche waren.

Leynar Palacio: "Etwa fünf Minuten nachdem wir in die Kirche gegangen waren explodierte eine Bombe. Danach gab es dort nur noch Chaos. Alle liefen zum Teil schwer verletzt durch die Gegend. Ich flüchtete mit meiner Tochter zum Fluss, wo ich vor den Kugeln Schutz suchte. Fast hätte ich dabei meine eigene Tochter ertränkt."

Die linksgerichteten FARC-Rebellen hatten die Bombe gezündet und auf Paramilitär-Einheiten gefeuert. Doch der Sprengsatz flog in die Kirche, wo die Paramilitärs die Einwohner des Dorfes als menschliche Schutzschilde zusammengetrieben hatten. Das Massaker von Bojayá gilt als das grausamste Verbrechen seit Beginn des Bürgerkrieges in Kolumbien vor über 50 Jahren.

Nun soll es als Fanal für den Frieden dienen. Die FARC-Guerrilla, die für das schreckliche Verbrechen verantwortlich ist, entschuldigte sich im Dezember in Bojayá öffentlich für das Massaker. Aus Havanna kam die FARC-Spitze in den Dschungel. Leynar Palacio, der die Explosion in der Kirche nur knapp überlebte, organisierte den Akt. Für ihn ein richtiger und notwendiger Schritt.

Leynar Palacio: "Wir sehen das sehr positiv. Ein Opfer muss immer die Möglichkeit bekommen, die Wahrheit zu hören. Das ist der Beginn eines gesunden Prozesses. Der Beginn von Reparation, vielleicht auch Versöhnung.

Wir sehen es also positiv und erwarten, dass sie auch die notwendige Reue zeigen. Wir werden aber ihr Schuldeingeständnis nicht akzeptieren, wenn weiter Verbrechen verübt werden. Die FARC müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und ihr Verhalten uns gegenüber verändern."

Hier im Museum "Haus der Erinnerung" in Medellín versucht man diesen Prozess vorwegzunehmen. Frauen wie Fabiola Lalinde erzählen in kurzen Filmsequenzen in Multimedia-Säulen vom Grauen des Bürgerkrieges, von den unzähligen Opfern.

Blick auf Medellin in Kolumbien (dpa / picture alliance / Soeren Stache)Blick auf Medellin (dpa / picture alliance / Soeren Stache)

Im Haus der Erinnerung kommen alle Akteure des jahrzehntelangen bewaffneten Konfliktes vor, der Bürgerkrieg wird aufgearbeitet, für die Nachwelt dokumentiert. Für Museumsdirektorin Lucía González steht fest: Einen echten Frieden wird es nur über den Weg der Erinnerung geben. Eine Erinnerung, die sich mit der Vergangenheit ehrlich auseinandersetzt.

Lucía González: "Dieses Museum ist eigentlich kein Museum, sondern ein Projekt. Und das Museum ist nur ein Element davon. So verstehen wir es. Wir sind sehr froh, dass es uns gelingt, noch inmitten der Gewalt bereits die Kultur der Erinnerung so sehr zu betonen.

Vermutlich sind wir weltweit das erste Land, dem dies gelingt. Es ist eine Erinnerung, die uns den Weg hinaus aus der Gewaltspirale zeigt. Wobei für uns der Konflikt nicht nur militärisch, sondern auch politisch und sozial begründet ist."

Auseinandersetzung, Reflexion, Versöhnung, darin sieht Lucía González die Aufgabe des Museums. Ein zentraler Gedanke ist, den Opfern ein Gesicht zu geben, sie herauszuholen aus der Anonymität. Alle Kolumbianer haben Opfer zu beklagen. Auch deshalb spricht das Museum vor allem die eigene Bevölkerung an.

Lucía González: "Dieses Museum ist für uns. Für die Menschen in der Stadt, damit sie sich ändern. Wir wollen nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern die Kultur verändern."

2011 wurde das Museum "Haus der Erinnerung" eröffnet, unter anderem mit Hilfe des katholischen Hilfswerkes Misereor. Dass das Museum dabei in Medellín, der einstigen Hauptstadt von Krieg und Verbrechen seinen Platz fand, hat mehr als Symbolcharakter.

Gerade hier soll an die Opfer gedacht, sollen die Weichen für eine friedliche Zukunft gestellt werden. Eine Zukunft, auf die Elvira Fuentes vor einigen Jahren nicht zu hoffen wagte. Sie war eine FARC-Rebellin, 14 Jahre lang.

Elvira Fuentes: "Das ist wie eine Drogensucht. Ehe man sich versieht ist man mittendrin. Ich lebte und arbeitete in einem Dorf, in dem die linksgerichteten Campesinos das Sagen hatten.

Irgendwann ging ich mit ihnen in den Dschungel, mal hier, mal dort. So kam ich zur Guerilla. Ich sah viele Tote, viel Armut, viel Ignoranz, viel Schmerz. Für mich ist das alles jetzt sehr hart, oft weine ich tagelang. Ich fühle mich sehr schuldig."    

Elvira Fuentes gehört inzwischen zum Team des Museums. Die ehemalige Guerillera engagiert sich nun für Versöhnung und Frieden. Sie schaffte den Weg aus dem Dschungel zurück in die Gesellschaft. Ein steiniger Weg, der ihr viel abverlangte:

Elvira Fuentes: "Unmöglich ist es nicht. Ich denke, es ist möglich. Ich versuche an mein altes Leben wieder anzuknüpfen. Eine Menge Erinnerungen kommen da hoch. Und viele verzeihen mir. Aber ich bin gezeichnet fürs Leben."

Elvira Fuentes wähnt sich nahe am Ziel. Gespannt verfolgt sie die Meldungen aus Kuba, verfolgt jede Nachricht der Friedens-Unterhändler. Sie hat einen Wunsch:

"Ich wünsche mir Frieden. Nichts anderes. Es ist die einzige Lösung. Sie müssen den Friedensvertrag hinbekommen." 

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