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Alltag anders | Beitrag vom 11.12.2020

Korrespondenten berichten überWeihnachtslichter

Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

Ein umgekippter Tannenbaum mit Weihnachtslichtern im Schnee vor einem Haus. (unsplash / Simon Berger)
Die Weihnachtsbeleuchtung ist jedes Jahr wieder vom Feinsten (unsplash / Simon Berger)

In Argentinien macht Weihnachtsbeleuchtung keinen Sinn. Auf der berühmtesten Shoppingstraße Singapurs gibt es insgesamt 50 Kilometer LED-Lichterketten. Auf den Champs-Élysées in Paris wird die Festbeleuchtung von bekannten Schauspielern eingeweiht.

Tim Aßmann aus Tel Aviv:

"Wenn man das typisch christliche Leuchten, so, wie wir das kennen, meint, dann muss man in Israel, aber auch in den palästinensischen Gebieten immer dahin, wo Christen wohnen. Ganz berühmt natürlich: Bethlehem. Ist klar, verbindet jeder mit Weihnachten und da gibt es einen großen Weihnachtsbaum, der steht immer vor der Geburtskirche, also, vor dem Ort, wo ja der Überlieferung nach Jesus zur Welt kam. Da steht dieser Baum. Die Lichter daran werden immer schon Anfang Dezember entzündet. Im Dunkeln strahlt der Baum dann ziemlich bunt, und es ist auch gut, wenn man sich den im Dunklen anguckt. Ich kenne den schon eine Weile, denn wenn man den im Hellen sieht, dann ist es sehr offensichtlich eine Plastiktanne, Made in China."

Dunja Sadaqi aus Rabat:

"Die Straßen in Rabat in der Weihnachtszeit, dass heißt, die Palmen sind mit Lichtern geschmückt. Die Weihnachtszeit merkt man schlichtweg am Kommerz und zwar kann man überall seine Weihnachtsangebote finden. In den Kaufhäusern hier um die Ecke läuft auch "Jingle Bells" oder irgendein Last Christmas Hit. Es gibt Weihnachts-T-Shirts, Weihnachtspullis. Wenn ich ein bisschen Weihnachtsheimweh habe nach Deutschland, dann gehe ich hier einfach ins nächste große Kaufhaus und dann hat man da seinen Weihnachtsflash sozusagen."

Lena Bodewein aus Singapur:

"Die Weihnachtsbeleuchtung ist in Singapur jedes Jahr wieder vom Feinsten. Auf der berühmten Shoppingstraße, der Orchard Road, gibt es insgesamt 50 Kilometer LED-Lichterketten. Das sind dann diese schönen Mistelzweige und Glöckchen und große Schneeflocken diesmal. Unser ganz normaler Supermarkt allein, hat einen unfassbar riesigen Weihnachtsmann davor. Also, die Singapurer werden, wenn sie einfach nur Gemüse kaufen gehen, mit viel Glitzer, Gold, Lametta und riesigen Weihnachtsmännern umgeben."

Ivo Marusczyk aus Buenos Aires:

"Rund um Weihnachten ist hier die Temperatur gern mal um die 40 Grad, und es ist natürlich auch hell bis spät abends. Das heißt, Weihnachtsbeleuchtung ergibt hier überhaupt keinen Sinn. Ganz vereinzelt findet man mal so einen Laden, der so eine Lichterkette um einen Baum gewickelt hat, aber beleuchtete Straßen, toll beleuchtete Schaufenster, beleuchtete Städte gibt es hier in Argentinien leider überhaupt nicht. Als ich zum ersten Mal versucht habe, hier Weihnachten zu feiern, habe ich natürlich gedacht, na ja, nur so künstliche Kerzen, das geht auch nicht. Ich hatte tatsächlich noch ein paar Weihnachtskerzen aus Deutschland dabei, die sind leider völlig krumm angekommen. Wenn man hier in Argentinien mal Weihnachtsdeko findet, dann ist es bunt und rosa und hellblau und türkis blinkend, relativ aggressiv. Ja, auch die ganze Weihnachtsdeko kommt aus China und ist dementsprechend grell, eigentlich Weihnachtsdeko des Grauens."

Jürgen König aus Paris:

"Ein ganz großes Spektakel ist immer die weihnachtliche Festbeleuchtung auf dem Champs Elysees. Das sind zweieinhalb Kilometer, und die werden über und über behangen mit kleinen, bunten, großen, manchmal nur roten oder nur gelben Lichtern. Diese Beleuchtung wird immer wie ein Festakt von einem bekannten Schauspieler oder einer Schauspielerin eingeweiht. Auch in Paris, Marseille, Lyon sind Weihnachtsbäume beliebt, und sie werden fast immer mit so einer Art Schneepulver besprüht. Ich finde das ziemlich scheußlich, aber die Franzosen scheinen es zu lieben."

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