Seit 01:05 Uhr Tonart
Montag, 01.03.2021
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Diskurs | Beitrag vom 11.10.2020

Kolonialismus als "Shared History"Was sind die nächsten Schritte?

Moderation: René Aguigah

Beitrag hören
Statue des belgischen Königs Leopold II. in Brüssel, die im Zuge einer Black-Lives Matter-Demonstration im Juni besprüht wurde. (imago images/Le Pictorium/Nicolas Landemard)
Statue des belgischen Königs Leopold II. in Brüssel, die nach einer "Black Lives Matter"-Demonstration im Juni besprüht wurde. (imago images/Le Pictorium/Nicolas Landemard)

Auch im postkolonialen Zeitalter macht sich die Geschichte des Kolonialismus in Form von Unterdrückung und Rassismus bemerkbar. Wie kann eine Annäherung an diese Geschichte erfolgreich sein? Darüber diskutierte ein digitales Podium.

Im postkolonialen Zeitalter der Globalisierung erleben wir eine Ära von immer engeren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interdependenzen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ländern in Afrika und Asien sowie die Gestaltung dieser Beziehungen erfordert, dass wir miteinander über unsere Vergangenheit sprechen und überprüfen, inwieweit es sich tatsächlich um eine gemeinsame Geschichte handelt.

Abonnieren Sie unseren Kulturnewsletter Weekender. Die wichtigsten Kulturdebatten und Empfehlungen der Woche. Ab jetzt immer freitags per Mail. (@ Deutschlandradio)

Dabei müssen wir festhalten, dass es keine objektive oder neutrale Haltung zum Rassismus und zum Kolonialismus geben kann. Erinnern und Aufarbeiten kann nur gelingen, wenn die Forderung nach einer Debatte auf Augenhöhe kein leeres Versprechen bleibt.

Mit einer Podiumsdiskussion kam die internationale Konferenz "Colonialism as Shared History" zu ihrem Abschluss. Bei der Konferenz über Kolonialismus als gemeinsame Geschichte diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Forschung, Kultur und Zivilgesellschaft sowohl aus Deutschland als auch aus den ehemaligen Kolonien.

Die Diskussion führen:

Dr. Ibou Diop, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Albert Gouaffo, Université de Dschang, Kamerun
Hadjia Haruna-Oelker, freie Journalistin
Prof. Dr. Ulrike Lindner, Universität zu Köln
Jackie Thomae, Schriftstellerin

Mehr zum Thema

Rassismus bei Immanuel Kant - Vom Fürsprecher zum Kritiker des Kolonialismus
(Deutschlandfunk Kultur, Sein und Streit, 13.09.2020)

Debatte um Rassismus - Der lange Schatten des Kolonialismus
(Deutschlandfunk Kultur, Diskurs, 06.09.2020)

Serie zum Streit um Denkmäler - Orte des Kolonialismus in Deutschland
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 03.08.2020)

Kulturnachrichten hören

März 2021
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

Vorwürfe gegen Amos OzAls Vater ein Sadist?
Der Schriftsteller Amos Oz sitzt auf einem Sofa. Hinter ihm eine Bücherwand. Neben ihm sitzt eine Katze. (picture alliance / AP Images | Dan Balilty)

Der israelische Schriftsteller Amos Oz war ein Mann mit hohen moralischen Standards. Zumindest galt das bis jetzt. Seine Tochter Galia beschreibt ihn nun als sadistischen Vater. Doch noch bleibt die große Debatte darüber aus.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur