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Interview / Archiv | Beitrag vom 06.07.2019

Kommunikationsforscher zum Dokumentarfilm "Kroos""Ein Film für Puristen"

Jörg-Uwe Nieland im Gespräch mit Ute Welty

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Toni Kroos mit Ehefrau Jessica Kroos, Sohn Leon Kroos und Tochter Amelie Kroos bei der Premiere des Kinofilms Kroos im Cinedom. Köln, 30.06.2019 (imago / Future Image / C.Hardt)
Trotz Aufnahmen von der Familie gestattet der Film "Kroos" keine tieferen Einblicke hinter die Fassade des unauffälligen Fußballspielers Toni Kroos, meint Wissenschaftler Manfred Oldenburg. (imago / Future Image / C.Hardt)

Seit Donnerstag in den Kinos: der Film "Kroos" von Manfred Oldenburg. Kein Heldenfilm: "Er zeigt eigentlich einen braven, scheuen, normalen Menschen, der genial Fußball spielen kann", sagt der Kommunikationswissenschaftler Jörg-Uwe Nieland.

Ein recht braver Film, bei dem man trotz einiger Aufnahmen des Privatmenschen Kroos wenig tiefere Einblicke hinter die Fassade des scheuen Fußballers bekommt. So sieht unser Kritiker Patrick Wellinski den Film "Kroos", der in dieser Woche in die Kinos gekommen ist.

Der Kommunikationswissenschaftler Jörg-Uwe Nieland hingegen meint: "Man muss ja nicht immer wissen, wie die Lackierung des Sportwagens bei einem Fußballer ist. Es reicht ja meiner Meinung nach, wenn man weiß, dass er einen sehr guten Pass spielen kann." Wer Fußball liebe, könne sich auf den Film einlassen.

Für Nieland ist Manfred Oldenburgs Kroos-Dokumentation ein Film für Puristen, Ästheten und vielleicht auch für Philosophen. "Mich hat der Film ein bisschen an den noch puristischeren Film über Zinedine Zidane erinnert, seinen Trainer bei Real Madrid, wo 90 Minuten nur Zidane im Bild ist – bei einem Spiel", sagt er. "Das war jetzt mehr ein Kunstprojekt und hat vielleicht nicht so viele Zuschauer erreicht. Aber es hat die Genialität von Zidane über 90 Minuten beeindruckend dokumentiert."

(uko)

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