Seit 06:05 Uhr Studio 9
Samstag, 16.01.2021
 
Seit 06:05 Uhr Studio 9

Konzert

Sendung vom 12.05.2020 um 20:03 Uhr
Mai 2019
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16.01.2021, 19:05 Uhr Oper
Theater Osnabrück
Aufzeichnung vom 17.01.2015

Manfred Gurlitt
"Soldaten"
Oper in drei Akten nach einer Dichtung von Jakob Michael Reinhold Lenz, bearbeitet vom Komponisten

Herr Wesener, ein Galanteriehändler in Lille - José Gallisa, Bass
Frau Wesener - Almerija Delic, Mezzosopran
Ihre Töchter:
Marie - Susann Vent-Wunderlich, Sopran
Charlotte - Erika Simons, Sopran
Stolzius, Tuchhändler in Armentères - Jan Friedrich Eggers, Bariton
Seine Mutter - Joslyn Rechter, Mezzosopran
Desportes, ein Edelmann aus dem französischen Hennegau - Per-Håkan Precht
Offiziere:
Haudy - Sungkon Kim, Bariton
Rammler - Silvio Heil, Bariton
Mary - Genadijus Bergorulko, Bass
Die Gräfin de la Roche - Joslyn Rechter, Mezzosopran
Ihr Sohn - Daniel Wagner, Tenor
Ein Offizier - Jong-Bae Bu, Bariton
Bedienter der Gräfin - Ulrich Enbergs, Tenor
Eine Tenorstimme im Kasino - Mark Hamman, Tenor
Jäger - Tadeusz Jedras, Bass
Chor des Theaters Osnabrück
Orchester des Theaters Osnabrück
Leitung: Andreas Hotz
Marie, Braut des Tuchhändlers Stolzius, beginnt eine Affäre mit dem Offizier Desportes. Maries Vater, der Kaufmann Wesener, billigt diese Verbindung, hoffend, dass sie seiner Tochter den Eintritt in höhere Kreise verschafft. Als Desportes Marie fallen lässt, interessiert sich bereits ein weiterer Soldat, der Offizier Mary, für sie, und er wird nicht der letzte seines Standes sein. Marie gerät in einen unheilvollen Reigen, der ihr am Ende nur den Ruf als "Soldatenhure" und einen elenden sozialen Abstieg einbringt.
Lenz’ bürgerliches Trauerspiel "Die Soldaten" richtete sich 1776 kritisch gegen die vorherrschende Ständegesellschaft, die keine Persönlichkeitsentfaltung zuließ, amoralisches Verhalten dagegen duldete, gar beförderte. Der deutsche Komponist Manfred Gurlitt (1890-1972) brachte diesen Stoff 1930 erfolgreich auf die Opernbühne. Ab 1939 wurde Japan seine künstlerische und private Heimat, während er in Deutschland nahezu in Vergessenheit geriet. Ironie des Schicksals: Die Stoffe zweier wesentlicher Opern Gurlitts, "Wozzeck" und "Soldaten", wurden in den Vertonungen Alban Bergs und Bernd Alois Zimmermanns berühmt.

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