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Alltag anders / Archiv | Beitrag vom 09.10.2020

Korrespondenten berichten überWald

Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

Luftaufnahme der südafrikanischen Stadt Johannesburg, wo sich Wald und Häuser mischen.  (imago images / Greatstock)
Wald in der Stadt: im südafrikanischen Johannesburg pflanzten Menschen viele Bäume zwischen die Häuser. (imago images / Greatstock)

In Indien sind Wälder für Tiger und Leoparden reserviert. Im Wald um Hongkong kann man sich verlaufen. Johannesburg gilt als der größte von Menschen gemachte Wald der Welt.

Silke Diettrich in Neu-Delhi:

"Wanderrouten in den Wäldern oder Kastaniensuchen im Herbst - das, was wir aus Deutschland kennen, gibt es in Indien so nicht; zumindest nicht hier in Neu-Delhi. Ganz ehrlich, ich bin noch nicht sehr häufig in Indien im Wald gewesen, weil es einfach sehr gefährliche Tiere gibt: Angefangen bei sehr giftigen Spinnen, dann leben die giftigsten Schlangen in Indien und die sind auch in den Wäldern. Viele Teile der Wälder sind auch reserviert für Tiger und Leoparden. Die sind dann auch abgesperrt und geschützt, damit nicht Menschen die Tiger dort stören."

Steffen Wurzel in Shanghai:

"Das Thema Wald und China ist sehr spannend. Zum Beispiel in Hainan - das ist eine große Insel, da gibt es wirklich Kokosnusspalmenwälder. Das ist kein Witz - da muss man aufpassen, dass einem die Kokosnüsse nicht auf den Kopf fallen. Um Shanghai, zum Beispiel, war ich schon unterwegs in Bambuswäldern. Wenn man weiter nach Norden geht, rund um Peking zum Beispiel, da gibt es Wälder, die sehen so ein bisschen aus wie bei uns - also, Laubbäume, ein bisschen Nadelbäume.

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Es gibt in China wirklich die Komplettpalette von A bis Z. Hongkong: In der Sonderverwaltungsregion, die ja gar nicht mal so groß ist, die hat aber sehr viel bewaldete Flächen. Da kommt es auch immer wieder vor, dass sich Leute verlaufen und dann mit dem Hubschrauber gesucht werden müssen - obwohl Hongkong nicht groß ist aber trotzdem kann man sich da im Wald verlaufen."

Anne-Katrin Mellmann in Mexiko:

"Diese Lust, durch Wälder zu wandern, ist, glaube ich, etwas sehr Deutsches - in Mexiko eher selten. Es gibt hier mitten im Wald plötzlich Freizeitangebote für Kinder, für Erwachsene, kleine Restaurants, in denen man Tacos essen kann. Also, es wird dann eher darunter verstanden, dass man sich dort aufhält und ein gutes Essen zu sich nimmt, aber nicht, dass man dort unbedingt wandern geht. Dann gibt es aber noch die Wälder, die sind sehr, sehr schön, im Süden des Landes, also die Dschungel mit wahnsinnig hohen Urwald-Riesenlianen, dichtem Gestrüpp. Oft verbergen sich in diesen Wäldern Mayaruinen."

Katrin Senz in Istanbul:

"Es gibt sehr viel Wald in der Türkei, angeblich so um die 70 Prozent Waldfläche, allerdings teilweise sehr schwer zugänglich. In Istanbul gibt es den Belgrader Wald. Das ist das Naherholungsgebiet der Großstadt. Da macht man auch gerne mal Picknick. Allerdings dann doch in der Nähe der Parkplätze, denn so richtig über Stunden durch den Wald wandern, das kommt auch erst in der letzten Zeit in der Türkei auf. Wandern hat nicht diese große Tradition wie bei uns in Deutschland. Vielleicht liegt das auch ein bisschen daran, dass der Wald in der türkischen Literatur eher so ein bisschen als etwas Bedrohliches, Gefährliches wahrgenommen wurde."

Jana Genth in Johannesburg:

"Johannesburg gilt als der größte von Menschen gemachte Wald der Welt - weil es hier so viele Bäume gibt, die alle von den Menschen angepflanzt wurden. Wenn man hier auf einer Anhöhe sitzt, blickt man tatsächlich auf ein grünes Meer, weil hier wirklich Baum an Baum an Baum steht. Und im Frühling, also September oder Oktober, da ist das alles nicht nur grün, sondern eben auch lila, weil die Jacarandabäume dann blühen. Die haben diese hellblau-lila Blüten. Das sieht einfach unglaublich schön aus!"

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