Freispiel, vom 16.06.2014, 00:05 Uhr

Knallfunken

Oder der Missbrauch von Heeresgerät

Funker und Missbrauch von Heeresgerät - ein Rückblick auf die Transformationen des Ersten Weltkrieges und seine nachfolgende Repräsentation im Hörspiel.

Toningenieur Lutz Pahl im Studio am Mikrofon. (Deutschlandradio / Bettina Straub)
Toningenieur Lutz Pahl im Studio am Mikrofon. (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Die Geschichte des Krieges in den akustischen Aufzeichnungs- und Übertragungsmedien beginnt vor Radio und Hörspiel. Kaiser Wilhelms II. berühmte Kriegsrede an das deutsche Volk ("Es muss denn das Schwert nun entscheiden") vom 6. August 1914 wurde zwecks Überlieferung nachträglich einem Fonografen anvertraut. Der Erste Weltkrieg war auch Geburtshelfer des Radios als Echtzeitmedium.

Der gerne zitierte Terminus vom Radio als "Missbrauch von Heeresgerät" geht auf die Funker des Ersten Weltkriegs zurück, die nicht nur militärische Meldungen über ihre Funkgeräte sendeten, sondern auch Zeitungsartikel vorlasen und Unterhaltungsmusik brachten. "Knallfunken" blickt auf die Transformationen des Krieges und seiner Repräsentation im Hörspiel zurück.

Regie: der Autor
Mit: Astrid Meyerfeldt, Bernhard Schütz

Ton: Lutz Pahl
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
Länge: 54'39

Jochen Meißner, geboren 1966, Hörspielkritiker und Feature-Autor. Zuletzt für DKultur (2013): "Von Stimmpersonen und Zeitgestalten. Eine akustische Festschrift".

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