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Kompressor | Beitrag vom 09.06.2020

Kompressor DeluxeNach George Floyd: Die Popkultur und der Protest

Simone Dede Ayivi und Aurel Mertz im Gespräch mit Massimo Maio

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Eine schwarze in die Höhe gestreckte Faust vor braunem Hintergrund. (Imago / fStop Images / Malte Müller / Bearbeitung: Deutschlandradio)
Ein Symbol, unter dem in diesen Tagen zigtausende Menschen auf die Straße gehen: die erhobene schwarze Faust. (Imago / fStop Images / Malte Müller / Bearbeitung: Deutschlandradio)

Rassismus und der Protest schwarzer Menschen gegen Polizeigewalt sind lange Teil der Popkultur. Wie zeigt sich dieses Verhältnis nach der Tötung George Floyds? Eine Sondersendung mit der Autorin Simone Dede Ayivi und dem Comedian Aurel Mertz.

Vor zwei Wochen wurde der Afroamerikaner George Floyd von einem Weißen Polizisten getötet, als dieser 8 Minuten und 46 Sekunden auf seinem Hals kniete. Seitdem gibt es soziale Unruhen in den USA. Weltweit gehen Menschen auf die Straße und sprechen über das Thema Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen – in den Medien und sozialen Netzwerken. Filme und Musik entstehen, Texte und Statements werden geschrieben.

Rassismus, Polizeigewalt, Schwarzer Protest und Widerstand sind seit Jahrzehnten auch ein Teil der Popkultur: In Black Musik wie Funk, Soul, Jazz und – heute am Wichtigsten: Hip-Hop. Es ist auch Thema in Hollywood- und Arthouse-Filmen, in der Comedy, in Büchern, Theaterstücken und in der Kunst. Ghettoleben und Black Power werden gerne inszeniert und konsumiert. Vielleicht ist das auch ein Faktor, warum die Proteste aktuell eine so globale Dimension erreicht haben.

Codes und Symbole

Doch nicht jede Solidaritätsbekundung kommt gerade gut an: Das Übernehmen von Codes und Symbolen – am eklatantesten der Ausruf "I can't breathe" oder die erhobene "Black Power"-Faust – wird teilweise als anmaßend empfunden, wenn sich durch sie Weiße Menschen die Symbole Schwarzen Widerstands aneignen.

Rassismus ist für Schwarze Menschen in Deutschland Alltag. Die Berichte von Diskriminierung durch die Polizei und Todesfällen werden in diesen Tagen so öffentlich wie vielleicht niemals zuvor. Aber was ist, wenn die Aufmerksamkeit wieder verschwindet? Diese Frage leitet diese Sondersendung über Popkultur und Rassismus nach der Tötung George Floyds mit der Autorin und Regisseurin Simone Dede Ayivi und dem Comedian und Moderator Aurel Mertz.


Update, 21. Dezember 2020: Am Ende dieser Sendung vereinbarten wir, dass wir am Ende des Jahres nochmal auf die Proteste zurückschauen werden. Jetzt haben wir uns zum Gespräch wiedergetroffen - hier können Sie die Sendung hören:

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