Dienstag, 20.11.2018
 

Interview | Beitrag vom 08.11.2018

Konferenz: "Medien und Politik im Wandel" Ausblick aus der "Berliner Blase"

Stephan Detjen im Gespräch mit Ute Welty

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Stephan Detjen, Chefkorrespondent des Deutschlandradio in Berlin, aufgenommen am 17.03.2016 während der ZDF-Talksendung "Maybrit Illner" zum Thema "Feilschen um die Flüchtlinge - was bringt Merkels Türkei-Plan?" im ZDF-Hauptstadtstudio im Berliner Zollernhof Unter den Linden. Foto: Karlheinz Schindler | Verwendung weltweit (Karlheinz Schindler/dpa)
Stephan Detjen ist Chefkorrespondent des Deutschlandradio im Hauptstadtstudio Berlin (Karlheinz Schindler/dpa)

Zwei Tage diskutieren Politiker, Journalisten und Wissenschaftler in Berlin über "Formate des Politischen". Die Konferenz widmet sich der Selbstreflexion des Berliner Politikbetriebes, sucht aber auch den Dialog mit Kommunalpolitikern und Lokaljournalisten.

Um Repräsentation und Legitimität in der Politik soll es bei der heute beginnenden Konferenz "Medien und Politik im Wandel" gehen, sagte der Leiter des Hauptstadtstudios des Deutschlandradios, Stephan Detjen. "Wir wollen damit deutlich machen, dass wir uns der Frage stellen, wer spricht eigentlich über Politik, wer spricht bei uns in den Medien, wer kommt da zu Wort, wer wird repräsentiert in politischen Diskursen, wer fühlt sich repräsentiert?" Es gehe auch um die Frage, wie in Parlamenten Legitimität erzeugt werde.

Viele Institutionen, auch die Medien, würden heute angefochten. "Es gibt ein großes Bedürfnis über Politik zu sprechen", sagte Detjen. Dazu gehören auch, dass Journalisten als Beobachter des Politischen auch über sich selbst sprechen sollten.

Interessante Gäste

Zu der zweitägigen Konferenz in der Reihe  "Formate des Politischen" laden der Deutschlandfunk, die Bundeszentrale für politische Bildung und die Bundespressekonferenz zum vierten Mal ein. Beteiligt sind Politiker wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), aber auch Medienwissenschaftler und Journalisten.  

Diskutiert werde auch über die "Berliner Blase" und die Frage, ob man den Blick dafür verloren habe, was draußen im Land los sei, sagte Detjen. Deshalb kämen auf Kommunalpolitiker und Lokaljournalisten, um die Berliner Diskussion damit konfrontieren, was in ihrer Arbeit anders sei. Auch Blogger und Vertreter digitaler Medien seien vertreten.  

Am 8. und 9. November 2018 ab jeweils 10 Uhr finden Sie hier den Video-Livestream der #formate18. 

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