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Literatur / Archiv | Beitrag vom 08.06.2014

KriegsbücherDen "Zarathustra" im Tornister

Was deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg wirklich lasen

Von Patrick Hofmann

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Antiquarische Bücher im Regal (Jan-Martin Altgeld)
Antiquarische Bücher im Regal (Jan-Martin Altgeld)

In der 1916 erschienenen Erzählung "Der Wanderer zwischen beiden Welten" von Walter Flex trägt die Hauptfigur Wurche "ein Bändchen Goethe, den Zarathustra und eine Feldausgabe des Neuen Testaments" im Tornister.

Das schuf den Mythos vom durchgeistigten deutschen Offizier. Doch war überhaupt Platz für Bücher in einem Tornister? Wie wurde Nietzsche zum deutschen Kriegsphilosophen?

Im Gespräch mit Militärhistorikern, Kultur-, Literatur- und Geschichtswissenschaftlern zeigt sich, dass Flex' Mythos vom durchgeistigten deutschen Soldatenführer wenig zu tun hatte mit dem Leseverhalten der Masse der Soldaten, die in Büchern Ablenkung von einem eintönigen, anstrengenden und phasenweise mörderischen Alltag suchten.

 

Manuskript zur Sendung als PDF und im barrierefreien Textformat

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