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Kulturnachrichten

Dienstag, 12. Februar 2019

Kosslick hat Berlinale zur Party gemacht

Das sagt Tilda Swinton

Die Schauspielerin Tilda Swinton hat eine Lobeshymne auf den scheidenden Berlinale-Direktor Dieter Kosslick gehalten. "Kosslick hat die Berlinale zu dem gemacht, was sie ist: eine einzige Party", sagte Swinton in Berlin. Das Festival sei dank ihm ein Ort für das Weltkino. In diesem Jahr ist die 58-Jährige Schauspielerin in Joanna Hoggs' Drama "The Souvenir" gemeinsam mit ihrer Tochter Honor Swinton-Byrne zu sehen. Der semiautobiografische Film läuft in der Festivalsektion Panorama. Im Zentrum der Geschichte steht die junge Filmstudentin Julie, gespielt von Swinton-Byrne, die eine Beziehung mit dem suchtkranken Anthony (Tom Burke) führt. Tilda Swinton spielt auch im Film die Mutter. Die Schauspielerin ist Berlinale-Dauergast und war bereits mit zahlreichen Filmen auf dem Festival vertreten. 1986 gewann sie einen Silbernen Bären. 2009 saß die Oscarpreisträgerin der Jury als Präsidentin vor.

Fotografin Cindy Sherman erhält Max-Beckmann-Preis

Ihre Themen sind "von höchster aktueller Relevanz"

Die US-amerikanische Künstlerin und Fotografin Cindy Sherman ist mit dem Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet worden. Sie freue sich sehr, dass der mit 50.000 Euro dotierte Preis an eine Künstlerin gehe, "deren schillernde, gebrochene Bildsprache längst zum kulturellen Gedächtnis des frühen 21. Jahrhunderts zählt", sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig. Ihre Themen seien «von höchster aktueller Relevanz», urteilte die Jury. "Ihre inszenierten Fotografien schärfen unseren Blick dafür, dass die Produktion und Rezeption von Bildern nicht unschuldig ist, und bieten eine Folie, vor der Gender- und Identitätsfragen in den Blick rücken können." Cindy Sherman beschäftigt sich in ihren Fotoserien mit Rollenbildern, Körperlichkeit und Sexualität. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Arbeiten "Complete Untitled Film Stills" (1977-80) und ihre späteren Selbstporträts.

Deutschland Ehrengast bei Buchmesse in Taipeh

Themen wie Fake News, künstliche Intelligenz und Gerechtigkeit stehen im Fokus.

Mit Deutschland als Ehrengast hat in Taiwan die Internationale Buchmesse (TIBE) der Inselrepublik begonnen. Bis zum 17. Februar werden unter dem Motto "German Stories" 13 Autoren als Teil der deutschen Delegation nach Taipeh reisen und ihre Werke vorstellen. 37 Aussteller sind am deutschen Gemeinschaftsstand vertreten. Mit über 700 Ausstellern aus 71 Ländern ist die TIBE eine der wichtigsten Buchmessen Asiens, sie zieht Jahr für Jahr mehr als eine halbe Million Besucher an. Beide Länder verfügten über gefestigte Verlagsbranchen, was ein Zeichen für Freiheit und den Respekt vor Menschenrechten sei, so Taiwans Vizepräsident Chen Chien-jen in seiner Eröffnungsrede. Und Jens Rösler, Leiter des Goethe-Instituts Taipeh sagte, Taiwan verfüge über eine ausgeprägte Lesekultur, und taiwanesische Leserinnen und Leser interessierten sich mit großer Wissbegierde für Diskurse und Veröffentlichungen aus Deutschland. Am deutschen Messestand wollen die deutschen Autoren über Themen wie Fake News, künstliche Intelligenz oder Gerechtigkeit diskutieren. Ein Bereich des Standes ist dem Bauhaus gewidmet.

Schulz und Schmitz bleiben am Schauspielhaus

Die Doppelspitze hat in Düsseldorf bis 2026 verlängert

Wilfried Schulz bleibt bis 2026 Generalintendant am Düsseldorfer Schauspielhaus. Auch der Vertrag der Kaufmännischen Geschäftsführerin Claudia Schmitz wurde vorzeitig bis zur Spielzeit 2025/26 verlängert. Die Doppelspitze des Schauspielhauses unterzeichnete die Verträge im Beisein der Aufsichtsratsvorsitzenden und NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Thomas Geisel, der stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Schauspielhauses ist. Schulz habe gemeinsam mit Schmitz das Schauspiel "nach einer tiefen Krise zu einem der führenden Häuser in Deutschland gemacht, dessen Produktionen auch international beachtet werden", sagte Pfeiffer-Poensgen. Intendant Schulz erklärte, unter "schwierigsten äußeren Bedingungen" hätten in Düsseldorf hochengagierte Künstler und ein neugieriges Publikum zueinandergefunden.

Buchmesse Leipzig mit Schwerpunkt zu Wendejahren

"The Years of Change 1989-1991. Mittel-, Ost und Südosteuropa 30 Jahre danach"

Im 30. Jahr nach der friedlichen Revolution in der DDR widmet die diesjährige Leipziger Buchmesse der Umbruchszeit einen eigenen Themenschwerpunkt. Dazu stehen ab der Eröffnung am 21. März an drei Tagen insgesamt acht Diskussionsrunden mit Zeitzeugen, Publizisten und Autoren aus sechs Ländern auf dem Programm, wie die Veranstalter mitteilten. Die Reihe trägt demnach den Titel "The Years of Change 1989-1991. Mittel-, Ost und Südosteuropa 30 Jahre danach". Organisatoren sind die Leipziger Buchmesse und die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn. Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, bezeichnete den Themenschwerpunkt als "ein Angebot an Mitwirkende und Publikum zur Vermessung der Zeit und des Raumes". Die Buchmesse dauert von 21. bis 24. März.

Oscar-Verleihung diesmal ohne Gastgeber

Vier Kategorien werden zudem nicht live im Fernsehen übertragen

Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung steht kein Gastgeber auf der Oscar-Bühne, die Gala wird allein mit Star-Präsentatoren bestritten. Der Komiker Kevin Hart war nach einer Kontroverse um frühere schwulenfeindliche Bemerkungen als geplanter "Host" der Show abgesprungen. Die letzte Oscar-Gala ohne festen Moderator liegt 30 Jahre zurück. Außerdem soll in diesem Jahr die Übergabe der Filmpreise in vier weniger bekannten Kategorien nicht mehr im Fernsehen übertragen werden. Stattdessen werden TV-Zuschauer zu Hause bei der Show am 24. Februar Werbung sehen. Betroffen sind die Oscars für die beste Kamera, den besten Schnitt, den besten Live Action-Kurzfilm sowie das beste Make-Up und Haarstyling. Dies kündigte John Bailey, Präsident der Oscar-Akademie, der Website "Variety" zufolge in einem Brief an die Mitglieder an. Die Übergabe der Preise in den vier Kategorien sei aber im Internet auf der Oscars-Website zu sehen, hieß es.

Bayerische Staatsbibliothek erhält 7,4 Millionen

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert damit Fachinformationsdienste

Die Bayerische Staatsbibliothek erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Jahre 2019 bis 2021 Fördermittel in Höhe von 7,4 Millionen Euro. Sie dienen dem Ausbau der drei seit 2014 aufgebauten Fachinformationsdienste für Altertumswissenschaften, Geschichtswissenschaften sowie Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa, wie das Haus mitteilte. Wissenschaftler könnten so unabhängig vom Ort ihrer Tätigkeit einen möglichst schnellen und direkten Zugriff auf Spezialliteratur und forschungsrelevante Informationen bekommen. So sind etwa über die Einstiegsseite www.historicum.net alle Dienste der Kooperationen zwischen der Staatsbibliothek und dem Deutschen Museum zugänglich. Der weitere Fachdienst richte sich an die multidisziplinäre Forschung zum östlichen und südöstlichen Europa, heißt es. Bereitgestellt würden deutschlandweit unter anderem Print- und E-Publikationen. Alle Angebote seien kostenlos unter www.osmikon.de zugänglich. Unter www.propylaeum.de wiederum biete die Staatsbibliothek in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg ein breites Spektrum altertumswissenschaftlicher Disziplinen an.

WHO gegen zu laute Musik bei Smartphones

Hörschäden bei Millionen von jungen Menschen sollen verhindert werden

Mit neuen Richtlinien will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Hörschäden bei jungen Leuten vermeiden, die über ihre Smartphones oder MP3-Player zu laute Musik hören. Nach WHO-Angaben laufen weltweit rund 50 Prozent der 12- bis 35-Jährigen - also etwa 1,1 Milliarden Menschen - wegen der exzessiven Beschallung langfristig Gefahr, Hörverluste zu erleiden. Die in Zusammenarbeit mit der Internationalen Fernmeldeunion entwickelten nicht-bindenden Richtlinien empfehlen unter anderem allen Herstellern von Smartphones und anderen Musikabspielgeräten den Einbau eines Systems, das Lautstärke und Länge der Musik misst und ihre Nutzer warnt, wenn ihr Hörvermögen gefährdet ist. "Bisher können wir uns bei der Lautstärke nur auf unseren Instinkt verlassen", sagte die zuständige WHO-Ärztin Shelly Chadha. Dies sei mit einer Fahrt auf der Autobahn "ohne Tacho und Geschwindigkeitsbegrenzung" vergleichbar. Ihre Organisation schlage nun eine Art "Geschwindigkeitsmesser" für Smartphones vor, der den Nutzer informiert, wenn die Grenze für gefahrloses Hören überschritten sei.

Champagne-Preis für Lebensfreude an Max Mutzke

Gestiftet wird er von der Vereinigung der Winzer und Häuser der Champagne

Weil Sänger Max Mutzke mit seiner facettenreichen Musik viele Menschen begeistert, ist er mit dem Champagne-Preis für Lebensfreude ausgezeichnet worden. "Seine Leidenschaft und Lebensfreude überträgt sich auf jeden Zuhörer. Kaum ein Musiker erreicht eine solche Bandbreite an Fans und wenige Sänger spielen so virtuos mit musikalischen Genres", lautete die Begründung für die Auszeichnung des deutschen Soulsängers, der auch in den Genres Rock, Pop, Funk, Jazz und Klassik unterwegs ist. Bekannt wurde der 37-Jährige mit seinem Auftritt beim Eurovision Song Contest 2004 ("Can't wait until tonight"/Platz 8). Der Champagne-Preis für Lebensfreude wird seit mehr als 20 Jahren von der Vereinigung der Winzer und Häuser der Champagne vergeben. Der Preisträger bekommt eine Reise in die Anbauregion sowie einige Flaschen geschenkt.

Köln bekommt gleichgeschlechtliche Ampelpärchen

Anlass ist das 50-jährige Jubiläum der "Stonewall Inn"-Proteste in New York

In der Kölner Innenstadt zeigen im Juli auf einigen Ampeln gleichgeschlechtliche Pärchen an, ob man über die Straße gehen darf. Zum Christopher Street Day (CSD) werden an Ampeln am Kölner Heumarkt - an dem die CSD-Parade vorbeiziehen wird - die klassischen Ampelmännchen durch 20 Schablonen mit Frauen- und Männerpaaren ersetzt, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Die genaue Dauer der Aktion steht noch nicht fest. Anlass für das besondere Ampel-Design ist nach Angaben der Stadt das 50-jährige Jubiläum der "Stonewall Inn"-Proteste in New York, bei denen sich Transsexuelle, Lesben und Schwule gegen Polizeiwillkür wehrten. Der Kölner CSD ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ) Community in Europa. Das klassische Ampelmännchen bekommt mittlerweile in vielen deutschen Städten Konkurrenz. In Bonn stehen zum Beispiel einige Beethoven-Ampeln. Und im rheinland-pfälzischen Mainz sind Mainzelmännchen zu sehen.

Kim Phuc Phan Thi mit Dresdner Friedenspreis geehrt

55-jährige wurde als sogenanntes "Napalm-Girl" bekannt

Die Vietnamesin Kim Phuc Phan Thi ist mit dem Dresdner Friedenspreis geehrt worden. Der Verein "Friends of Dresden" würdigz damit ihr Engagement für Versöhnung und Vergebung. Ein Foto aus dem Vietnamkrieg von 1972 zeigt sie nach einem Napalm-Angriff auf ihr Dorf als junges Mädchen - nackt, schreiend und schwer gezeichnet. Das preisgekrönte Bild von Kriegsfotograf Nick Ut hatte mit dazu beigetragen, dass sich die Haltung der US-Bevölkerung zum Vietnamkrieg änderte. Mit ihrem Schmerz, ihrem Mut, ihrer Vergebung und ihrem Mitgefühl sei Kim Phuc Phan Thi ein Vorbild für uns alle, sagte der Herzog von Kent, der die Preisskulptur in der Dresdner Semperoper überreichte. Der Friedenspreis wird seit 2010 an Persönlichkeiten verliehen, die sich im besonderen Maße um Frieden und Völkerverständigung verdient gemacht haben.

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