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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 10.01.2018

Kontrafaktische GeschichteWas wäre, wenn?

Barrikadenkämpfe in Berlin vom 18. zum 19. März 1848. Nach der französischen Februarrevolution sprang der revolutionäre Funke auch auf Deutschland über.  (picture alliance / dpa)
Was wäre, wenn die deutsche Revolution 1848 erfolgreich gewesen wäre? (picture alliance / dpa)

Heute machen wir etwas Verbotenes. Wir fragen, was passiert wäre, wenn alles ganz - oder auch nur ein bisschen - anders gelaufen wäre. Wir denken beispielsweise an den Dreißigjährigen Krieg, an die Revolution von 1848 und an die deutsche Wiedervereinigung.

So was zu fragen, gilt als verpönt - und als höchst unseriös. Es zählt, was wirklich passiert ist.

Wir machen es heute trotzdem: Wir erzählen heute mal nicht vom Dreißigjährigen Krieg, sondern vom zwanzigjährigen Krieg.

Die glorreiche Revolution von 1848: Was wäre passiert, wenn die deutschen Revolutionäre 1848/49 nicht gescheitert wären?

Eine frühe Einigung war wahrscheinlich: die deutsche Wiedervereinigung von 1952/53.

Tobias Winnerling ist Historiker in Düsseldorf und hat ein Buch herausgegeben, das eine "andere deutsche Geschichte" erzählt und lauter fiktive, alternative Geschichtsverläufe beschreibt, vom 16. Jahrhundert bis heute. "Wir als Historiker mögen den Zufall gar nicht gerne", erzählt er im Interview. Ziel der Gedankenexperimente in seinem Buch sei es, die Offenheit von Geschichte zu zeigen, darzulegen, dass Geschichte formbar ist und von Menschen gemacht wird.

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