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Breitband | Beitrag vom 01.09.2018

Krawalle in ChemnitzRechte Gewalt und die Medien

Moderation: Philip Banse

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Demo in Chemnitz (imago stock&people)
Demonstration in Chemnitz am 27. August: Wie setzen sich rechte Gruppierungen zusammen? (imago stock&people)

In Chemnitz begehen Nazis in aller Öffentlichkeit Straftaten, in die Sprache der Medien und Politik mischt sich rechte Rhetorik. Was tun gegen die Radikalisierung?

Nachdem in der Nacht zum vergangenen Sonntag ein Mann im Umfeld eines Volksfestes getötet wurde, kam es zu einer schnellen Reaktion der lokalen rechtsextremen Szene. Noch am Sonntag fand eine Demonstration statt, an der mehrere hunderte Menschen teilnahmen - bereits hier viele aus der rechten Szene. Am folgenden Montag demonstrierten mehr als 6000 Menschen und grölten Parolen wie "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!", der Hitlergruß wurde mehrmals gezeigt. Die Polizei war  zahlenmäßig weit unterlegen und griff kaum ein.

Mit unseren Gästen wollen wir über die Geschehnisse der letzten Tage reden und sie in einen größeren Kontext einordnen. Wir wollen wissen, wie sich die rechten Gruppierungen zusammensetzen, wie sie vernetzt sind und wer ihre Köpfe sind. Außerdem sprechen wir darüber, welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass sich die Rechtsextremen so sicher fühlen und öffentlich Straftaten begehen. Hat der Rechtsextremismus in Deutschland eine neue Stufe erreicht? Welche Verantwortung tragen die Medien und wie sollen sie damit umgehen?

Gäste:

Andrea Röpke, Politologin und Journalistin mit Schwerpunkt Rechtsextremismus
Seit Anfang der 1990er Jahre befasst sich die Politologin und Journalistin Andrea Röpke mit dem Thema Rechtsextremismus. Bekannt wurde sie vor allem durch Insider-Reportagen über die Neonazi-Szene.

Felix Huesmann, Journalist
Felix Huesmann war am vergangenen Montag in Chemnitz unterwegs und konnte sich vor Ort ein Bild von der Stimmung machen. Er wurde gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen angepöbelt, körperlich  angegriffen und mit Flaschen beworfen.

Ronya Othmann
Ronya Othmann studiert am Leipziger Literaturinstitut. Sie hat väterlicherseits kurdisch-êsîdische Wurzeln und ist in Mintraching bei Regensburg aufgewachsen. Auf ihren Twitter- und Instagram-Accounts setzt sie sich mit Rassismus und Sprache auseinander.

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