Seit 22:00 Uhr Die besondere Aufnahme

Samstag, 23.02.2019
 
Seit 22:00 Uhr Die besondere Aufnahme

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 28.02.2018

Krieg und Frieden 1918 (1/2)Die Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk

Von Hans von Trotha

Podcast abonnieren
Blick auf die Delegationen am Verhandlungstisch in der weißrussischen Stadt Brest-Litowsk im Jahr 1917. Am 3. März 1918 unterzeichneten hier die Sowjetregierung und die sogenannten Mittelmächte den ersten Friedensvertrag des Ersten Weltkriegs. Im November 1918 wurde der Vertrag, in dem sich die Sowjetunion zu großen Landabtretungen und der Zahlung von 6 Milliarden Goldmark verpflichtet hatte, für ungültig erklärt.  (picture alliance / dpa / UPI)
Blick auf die Delegationen am Verhandlungstisch in der weißrussischen Stadt Brest-Litowsk im Jahr 1917. (picture alliance / dpa / UPI)

Wie schließt man Frieden nach fast vier Jahren Krieg? Das revolutionäre Russland brauchte den Ausstieg aus dem Ersten Weltkrieg. Der Vertragspoker im Frühjahr 1918 mündete im Frieden von Brest-Litowsk. Im November 1918 wurde er für ungültig erklärt.

"Ich glaube, dass der Frieden von Brest-Litowsk zu Unrecht ein etwas vergessener Friede ist", sagt der Historiker Arnulf Scriba vom Deutschen Historischen Museum. Der Friedensschluss zwischen Russland auf der einen und Deutschland und Österreich (sowie Bulgarien und der Türkei) auf der anderen Seite war der erste Friedensvertrag nach vier Kriegsjahren. Die Bolschewiki mussten ihr Versprechen, aus dem Krieg auszutreten, wahrmachen, weil bereits der Bürgerkrieg tobte. Die Deutschen wollten sich ganz auf die Westfront konzentrieren. Die Ukrainer strebten die Unabhängigkeit an und Österreich-Ungarn bangte um seine Existenz. So beendete der Vertrag einen Kriegszustand, aber war er auch ein Schritt zum Frieden?

Acht Monate tobte der Erste Weltkrieg noch. Nach dem Waffenstillstand folgte der zweite, größere Versuch, eine Friedensordnung in Europa zu schaffen. Die politische Landkarte wurde neu geordnet. Warum aber 1918/19 nicht die Grundlagen für einen dauerhaften europäischen Frieden gelegt wurden: dieser Frage geht Hans von Trotha im zweiten Teil seines Feature-Doppels nach.

(Teil 2 am 07.03.2018)

Das vollständige Manuskript der Sendung als PDF

Mehr zum Thema

Iwan Turgenjew: "Väter und Söhne" - Über Liebesverwirrungen und Generationenkonflikte
(Deutschlandfunk, Büchermarkt, 12.02.2018)

Erster Weltkrieg - Das Weihnachtswunder von 1914
(Deutschlandfunk, Sonntagsspaziergang, 24.12.2017)

Aktionskünstler Wolfram Kastner - Sachbeschädigung im Namen der Kunst
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 16.11.2017)

Zeitfragen

LiteraturbetriebWie Bücher zu ihren Titeln kommen
Eine Lesebrille liegt auf einem Bücherstapel. (picture alliance / dpa / Ismo Pekkarinen)

Kurz, prägnant und Neugier weckend: Ein guter Titel kann für den Verkaufserfolg eines Buches entscheidend sein. Entsprechend viel Aufmerksamkeit widmen Verlegerinnen und Lektoren der Titelsuche. Doch auch die Autoren wollen dabei ein Wort mitreden.Mehr

Alzheimer-ForschungDas Geschäft mit dem Alter
Grafische Darstellung von Demenz (imago/Ikon Images)

Altern müssen wir alle - aber wir müssen das Altern nicht hinnehmen, versprechen Start-ups aus dem Umfeld der medizinischen Forschung. Vor allem wollen sie Abhilfe bei Alzheimer schaffen. Oder mit Bluttransfusionen das Altern hemmen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur